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Osram: LED-Nachrüstlampen sind jetzt legal

| Autor: Jan Rosenow

Der Leuchtmittelhersteller hat die erste zugelassene H7-Lampe in LED-Technik auf den Markt gebracht. Für Motorradfahrer haben die „Night Breaker“ allerdings einen Haken.

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Leider (momentan) nur für Pkw zu haben: die Osram Night Breaker LED H7.
Leider (momentan) nur für Pkw zu haben: die Osram Night Breaker LED H7.
(Bild: Osram)

Im Zeitalter hell gleißender LED-Tagfahrlichter haben Motorräder den Sichtbarkeitsvorteil, denen ihnen das eingeschaltete Abblendlicht bieten sollte, längst verloren. Hinzu kommt noch, dass die meisten Maschinen mit vergleichsweise lichtschwachen Halogenlampen ausgestattet sind. Die Nachrüstung von LED-Leuchtmitteln klingt da für viele Motorradfahrer verlockend, doch diese waren bislang nicht zulassungsfähig, denn sie veränderten die Leuchteigenschaften des Scheinwerfers und konnten so den Gegenverkehr blenden.

Nun hat Osram als erstes Unternehmen ein für die Verwendung im Straßenverkehr zugelassenes LED-Nachrüstleuchtmittel in H7-Bauweise auf den Markt gebracht. Die Night Breaker LED H7 soll eine um das Fünffache längere Lebensdauer als die Halogenvariante aufweisen und verbraucht zudem weniger Energie. Außerdem sei sie bis zu dreimal heller, als es die gesetzlichen Mindestanforderungen vorschreiben, und farblich mit Tageslicht vergleichbar.

Motorradfahrer dürfen sich allerdings nicht zu früh freuen. Der hohe Preis für das Zweierset (129,99 Euro) ist nur ein Haken. Der viel größere Nachteil ist, dass die Night Breaker LED vorerst nur für bestimmte Pkw-Modelle zugelassen ist, obwohl sie sich technisch gesehen auch für Motorradscheinwerfer eignet. Osram will das Angebot durch fortlaufende Tests und Zulassungsverfahren erweitern. Einen konkreten Zeitplan für eine Motorrad-Zulassung gibt es aber noch nicht.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group