Peugeot setzt auf „rauchfreie“ Roller

Stark, sauber, sparsam: Auf der Intermot präsentiert Peugeot den Elektro-Scooter „e-Vivacity“, Modelljahr 2011.

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Neben den benzinbetriebenen Varianten mit 50 und 125 cm³ gibt es den Vivacity von Peugeot ab 2011 auch in einer Elektroversion.
Neben den benzinbetriebenen Varianten mit 50 und 125 cm³ gibt es den Vivacity von Peugeot ab 2011 auch in einer Elektroversion.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ein bisschen sah sich der Peugeot Vivacity nach eigener Lesart der Konkurrenz schon immer voraus – und zwar genau um jenen exklusiven Karosseriebug, der ein praktisches, zusätzliches Staufach verbirgt. Künftig soll der Vorsprung des vielseitigsten City-Scooters von Peugeots noch wachsen. Denn auf der Intermot in Köln stellen die Franzosen der e-Vivacity vor, die Elektro-Version des chicen Bestsellers, die mit ihrem leisen und abgasfreien Antrieb die anderen Varianten mit 50 cm³- oder 125 cm³-Verbrennungsmotor ergänzen soll.

Elektro-Scooter sind zwar nichts Neues, denn schon 1996 nahm Peugeot mit dem „Scoot’Elec“ den ersten abgasfreien Scooter auf den Markt. Doch damals war das Benzin billig, Batterien schwer, und ein sinnvolles elektronisches Management für Stromversorgung und Elektromotor gab es noch nicht.

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Heute dagegen ist alles anders. Kraftstoffe sind teuer geworden, das Umweltbewusstsein hat sich verändert, und neben hochentwickelter Digitaltechnologie zur Steuerung sämtlicher Parameter gibt es Lithium-Ionen-Batterien mit geringem Gewicht und hoher Speicherkapazität.

Und damit ist der e-Vivacity kein exotischer technischer Außenseiter mehr, sondern ein voll alltagstauglicher Roller. Mit jeweils zwei Kilowattstunden Kapazität reichen die beiden Batterien für einen Aktionsradius von bis zu 60 Kilometern, anschließend muss der e-Vivacity an die Steckdose. Schon nach drei Stunden stehen bereits wieder 80 Prozent der Kapazität zur Verfügung, nach insgesamt fünf Stunden sind die Batterien nicht nur zu 100 Prozent geladen, sondern auch für lange Lebensdauer optimiert. Mindestens 1.000 Ladezyklen sollen die kleinen Kraftwerke schadlos überstehen.

40 Cent kostet eine Strom“betankung“

Wer dabei auf den Stromzähler schaut und nachrechnet, darf sich die Hände reiben: Einmal Volltanken aus der Steckdose schlägt mit maximal 40 Cent zu Buche, für eine vergleichbare 60 Kilometer-Ausfahrt mit dem 50 cm³-Roller sind dagegen Kraftstoffkosten von mindestens drei Euro fällig.

Trotzdem summt der e-Vivacity allen vergleichbaren 50 cm³-Scootern davon. Mit satten 4 Kilowatt, dem Maximum dessen, was der Gesetzgeber für zulassungsfreie Fahrzeuge in dieser Kategorie gestattet, schiebt der luftgekühlte Elektromotor voran.

Das volle Drehmoment steht dabei jederzeit, auch aus dem Stand, verzögerungsfrei zur Verfügung. Damit geht der e-Vivacity nicht nur als Spar- sondern auch als Spaßmobil ins Rennen – und könnte nicht nur für Andrang am Peugeot-Stand in der Halle 8 auf der „Intermot“, sondern auch bei den Händlern sorgen, wenn er im Frühjahr 2011 auf den deutschen Markt rollt.

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