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Österreichs Zweiradbranche hängt am Gas und elektrisiert

| Redakteur: Nika-Lena Störiko

Der gesamte Zweiradmarkt (Moped und Motorradmarkt) in Österreich zeichnet sich 2019 mit einem satten Plus von 6,6 Prozent aus, das entspricht insgesamt 40.665 Einheiten.

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Der österreichische Zweiradmarkt blickt positiv auf das Jahr 2019 zurück.
Der österreichische Zweiradmarkt blickt positiv auf das Jahr 2019 zurück.
(Bild: lloorraa auf pixabay)

Auch der Mopedmarkt in Österreich hat sich – nach Jahren der Rezession – wieder sehr positiv entwickelt und liegt bei plus sieben Prozent und 12.965 Einheiten. „Wir sind zwar noch lange nicht auf dem Niveau von vor sechs Jahren, aber der Trend bei jungen Menschen, das Moped wieder vermehrt zu nutzen, freut uns und lässt uns hoffen, dass sich unser Nachwuchsmarkt nachhaltig stabilisiert“, so Karin Munk, Generalsekretärin der Arge 2Rad, dem Dachverband der österreichischen Zweiradimporteure und Zweiradindustrie.

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Auch die Roller und hier besonders das Segment der 125 Kubikzentmeter konnten ordentlich zulegen: 10 Prozent Plus und 9.089 Einheiten haben neue Kunden gefunden.

Der Markt der Elektromobilität ist – wie auch schon in den letzten Jahren – der am meisten wachsende. Bereits 14 Prozent aller Mopeds fahren elektrisch (Segment L1). Auch das Segment L3 entwickelt sich positiv, wenn auch im Moment noch eher bescheiden. Mit 2.453 Einheiten und 15 Prozent ein schöner und stabiler Auswärtstrend, der sich sicherlich fortsetzen wird.

Trends und Entwicklungen 2020

Die Branche geht von einer stabilen Entwicklung und einem leichten Wachstum des Marktes für 2020 aus. Durch die Einführung der Euro 5 per 1.1.2021 kann es zu leichten Verschiebungen kommen, die den Markt durch Vorziehkäufe, Schnäppchen und Tageszulassungen ab der zweiten Hälfte des Jahres pushen und positiv beeinflussen werden. Durchaus auch positiv für den Endverbraucher, der auf eine aktionsgetriebene Periode hoffen darf.

Die Reiseenduros ab 750 Kubikzentimeter werden weiterhin Gas geben und auch der 125 Kubikzentimeter Rollermarkt wird sich durch die Wichtigkeit im urbanen Bereich leicht positiv entwickeln. Der Markt der Elektromobilität wird – nicht alleine durch die Förderungen bis Ende 2020 – weiterhin aufholen und zu einem immer wichtigeren Player im Bereich der L1 Kategorie werden. Auch die Kategorie L3 wird sich zunehmend größerer Beliebtheit erfreuen – innerstädtisch wie auch außerhalb des urbanen Bereiches.

Das Regierungsprogramm, welches im Bereich Umwelt und Infrastruktur eine weitgehende Decarbonisierung vorsieht, kann durchaus positive Auswirkungen auf die gesamte Branche haben, die sich schon jetzt durch viele Vorteile auszeichnet: Nicht nur, dass der Anteil der elektrisch betriebenen Fahrzeuge ständig weiterwachsen wird, ist ein besonderes Asset, sondern auch das Faktum, dass es durch die vermehrt aufkommenden motorisierten Einspurigen zu enormen Einsparungspotentialen in Sachen CO2 kommen wird, durch die geringere Fahrzeit, Stauzeit und Parkraumbevorzugung.

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