Peugeot Metropolis – der Dreirad-Rivale

25 Millionen Euro Entwicklungskosten

| Autor: Stephan Maderner

»bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner testet die Fahrphysik des neuen Peugeot Metropolis (li.) Geschäftsführer Volker Klein (re.) besteht mit Bravour seinen ersten offiziellen Pressetermin.
»bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner testet die Fahrphysik des neuen Peugeot Metropolis (li.) Geschäftsführer Volker Klein (re.) besteht mit Bravour seinen ersten offiziellen Pressetermin. (Foto: Friedemann Kirn/ Stephan Maderner)

Neue Konkurrenz für Piaggio MP3 und Quadro (MSA Weiden): der Peugeot Metropolis, ab sofort bestellbar und ab Ende September bei den Händlern. »bike und business« hat ihn probegefahren.

Die Fahrbahn der Landesstraße L 376 zwischen Meddersheim und Abtweiler überrascht alle paar Meter mit seiner Beschaffenheit, glatter Asphalt wechselt mit porösen Oberflächen, immer wieder Bitumenflecken dazwischen und veritable Farbahnunebenheiten, die dem Piloten ein gerüttelt Maß an Professionalität abverlangen – genau der richtige Untergrund, um das „Dual Tilting Wheels“-Vorderachsenkonzept des neuen Peugeot Metropolis zu testen. So geschehen Anfang der Woche in Bad Sobernheim, wo die deutsche Peugeot Motocycles GmbH aus Mörfelden-Walldorf der Fachpresse und ausgewählten Händlern den Dreiradflitzer made in France vorgestellt hat. Auch »bike und business« war mit von der Partie – und der neue Geschäftsführer Volker Klein.

Das neue Dreiradkonzept der Franzosen hat seine Sache im Rahmen der deutschen Fahrpraxis-Premiere sehr gut gemacht. Nach anfänglicher Eingewöhnungszeit in die – im Vergleich zum Motorrad doch etwas andere Fahrphysik – gehen wir die Kurven immer mutiger an und vertrauen auf die beiden sich neigenden Vorderräder. Spätestens nach zwanzig Minuten steuere ich das Fahrzeug wie einen ICE auf Schienen durch die kurvigen Reviere zwischen Nahe und Glan.

Technik aus dem Automobilbau

Die aus dem Automobilbau hervorgegangene Vorderachse besteht aus zwei Dreiecklenkern in Verbindung mit zwei Schwingungsdämpfern und hydraulischenm Mono-Federbein. Die zwei Räder neigen sich unabhängig voneinander. Ihre leichte Struktur aus Aluminium-Druckguss mit hoher Steifigkeit erleichtern das intuitive Fahren, was die Probanden bestätigen können: Easy Handling und perfekte Stabilität. Je schräger man durch die Kurven pfeift, desto mehr Körpereinsatz und Köpfchen sind allerdings gefragt. Mit dem Motorrad oder Roller zirkelt man die Radien mit weniger Kraftaufwand auf den Asphalt.

Der durchzugsstarke Motor erweist sich für das 256 Kilogramm schwere Vehikel als absolut ausreichend. Der flüssigkeitsgekühlte 399 cm³-Einzylinder-Viertakt-Motor leistet 27,4 kW (37,2 PS) und erreicht bei 5.500 U/min sein maximales Drehmoment von 38,1 Newtonmetern, Euro 3). Dank seiner Low-Friction-Efficiency-Technologie, die sich durch auf Lager montierte Kipphebel auszeichnet, reduziert er Schwingungen sowie die Geräuschemissionen und senkt den Kraftstoffverbrauch. Laut Bordcomputer verbrauchen wir während unserer Testfahrten in Rheinland-Pfaltz knapp unter sechs Liter Sprit auf 100 Kilometer. Der Tank fasst 13,5 Liter.

Die technischen Highlights

Weitere Innovationen des Metropolis sind die elektrische Parkbremse, die Windschutzscheibe mit manueller Schnellverstellung, LED-Tagfahrlicht, Riefendrucküberachung, SBC-Bremse (Syncro-Braking-Concept) und Smart Key.

Für den Biker sind die drei möglichen Bremsvarianten zunächst mal ungewohnt. Durch Betätigung des linken Bremshebels oder des Fußpedals wird gleichzeitig am Vorder- und Hinterrad gebremst. Der rechte Hebel ist nur eine gesetzliche geforderte „Notlösung“. In Ergebnis kann leistungsfähig und sicher verzögert werden.

Fällt der Blick auf das Armaturenbrett mit dem Bordcomputer, fühlt sich der Metropolis-Lenker sogleich wie am Steuer eines Peugeot, sagen wir mal, eines SW 508. Die Digitalanzeige mit Hintergrundbeleuchtung liefert dem Fahrer zahlreiche Informationen: Reifendruckkontrolle (Weltpremiere im Rollersegment!) und Druckverlustalarm, durchschnittlicher und momentaner Verbrauch und verbleibende Restreichweite, Gesamt- und Tagsestreckenkilomterzähler, Außentemperatur und Glatteiswarnung (!), Kraftstoffstand, Motortemperatur, Überhitzungswarnung, Batterieladezustand, Inspektionsanzeige und Uhrzeit.

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