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Piaggio Gita und Kilo: Autonomer Fiffi

Autor / Redakteur: Thilo Kozik/SP-X / Elena Koch

Piaggio entwickelt in Amerika Mobilitätslösungen ohne Rücksicht auf Zweirad-Traditionen. Heraus kommen autonome Lösungen fürs Trottoir.

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Noch mehr Platz, nämlich 120 Liter, bietet das autonome Vehikel Kilo.
Noch mehr Platz, nämlich 120 Liter, bietet das autonome Vehikel Kilo.
(Bild: Vespa)

Der italienische Zweiradkonzern Piaggio unterhält seit 2015 in Boston/Massachusetts ein Entwicklungszentrum für Zukunftsmobilität, Piaggio Fast Forward (PFF) genannt. Mit den beiden autonomen Vehikeln Gita und Kilo hat das Unternehmen Anfang Februar seine ersten Projekte veröffentlicht, die weit über das Betätigungsfeld des Mutterkonzerns hinausgehen: Dabei handelt es sich um selbstfahrende Fahrzeuge, die ihre Umwelt erkennen und mit ihr kommunizieren können. Ähnlich einem Segway hält der Körper das Gleichgewicht, während die beiden integrierten Räder elektrisch angetrieben werden.

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Folgt ihrem Besitzer mit bis zu 35 km/h

Über einen Fingerabdruck-Scanner werden die Fahrzeuge aktiviert und mit ihrem Besitzer elektronisch verknüpft, so dass sie diesem bis zu einem Tempo von 35 km/h folgen können. In einem hinterlegten Raum sind sie sogar in der Lage, sich selbstständig fortzubewegen. In ihrem Inneren bieten sie eine große Ladekapazität, der zweirädrige Gita kann bis zu 18 kg transportieren, der stabile, mit einem dritten Stützrad versehene Kilo schafft sogar bis zu 100 Kilogramm Zuladung bei 120 Liter Ladevolumen. Umlaufende LEDs sorgen dafür, dass die Vehikel auch in der Nacht gut sichtbar bleiben.

Gita und Kilo sollen den Aktionsradius und die Mitnahmekapazität des Menschen vergrößern, sind aber als Mobilitäts-Plattform gedacht, die den unterschiedlichsten Anforderungen in den verschiedensten Szenarien angepasst werden kann. Wann die PFF-Fahrzeuge serienreif und käuflich sein sollen, ist noch nicht bekannt.

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