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Neueröffnung bei M.A.D. Motorräder

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Mit dem Gebäude des ehemaligen Yamaha-Händlers Hester in Leimen können Frank Allekotte und Wolf Dickler nun richtig durchstarten – und den Yamaha-Vertrag gab's als „Zuckerl“ obendrauf.

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M.A.D. Motorräder hat in Leimen ein neues Domizil bezogen.
M.A.D. Motorräder hat in Leimen ein neues Domizil bezogen.
(Foto: Rosenow)

Mit einer großen Eröffnungsfeier startete M.A.D. Motorräder in Leimen am vergangenen Wochenende in die neue Saison – und in eine andere Dimension. Mit einem größeren Gebäude und einer neuen Marke – Yamaha – steht das Unternehmen vor einer erfolgversprechenden Zukunft.

Seit der Gründung 1994 hat sich M.A.D. Motorräder in Leimen zu einer der ersten Adressen für die Fans italienischer Motorräder in Deutschland entwickelt. Kein Wunder: Mit Moto Guzzi (seit 1998) und Ducati (seit 2004) verkaufen die Chefs Frank Allekotte und Wolf Dickler die attraktivsten Italo-Marken – Zweizylinderkultur vom Feinsten, die in der Metropolregion Heidelberg/Mannheim gut ankommt.

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Doch der geschäftliche Erfolg brachte ein Platzproblem am bisherigen Standort mit sich. „Drei Jahren lang haben wir ein neues Gebäude gesucht“, berichtet Allekotte. Ein trauriger Anlass ebnete ihnen schließlich den Weg: Im September 2014 verstarb der ebenfalls in Leimen ansässige Motorradhändler Wolfgang Hester, ein Urgestein der Yamaha-Szene. Seine Erben konnten das Unternehmen nicht erhalten und vermieteten das Gebäude an den „Nachbarn“ – denn M.A.D. war bislang gerade einmal drei Kilometer entfernt angesiedelt.

Nun stehen den beiden Inhabern 840 Quadratmeter Gebäudefläche zur Verfügung, von denen die Hälfte ein lichtdurchfluteter Showroom einnimmt. Das Gelände bietet zudem reichlich Platz für Parkplätze und mögliche Gebäudeerweiterungen – hier ist der Italiener-Spezialist zukunftsfähig aufgestellt.

Nur wenige Wochen blieben dem Team Anfang 2015 für den Umzug. Bereits am 2. März öffnete M.A.D. Motorräder seine Pforten wieder für die Kundschaft. Klar, dass die Unternehmer in dieser kurzen Zeit noch nicht alle CI-Anforderungen der beteiligten Marken umsetzen konnten. Inwieweit sich neue Ducati-Modelle wie die lässige Scrambler oder die brachiale Multistrada allerdings schlechter verkaufen, wenn sie auf weißen statt auf den vorgeschriebenen schwarzen Fliesen stehen, bleibt abzuwarten.

Große Mailingaktion aktiviert die Yamaha-Bestandskunden

Eine weitere anspruchsvolle Aufgabe ist die Integration der Marke Yamaha. Der Importeur in Neuss war sicher froh, dass es nach dem abrupten Ende des traditionsreichen Partners Hester am Standort Leimen weitergeht und die Bestandskunden professionell betreut werden. Und so legte er den neuen Betreibern keine Steine in den Weg.

Mit einer umfangreichen Mailing-Aktion haben Wolf Dickler und Frank Allekotte mittlerweile die Kundendaten des früheren Yamaha-Händlers durchgecheckt und die aktiven Kontakte in ihr CSB-System eingegeben. Aber war es für die eingeschworenen Italiener-Fans nicht ein Problem, plötzlich einen Japaner im Programm zu haben? „Ach was“, winkt Wolf Dickler ab. „Durch Inzahlungnahmen und die Werkstatt hatten wir schon immer mit Japanern zu tun. Außerdem haben wir drei Mitarbeiter des früheren Händlers übernommen.“ Inklusive der beiden Chefs und aller Hilfskräfte umfasst das M.A.D.-Team nun zwölf Personen.

Mit dem neuen Standort und der zusätzlichen Volumenmarke startet M.A.D. Motorräder Richtung Zukunft. Die Voraussetzungen sind bestens: Ducati steht mit der Scrambler ein Stückzahlzuwachs bevor, Moto Guzzi hat die bislang schon erfolgreiche V7 gezielt überarbeitet, und Yamaha befindet sich mit seiner beliebten MT-Baureihe und der neuen R1 mittendrin in der größten Modelloffensive der letzten zehn Jahre. »bike und business« wünscht den Leimenern eine gute Saison und freut sich schon auf die Bewerbung zum „Motorradhändler des Jahres“!

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