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Peugeot: Street-Tango mit dem Django

Mit dem Roller Django (zwei 50er-Varianten, 125er und 150er) feiert Peugeot Motocycles sein 60-jähriges Zweiradjubiläum. »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner ist diese Reminiszenz auf zwei Rädern in Neuss Probegefahren.

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Von wegen Dino: Peugeot fertigt seit 60 Jahren neben Autos auch Zweiräder.
Von wegen Dino: Peugeot fertigt seit 60 Jahren neben Autos auch Zweiräder.
(Foto: Stephan Maderner)

Die deutsch-französische Truppe von Peugeot Automobil und ihre Kollegen von der Zweiradfraktion verstehen was davon, ihre Produkte in Szene zu setzen. „Très chic“ können wir da nur konstatieren: Als Kulisse für die Präsentation des neuen 108er und der fahrerischen Weltpremiere für den Roller Django diente der Sandhofsee in Neuss. Zu Gast waren wir auf dem Tauchclub Pulchra Amphora. In den Baggersee hinein ragte eine kleine Seebühne, auf dem der kleine flotte Franzosenflitzer mit der Modellbezeichnung 108 stand. Klar, dass wir zum Fotoshooting mit Peugeot Motocycles Deutschland-Geschäftsführer Volker Klein einen himmelblauen Django dazugestellt haben. Der Neo-Retro-Roller, der die Design-Gene der allerersten Peugeot-Roller mit der Produktbezeichnung S 55 und S 57 in sich trägt, wird ab Oktober in den Handel kommen. Mit einem attraktiven Preis und genialen Individualisierungsmöglichkeiten für die Kunden. Details folgen sogleich.

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Rückblende: 1954

Die Fahrzeuggattung Roller entwickelte sich in Europa erst in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Der französische Autobauer Peugeot präsentierte sein erstes Modell, den S55, auf dem Pariser Salon. Das war Ende 1953. Stark geprägt vom Automodell 203 lautete der damalige Werbeslogan für den Peugeot-Roller „ein kleines Auto mit zwei Rädern und zwei Plätzen“. Ausgestattet mit einer Vielzahl an praktischen Vorteilen und einer durchdachten Ausstattung, zeigte der Roller damals schon ein raffiniertes Gesicht.

Seit 1954 wurde dieses Modell als erster Scooter von Peugeot verkauft, kurze Zeit später verfeinert durch das Modell S 57. Mit dem neuen Django taucht Peugeot Scooters ein in seine Historie, um die Zukunft neu zu erfinden.

Volker Klein sieht gute Chancen, dass der Neo-Retro-Roller Django vom Boom in einem wachsenden Segment profitieren wird. Hauptsächlich deutsche und holländische Kunden fahren auf die Retroschiene ab.

Die zehn Pluspunkte des Django

Schon der Django auf den ersten Blick lässt zehn gute Verkaufsargumente zu:

1. Retro-Modernes Design;

2. Modellfamilie mit vier Ausstattungsvarianten;

3. Der maßgeschneiderte Django-Identity – es lebe der Unterschied: Insgesamt dienen sechs verschiedene Elemente zur Personalisierung des Scooters (Rückspiegel, Sitzbank Fahrer/Sozius, Motorisierung, obere und untere Karosserieelemente, Zierleisten sowie beleuchtetes Peugeot-Logo);

4. Halbdigitales Cockpit;

5. Vier Motoren – leistungsstark und ökonomisch (50er Zweitakt 3 kW, 50er Viertakt 2,7 kW, 125er 7 kW, 150er 8,3 kW).

6. Peugeot SBC-Bremsanlage (SBC = Synchro Braking Concept; nur bei 125er und 150er-Version);

7. Vielzahl an Verstaumöglichkeiten;

8. Optimierte Ergonomie;

9. Komfortbetont;

10. Große Auswahl an Zubehör.

Kunden können sich ihren individuellen Django_ID in Kürze im Netz konfigurieren. Sie können wählen unter den Ausstattungsvarianten Héritage, Evasion, Sport und Allure, vier Motorisierungen, 22 Farben, drei Rückspiegeln, sieben Sitzbänken, zwei Zierleisten, einem beleuchteten Markenlogo und zwanzig Accessoires. Bestellt, fakturiert und ausgeliefert wird ausschließlich über den Peugeot-SAcooter-Vertragshändler. Von den insgesamt 500 Peugeot-Händlern sind laut Klein rund 150 „aktiv“ zu nennen. Sie stehen für 80 Prozent der Umsätze.

Peugeot Django
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Die Einführungspreise (UVP auf Basis 2014):

- 50er 2T (2.549, 2.749 und 2.949 Euro; von Ausstattungslinie Héritage, Evasion/Sport und Allure);

- 50er 4T (2.549 bis 2.949 Euro);

- 125er (3.199, 3.499 und 3.699 Euro);

- 150er (3.599 Euro, Sport, 3.799 Euro, Allure).

Fazit: Der Django ist ein echter Hingucker. Das Retrodesign wird durch eine hochwertige Optik, angelehnt an die Peugeot-Historie, unterstrichen. Die moderne LED-Lichtanlage und die Vielzahl an Anbauteilen aus Chrom und/oder Alu unterstreichen den genialen Look des Rollers. Der Motor in der 150er-Version ist kraftvoll und hängt geschmeidig am Gas. Die Bremsen packen zuverlässig zu. Die Sitzbank ist bequem und Platz für seine Siebensachen findet man praktisch überall. In einem der beiden abschließbaren Handschuhfächer gibt es eine nützliche 12-Volt-Steckdose zum Einstöpseln von iPhone & Co. Sieht toll aus, wenn Peugeot die Vergangenheit mit der Zukunft paart. Mein Tipp: Unbedingt anschauen in den Showrooms der Händler. Und noch zwingender: Probefahren! Allez les bleus, das funktioniert bei den Franzosen im Fahrzeugbau besser als auf dem Fußballplatz!

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