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Öhlins ruft Stoßdämpfer TTX36 zurück

| Redakteur: Alisa Götz

Der bereits im vergangenen Jahr gestartete Rückruf für Federbeine der Serien TTX36 RT, MkII und GP ist laut Kraftfahrt-Bundesamt noch immer aktuell.

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Rückruf – Öhlins DCT bittet erneut um die Mitarbeit der Händler, Werkstätten und Endverbraucher.
Rückruf – Öhlins DCT bittet erneut um die Mitarbeit der Händler, Werkstätten und Endverbraucher.
(Foto: Öhlins DCT)

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) warnt vor möglichen Gefahren durch eine nicht ausreichend angezogene Befestigungsmutter beim Stoßdämpfertyp TTX36 des Herstellers Öhlins Racing AB aus Schweden. Dies betreffe die Typen TTX36 RT, TTX36 MkII und TTX36 GP. Es sei von außen nicht erkennbar, ob ein Stoßdämpfer betroffen ist.

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine Befestigungsmutter im Dämpferinneren löst und im ungünstigen Fall zum Auseinanderfallen des Dämpfers im Fahrbetrieb führt. Es bestehe daher Lebensgefahr und betroffene Fahrzeuge bzw. Dämpfer sollten nicht benutzt werden.

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Allerdings sind nicht alle im Markt befindlichen Stoßdämpfer dieses Typs betroffen. Die Seriennummern sind auf der Internetseite und in Teil 2 dieser Meldung aufgeführt. Für Fahrzeuge, bei denen herstellerseitig ein Stoßdämpfer dieses Typs verbaut ist, kann die Nummer auf dieser Webseite überprüft werden. Artikel- und Seriennummer sind auf den Produkten eingeschlagen oder gelasert.Die betroffenen Stoßdämpfer wurden bereits im Zeitraum 5. November 2013 bis 25. März 2015 produziert.

Diese Warnung richtet sich an Unternehmen, die Produkte der Marke Öhlins vertreiben und/oder installieren sowie an Endverbraucher, die diesen Stoßdämpfertyp in ihrem Fahrzeug verbaut haben.

Motorräder, an denen die betroffenen Stoßdämpfer serienmäßig verbaut wurden, werden durch die jeweiligen Motorradhersteller zurückgerufen.

Die Marke, Art oder Baureihe der Motorräder, an denen die betroffenen Stoßdämpfer nachgerüstet wurden, kann aufgrund der vielseitigen Verwendung des Stoßdämpfers und der Vertriebsstruktur über Wiederverkäufer nicht eingegrenzt werden.

Es sei immer zu prüfen:

• ob ein Stoßdämpfer dieses Typs verbaut ist und

• ob dieser Stoßdämpfer tatsächlich betroffen ist.

Dieser Rückruf wurde bereits am 25. März 2015 seitens des Herstellers gestartet, durch das KBA überwacht und am 27. März 2015 deutschlandweit publiziert. Der Verbleib von 130 Stoßdämpfern des Nachrüstmarktes konnte jedoch bis heute nicht eindeutig geklärt werden.

Bei der Beseitigung des Mangels wird der betreffende Stoßdämpfer zerlegt, die Befestigungsmutter wird mit dem vorgeschriebenen Drehmoment nachgezogen. Alle Bauteile werden einer Sichtprüfung unterzogen, anschließend wird der Stoßdämpfer komplettiert und mit Öl neu befüllt.

Das KBA warnt: „Sollte Ihr Stoßdämpfer betroffen sein, nutzen Sie das Fahrzeug nicht! Kontaktieren Sie ein autorisiertes Öhlins Service Center oder Öhlins DTC.“

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