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Peugeot Speedfight 4: Frischer Wind im 50er-Segment

Mit mehr als einer halben Million verkauften Einheiten weltweit ist der Peugeot Speedfight einer der erfolgreichsten Sportroller im 50er-Segment.Im Juni 2015 startet er frisch gestylt in seine 4. Auflage.

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Das neue Gesicht im 50er-Sportroller-Segment: der Peugeot Speedfight 4.
Das neue Gesicht im 50er-Sportroller-Segment: der Peugeot Speedfight 4.
(Foto: Peugeot)

Speedfight - ein klangvoller Name, der eng verbunden ist mit der Geschichte von Peugeot Scooters. Es war 1996, als die Löwenmarke erstmalig seine Version eines Sportrollers präsentierte. Nach 18 erfolgreichen Jahren, lanciert Peugeot Scooters nunmehr die vierte Version des meistverkauften Sportrollermodells, das den Markt mit seinem Design und seiner technischen Ausstattung geprägt hat. Der Speedfight 3 war auch in seinem letzten kompletten Produktionsjahr in 2014 der Top-Seller in Deutschland: mit Platz 3 in der Rangliste der meistverkauften Zweiräder im 50er-Segment (Quelle: IVM) war er gleichzeitig die Nummer 1 im Markt der Sportroller.

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Mit der Baureihe des Speedfight hat Peugeot Scooters nach eigenen Angaben „eine wahre Ikone unter den Zweirädern im Sportrollersegment erschaffen“. Das Designzentrum von Peugeot Scooters im ostfranzösischen Mandeure jetzt einen neuen Meilenstein in der langen Speedfight-Geschichte gesetzt; eine tiefgreifende Stiländerung insbesondere im vorderen Bereich und eine verbesserte Ausstattung machen die Neuauflage quasi zu einem neuen Rollerprodukt, ohne aber seine erfolgreiche Vergangenheit gänzlich verleugnen zu können.

Erstmalig in der Geschichte von Peugeot Scooters wurden mit deutschen Rollerkunden im Laufe der Designentwicklung regelmäßige Clinic-Tests durchgeführt, um die stilistischen Änderungen eng am Geschmack des deutschen

Marktes zu orientieren.

Agressivität, Stil und Eleganz

Seine Linie ist gleichzeitig kraftvoll wie auch elegant – inspiriert von verschiedenen Concept Cars von Peugeot, ausgestattet mit der sportlichen DNA der Löwenmarke. „Mit einer Mischung aus Aggressivität und Eleganz, unterstrichen durch die neuen Parabol-Scheinwerfer, nimmt die jüngste Auflage des Speedfight seinen Platz in dem Premium-Sport-Universum ein“, heißt es vollmundig in der Werbung für den neuen Roller.

Athletisch und ergonomisch

Die athletische Neuauflage des Speedfight wird bereits durch seine ergonomische Sitzposition deutlich. Der Schwerpunkt des Rollers ist außergewöhnlich niedrig aufgrund des tiefliegenden Kraftstofftanks; im Verbund mit einer verstärkten 32 mm Hydraulik-Gabel (alle LC und Sonderserien) wird somit eine außergewöhnliche Handlichkeit und Straßenlage erreicht.

Daten zur Performance: Zur Markteinführung stehen zwei 50cm³ / 2-Takt-Motoren zur Verfügung, die im Vergleich zum Vorgänger höhere Leistungswerte bieten:

- luftgekühlt: Erhöhung des maximalen Drehmomentes von 4,2 auf 4,6 Nm.

- wassergekühlt: Anstieg bei Motorleistung (von 3,8 auf 4 kW) und Drehmoment (von 4,8 Nm auf 5,5 Nm).

Trotz seiner Leistungsorientierung stand das Thema Sicherheit beim neuen Speedfight gemäß den Grundsätzen der Marke Peugeot ganz oben auf der Prioritätenliste bei der Entwicklung. Somit setzt er auch hier Ausrufezeichen im Markt und bietet eine der besten Bremsanlagen in diesem Segment an: eine 215 mm große Shuricane-Bremsscheibe vorne mit einem 4-Kolben-Radialbremssattel sorgen bei allen Versionen für drei ausgezeichnete Verzögerungswerte. Am Hinterrad kümmert sich um eine 190 mm-Bremsscheibe (LC-Variante) um die notwendige Negativbeschleunigung. Die luftgekühlte Version des Rollers bringt 104 Kilogramm Leergewicht auf die Waage, die wassergekühlte Version wiegt drei Kilogramm mehr.

Komplett digitales Cockpit

Zusätzlich zu seinem sportlichen Temperament verfügt der neue Speedfight über neueste technische Ausstattungsdetails im Sportrollerbereich. So besitzt er z.B. ein komplett-digitales Cockpit und eine integrierte Befestigungsmöglichkeit für Smartphones samt 12-Volt- bzw. USB-Anschluss, so dass der Fahrer praktisch ständig online bleiben kann.

Bereits zur Markteinführung besticht der neue Speedfight durch eine große Variantenvielfalt: Die Grundversion basiert auch dem „Coupe franche“-Designprinzip, bekannt aus dem Peugeot-Automobilbereich (z.B. der neue Peugeot 208 GTI 30th). Dabei bildet das schwarze Heck (Pearly black) mit seinem Heckspoiler einen auffälligen Kontrast zum Frontbereich – ein sehr radikaler und innovativer Stil. Erhältlich ist die Grundversion in 3 neuen und auffälligen Farben: Fluo Apple Green, Flat 6 Red und Bleu France.

Drei Sonderserien

Drei spezielle Sonderserien ergänzen das Angebot bei der Markteinführung. Es sind dies: Iceblade und Darkside, die bereits beim Vorgängermodell verfügbar waren, und die neue, sehr hochwertige Version Pure.

Iceblade: Diese spezielle Serie in Weiß soll keinen Raum lassen für irgendwelche Zweifel. Mit seiner Monocoque-Abdeckung, den Trittbrettern aus Aluminium, den roten Lufteinlässen, dem Sportauspuff und den kontrastreichen roten Felgenbändern auf schwarzen Felgen, zeigt diese Version seine sportlichen Qualitäten in Perfektion.

Darkside: Der Darkside hat einen sportlich-aggressiven Look und ist in seiner Pearly-black Lackierung zugleich zurückhaltend. Mit der titanfarbenen Scheinwerferumrandung, den Trittbrettern aus Aluminium, dem Sportauspuff und der Monocoque-Abdeckung macht er keinen Hehl aus seinen Absichten.

Pure: Diese hochwertige Sonderserie zeigt, dass Sport und Eleganz zwei vollkommen kompatible Konzepte sein können. Inspiriert durch verschiedene Spitzenprodukte bei Motorrädern, spielt der Pure auf Sinnlichkeit –ausgedrückt durch verschiedene goldfarbene Applikationen (Scheinwerferumrandung, verschiedene Karosserieelemente, Felgen), gepaart mit sportlichen Noten (Sportauspuff etc.).

Das sagt der Deutschland-Chef

Optimistisch äußert sich Volker Klein, Geschäftsführer Peugeot Motocycles Deutschland GmbH, zum neuen Speedfight 4: „Der neue Speedfight ist für uns eine Revolution aber gleichzeitig auch eine Evolution im Vergleich zu seinen legendären Vorgängern. Revolution, weil wir doch insbesondere am Frontdesign und der Ausstattung neue Wege beschritten sind – Evolution, weil wir bestehende Qualitäten der Speedfight-Reihe aufgegriffen und verfeinert haben. Wir sind sicher, dass er neben dem neuen Django für frischen Wind im 50er-Segment sorgen wird. Produktseitig sind wir jedenfalls hervorragend aufgestellt. Ermutigt werden wir bei unserer Einschätzung natürlich von der extrem positiven Resonanz nach Vorstellung des neuen Speedfight auf der letztjährigen EICMA-Show in Mailand.“

Die Preise für den neuen Speedfight4 (UVP, inkl. Nebenkosten):

- 2 Takt, luftgekühlt: 2.199 Euro;

- 2 Takt, wassergekühlt: 2.399 Euro;

- Darkside 2 Takt, luftgekühlt: 2.399 Euro;

- Darkside 2 Takt, wassergekühlt: 2.599 Euro;

- Iceblade 2 Takt, luftgekühlt: 2.399 Euro;

- Iceblade 2 Takt, wassergekühlt: 2.599 Euro;

- Pure 2 Takt, luftgekühlt: 2.399 Euro;

- Pure 2 Takt, wassergekühlt: 2.599 Euro.

Fazit: Mit dem Peugeot Speedfight4 haben die Händler der französischen Marke wieder ein gutes Verkaufsargument in der Hand, um den generell über das gesamte Markenspektrum schwächelnden 50er-Rollermarkt wieder zu beleben. Wie immer zur Markteinführung gibt es polarisierende Meinungen von Endverbrauchern vor allem zu Design, Look and Feel. Gut, dass der deutsche Importeur bereits im Design-Entwicklungsstadium so genannte Clinic-Tests durchgeführt hat, um Feedback über den Geschmack des deutschen Marktes zu bekommen und entsprechend Einfluss auf die Optik nehmen zu können. Nun werden vor allem die jüngeren Kunden entscheiden, ob der neue Speedfight4 seine Erfolgsgeschichte im Markt fortschreiben kann.

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