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Norbert Zaha: Die große Adventure ist das Highlight

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

„Motorradbosse blicken in die Kristallkugel“ Teil 5: Norbert Zaha. Der Geschäftsführer von KTM Deutschland aus Ursensollen über die Businessaussichten der Motorradmarke KTM 2013 und wie er die Händler von der Performance in orange mitreißen will.

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Nobert Zaha von KTM Deutschland über die Vertriebserwartungen der österreichischen Marke für die Saison 2013.
Nobert Zaha von KTM Deutschland über die Vertriebserwartungen der österreichischen Marke für die Saison 2013.
(Foto: KTM, Collage Elisabeth Haselmann )

Redaktion: Mit welchen Vertriebserwartungen (Neufahrzeuge, Gebrauchtfahrzeuggeschäft) gehen Sie in die neue Saison 2013? Auf welchem Modell ruhen die stärksten Verkaufshoffnungen?

Für KTM ist die neue KTM Adventure-Baureihe mit KTM 1190 Adventure und KTM 1190 Adventure R ganz klar das Highlight für die Saison 2013. Wir sind davon überzeugt im Segment der Reiseenduros neue Maßstäbe zu setzen. Erste Reaktionen von Messebesuchern, Pressevertretern und aus der KTM-Händlerschaft sind äußerst vielversprechend.

Große Erwartungen haben wir auch an unsere Modelle am unteren Ende des Hubraumspektrums: Die KTM 125 Duke führte die Zulassungsstatistik 2012 im Segment der Leichtkrafträder mit über 1.500 zugelassenen „kleinen“ Dukes souverän an. KTM konnte den Marktanteil in diesem Segment in Deutschland in nur zwei Jahren auf fast 15 Prozent steigern. Ab 2013 verfügt die KTM 125 Duke serienmäßig über ein ABS-System – einzigartig in diesem Segment. Dieses Sicherheitsfeature wird das Interesse an diesem Fahrzeug weiter steigern.

Ganz neu hinzu kommt für die Saison 2013 die KTM 390 Duke, die ebenfalls mit ABS ausgestattet ist und mit geringem Preis, niedrigem Gewicht, moderater Sitzhöhe und sensationellem Handling nicht nur für Einsteiger interessant ist.

Mit der 690 Duke R bekommt die bereits 2012 sehr erfolgreiche KTM 690 Duke eine noch höherwertige, deutlich sportlichere Schwester mit edelsten Komponenten zur Seite gestellt.

Wir sind sicher, mit diesen Neuheiten und den bestehenden Modellen und durch die gute Zusammenarbeit mit unserer kompetenten und motivierten Händlerschaft unseren Umsatz weiter steigern zu können.

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Wie viele Händler haben Sie gegenwärtig im Portfolio und sind in diesem Jahr wichtige Änderungen im Händlernetz geplant? (Investitionen, Zu- und Abgänge, wo werden noch Händler gesucht?)

Das KTM-Händlernetz in Deutschland besteht derzeit aus 124 KTM-Vertragshändlern. Unser KTM-Händlernetz in Deutschland besteht nun schon seit vielen Jahren aus motivierten, professionellen und zuverlässigen KTM-Vertragspartnern, wodurch es nur geringfügige Veränderungen innerhalb unseres Händlernetzes geben wird.

Speziell in einigen Ballungszentren möchten wir noch weitere, starke Vertriebspartner gewinnen. Entsprechende Bewerbungen nehmen wir daher sehr gerne entgegen!

Eine Möglichkeit sich als KTM-Händler zu bewerben findet sich auf der KTM Website unter „Händler & Service“.

Wie hat sich die Renditesituation Ihrer Händler in den Bereichen Verkauf, Service/Werkstatt und Zubehör entwickelt?

Das Feedback unserer Händler ist weitestgehend positiv und wir blicken zuversichtlich nach vorne. Für konkrete Informationen empfehlen wir Ihnen, sich direkt in der KTM-Händlerschaft umzuhören, um sich ein Bild zu machen

Wie unterstützen Sie dieses Jahr Ihre Handelspartner konkret bei der operativen Arbeit?

Aus Wettbewerbsgründen möchten wir uns hierzu an dieser Stelle nicht äußern.

Welche Hausaufgaben müssen ihre Händler 2013 in Angriff nehmen, um erfolgreich der Krise die Stirn zu bieten?

Unsere Händler wissen sehr genau, wie Sie erfolgreich am Markt bestehen können, der Erfolg gibt ihnen recht. Selbstverständlich gibt es immer Potential für weitere Verbesserungen, dieses Potential gilt es zu ermitteln und durch individuelle Lösungen weiter auszuschöpfen.

Wodurch wird die Motorrad-Konjunktur 2013 befeuert (neuer Führerschein etc.) und von welchen generellen ökonomischen und gesellschaftlichen Trends geht die größte Gefahr für die Motorradbranche aus?

Bei der seit Mitte Januar geltenden neuen Führerscheinregelung sehen wir ein hohes Potential für die Motorradbranche und besonders für KTM.

Durch den Wegfall der 80-km/h-Begrenzung für Leichtkrafträder wird diese Klasse attraktiver (und sicherer) denn je, was dem Absatz der 125er sicher entgegenkommt.

Des Weiteren bietet KTM eine Reihe äußerst attraktiver Modelle für den neuen Stufenführerschein an. (48 PS / 35KW bzw. max. 0,2 KW pro kg)

Aufgrund der äußerst geringen Fahrzeuggewichte greift bei KTM meist nicht die 48PS/35 KW Leistungsobergrenze, sondern die Beschränkung des Leistungsgewichts (max. 0,2 KW pro Kg).

Daher ergeben sich folgende Werte bei den für den Stufenführerschein geeigneten alternativen Leistungsvarianten bei KTM:

• KTM 690 Duke (32 KW)

• KTM 690 Duke R (32 KW)

• KTM 690 SMC (30 KW)

• KTM 690 Enduro R (30 KW)

• KTM 390 Duke, 30 KW (offen 32 KW)

• KTM 200 Duke, 19 KW bei diesem Modell ist das die offene Leistung ab Werk

Wir sind davon überzeugt, dass es speziell auch für (Wieder-) Einsteiger von großem Vorteil ist, ein extrem leichtes Fahrzeug mit „nur“ 32 KW zu haben als ein erheblich schwereres mit 35 KW. In Anbetracht von Fahrverhalten, Handling, Alltagstauglichkeit und nicht zuletzt Fahrspaß ergeben sich hier deutliche Vorteile.

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