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Not am Mann

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 11/2018/II), Folge 580: Einer der größten Herausforderungen für Motorradhändler ist gegenwärtig die schwierige Suche nach geeigneten Mitarbeitern (m/w) in Werkstatt und Verkauf. Einen strategischen Vorteil genossen zweifelsohne die Teilnehmer des Benchmark-Club-Workshops am vergangenen..

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Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Business Media)

...Freitag in Köln. Ausführlich wurde über das Thema gesprochen, diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Ich selbst versuchte in meinem Vortrag „Personalrecruiting 4.0 – neue Trends bei der Mitarbeitersuche“ ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Dieser Service war und ist exklusiv Mitgliedern des »bike und business«-Benchmark-Clubs vorbehalten. Welche weiteren Vorteile diese einzigartige Ideenfabrik für Motorradhändler seinen Mitgliedern sonst noch bietet, können Sie aus dem Artikel herauslesen, den Sie im aktuellen Newsletter finden. Anmeldungen zur Clubmitgliedschaft gerne an mich.

Passende Post zum Thema erreichte mich dazu aus Glinde bei Hamburg. Dieter Klann von Paaschburg & Wunderlich schrieb mir: „Hallo Stephan, zum Thema ,Jobkrise' möchte ich gern etwas grundsätzlicher werden, denn etwas Differenzierung ist hier nötig. Selbstverständlich lässt der demografische Wandel auch unsere Branche nicht unberührt aber ein Kollege hat das mal sehr anschaulich am Beispiel des Gebrauchtwagenmarktes dargestellt:

Jemand sucht einen Golf V in rosa, mit Anhängerkupplung, Lederausstattung und Automatik, sucht ein Jahr, findet keinen und erzählt dann im Bekanntenkreis, es gäbe zu wenig Golf V auf dem Markt. Es stellen sich also folgende Fragen: Gibt es das, was gesucht wird, überhaupt? Falls nicht, muss man seine Suche anpassen? Gibt es das zu dem Preis den man ausgeben möchte? Wie attraktiv ist z.B. ein Job, in dem man oftmals von Oktober bis Februar zum ,Stempeln' geschickt wird? Wenn jetzt auf die schlechte Profitsituation in unser Branche verwiesen wird, sollte die Branche ihr Geschäftsmodell (ganzjährige Rabattschlachten) überdenken und nicht den Bewerber dafür verantwortlich machen.

Bisher war die Kfz-Branche ja in der glücklichen Lage, dass ihr die Lehrlinge quasi zuliefen weil der Ausbildungsberuf beliebt war. Dadurch hat die Branche aber nie gelernt für sich zu werben. Vielfach sitzen die Geschäftsinhaber und Verbände immer noch daheim und warten auf Auszubildende. In Zeiten der knapper werdenden Ressource Mensch, ist das aber nicht mehr genug. Zu Recht weist Du daraufhin, dass man selber seinen Nachwuchs ausbilden muss, aber diese Einsicht reift leider ziemlich spät. Versäumnisse am Arbeitsmarkt haben eine lange Bremsspur und wir sollten uns bewusst sein, dass wir gerade erst am Anfang dieser Entwicklung stehen. Im Wettbewerb um den Nachwuchs muss das Handwerk deutlich kreativer werden und die Frage beantworten: Warum soll ein Junger Mensch diesen Beruf erlernen und in meinem Betrieb arbeiten wollen?“

Soweit die fundierten Gedanken von Dieter Klann zum Thema. Wie gehen Sie das Problem an? Wo und wie und in welchen Kanälen bewerben Sie sich? Stellen Sie verstärkt Auszubildende ein? Freue ich wie immer auf eine konstruktive Diskussion.

Alles andere als blanke Fantasie ist der Stichtag 6. April für die erste Bewerbungsrunde beim Award „Motorradhändler des Jahres“, der 2018 zum 14. Mal ausgeschrieben wird. Machen Sie mit an diesem professionellen Wettbewerb um die Zukunft des Handels und bewerben Sie sich. Stellen Sie sich auf den Prüfstand und nutzen Sie die Chance, durch unsere „Zertifizierung“ besser zu werden. Öffnen Sie das Zukunftsfenster und machen den Quick-Check. Wenn Sie uns lieber einen tollen Händler oder eine professionelle freie Werkstatt vorschlagen möchten, dann können Sie hier Ihren Vorschlag einreichen.

Abschied von Ivano Beggio

Unsere famous last words gehören diesmal Ivano Beggio, Gründer der legendären italienischen Motorradmarke Aprilia. Er ist diese Woche im Alter von 73 Jahren verstorben. R.I.P Ivano. Die Motorradszene verliert einen großen Visionär und Gründervater.

(ID:45186127)

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