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Piaggio Group: EU verteidigt Exklusivität der Vespa

| Autor / Redakteur: Nika Lena Störiko / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Die italienische Piaggio-Group kämpft erneut gegen ein Plagiat, diesmal aus China. Zum Schutz der Vespa Primavera wurden allein in den vergangenen zwei Jahren über 50 Verfahren gewonnen.

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Da der klassische Stil der Vespa immer wieder kopiert wird, kämpft Piaggio stets gegen Plagiate.
Da der klassische Stil der Vespa immer wieder kopiert wird, kämpft Piaggio stets gegen Plagiate.
(Bild: Piaggio)

Nicht ohne Stolz teilt der italienische Rollerhersteller, die Piaggio Group (PIA.MI) mit, sich erfolgreich gegen die Produktion von Rollern, die der Vespa ähneln, zur Wehr gesetzt zu haben. Ein chinesisches Unternehmen hatte nach Angaben von Piaggio versucht, das Design seiner Roller auf Basis eines Geschmacksmusters zu legalisieren.

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Die Fahrzeuge seien 2019 auf der internationalen Zweiradmesse Eicma in Mailand ausgestellt worden. Auf Antrag von Piaggio wurden diese damals durch die zuständigen Behörden aus der Ausstellung entfernt. Das dafür eingetragene Geschmacksmuster wurde jetzt vom Amt für geistiges Eigentum der Europäischen Union – Euipo – geprüft und für ungültig erklärt. Die Euipo sah sich nicht in der Lage, bei dem chinesischen Modell einen anderen Gesamteindruck im Vergleich zum geschützten Design der Vespa Primavera festzustellen. Sie wies darauf hin, die Eintragung stelle einen unrechtmäßigen Versuch dar, die typischen Stilelemente der Vespa zu kopieren.

Die Vespa Primavera ist durch das im Jahre 2013 von der Piaggio Group eingetragene Design, das dreidimensionale Markenzeichen sowie durch Urheberrecht geschützt, das den künstlerischen Wert der klassischen Formgebung der Vespa, einer Stilikone seit 1946, dokumentiert. Das Nichtigkeitsverfahren ist Teil der jahrelangen umfassenden Aktivitäten der Piaggio Group gegen Plagiate. Zu diesen Aktivitäten gehört die permanente Überwachung der Datenbanken mit international registrierten Geschmacksmustern und Marken. Die von Piaggio angestrengten Widerspruchsverfahren hätten allein in den vergangenen zwei Jahren zur Löschung von über 50 durch Drittanbieter eingetragenen Handelsmarken geführt.

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