Norton ist zurück im Business

Mit Norton Motorcycles greift nach Triumph bereits der zweite traditionsreiche britische Motorradhersteller wieder ins Zweiradgeschäft ein.

Firma zum Thema

Stuart Garner übergibt die Schlüssel der ersten Generation der Norton Commando 961 an Jonathan Hewitt.
Stuart Garner übergibt die Schlüssel der ersten Generation der Norton Commando 961 an Jonathan Hewitt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Nach Triumph ist nun auch eine zweite britische Motorradmarke ins aktive Bike-Business zurückgekehrt: Norton Motorcycles. Inhaber Stuart Garner übergab kürzlich die Schlüssel für die erste neue Generation der Norton Commando 961 an Jonathan Hewitt. Er ist damit der erste Besitzer einer der auf 200 Exemplare limitierten exklusiven Maschine. Die durchnummerierten Bikes sind mit Öhlins-Federbeinen ausgestattet. Hinzu kommen Carbon-Teile inklusive BST-Räder.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 9 Bildern

Nachdem anfängliche Zulieferprobleme gelöst wurden, arbeitet das Norton-Team jetzt unter Hochdruck an der Norton 200 SE-Version im Werk Donington Park in Zentral-England. Außerdem werden die Auslieferungen der beiden Commando 961-Modellvarianten - Basismodell Sport Roadster und der Café Racer - vorbereitet.

„Ein weiterer traditionsreicher britischer Bike-Hersteller ist zurück im Geschäft. Triumph macht einen fantastischen Job und nun ist weiterer großer britischer Name auf den Plan getreten. Nun können wir hoffnungsfroh unsere Produktion anlaufen lassen und die vielen bisher eingegangen Bestellungen angehen, die Marke stärken und weitere Modelle entwickeln, um die Norton-Plattform zu erweitern“, sagt Garner.

Importeure und Händler in Frankreich, Italien, Holland, Kanada, den USA und Japan sind bereits eingesetzt und aktiv. Thierry Stapts von Paradise Moto in Paris, der französische Vertriebspartner, erwartet nach der europäischen Homologation die ersten Lieferungen im September 2010. Bestellt hat er 20 Commando 961 Special Editions, 50 Sports- und and 30 Café Racer-Modelle für französische Biker.

Die Norton-Geschichte verlief zuletzt recht wechselhaft. Im Verlauf der 90er-Jahre begann der US-amerikanische Norton-Restaurator Kenny Dreer mit der Firma Norton Motorsports, eine neue Commando, basierend auf den Plänen der 70er-Jahre, zu entwickeln. Es entstanden fahrbare Prototypen der Commando 952 bzw. 961. Für eine Serienproduktion fehlten letztlich ca. zehn Millionen US-Dollar, sodass Norton Motorsports Mitte 2006 das Projekt stoppen musste. Der britische Geschäftsmann Stuart Garner, bis dato als Eigentümer des Rennteams Norton Racing Ltd in Erscheinung getreten, kaufte Ende 2008 sämtliche Rechte und Entwicklungen und gründete die Norton Motorcycles (UK) Ltd. Die neue Produktionsstätte entstand in unmittelbarer Nähe des Donington Park Circuit.

(ID:352786)