Probefahrt mit dem neuen Heidenau K 60 Scout

Der Enduroreifen ist jetzt in BMW- und KTM-Größen erhältlich

| Autor: Jan Rosenow

Der Heidenau K 60 Scout hat eine Freigabe für die neue BMW R 1200 GS.
Der Heidenau K 60 Scout hat eine Freigabe für die neue BMW R 1200 GS. (Foto: Rosenow)

Die Reiseenduro-Spitzenklasse von BMW und KTM nutzt einen 170er Hinterreifen. Wie sich der Heidenau-Enduroreifen K 60 Scout in dieser Größe fährt, hat »bike und business« exklusiv ausprobiert.

Mit dem Enduroreifen K 60 Scout hat sich der sächsische Reifenproduzent Heidenau eine eigene Nische eröffnet, in der er ohne echte Konkurrenz ist. Der K 60 Scout bietet sichere Fahreigenschaften und eine hohe Laufleistung auf Asphalt, eignet sich aber trotzdem für Geländefahrten und sitzt somit genau an der Schnittstelle zwischen Straßen- und echtem Stollenprofil.

Das Produkt ist mittlerweile weltweit erfolgreich und hat sich zu einem wichtigen Umsatzbringer für das Werk entwickelt. Klar, dass der Anbieter auf Trends in der Motorradtechnik reagieren muss, um diesen Erfolg abzusichern – beispielsweise auf neue Reifendimensionen für die beliebten Großenduros.

Bereits auf der Intermot 2014 hat Heidenau sein Vorzeigeprodukt in den Größen 120/70 B 19 und 170/60 B 17 vorgestellt – passgenau für die BMW R 1200 GS sowie die KTM 1190 Adventure. Der Reifen hat Freigaben für diese Maschinen und darf wegen seiner M+S-Markierung legal auf den bis zu 250 km/h schnellen Bikes gefahren werden. Mit der speziellen Diagonalgürtelkonstruktion ist immerhin ein Top-Tempo von 190 km/h möglich.

Nach einer aufwendigen Test- und Erprobungsphase ist der Reifen nun verkaufsbereit. Mittlerweile lassen sich die Sachsen nicht mehr von Messeterminen oder Anfragen von Motorradzeitschriften dazu drängen, einen Reifen möglicherweise verfrüht freizugeben. Erst wenn erste Alltagserfahrungen vorliegen, wird das Produkt offiziell präsentiert und in den Handel gegeben. Sicher ist sicher. Neben den Heidenau-Testfahrern geben private Motorradfahrer dem Hersteller ihre Erfahrungen weiter. Auch das Testzentrum der Motorpresse Stuttgart mit Werner „Mini“ Koch an der Spitze arbeitete bei der Entwicklung mit.

Erstaunlich viel Grip auf trockenem Asphalt

Auf einer ersten, exklusiven Testfahrt konnte sich »bike und business« von den Qualitäten des neuen Reifens überzeugen. Heidenau-Vertriebsleiter Pierre Schäffer und PR-Mann Markus Olejnick hatten sich einen Nachmittag freigeschaufelt und eine attraktive Tour durch Elbtal und sächsische Schweiz ausgetüftelt. Auf den kurvenreichen Straßen südlich von Dresden zeigte der Reifen, dass er nicht weniger Grip aufbaut als ein herkömmlicher Straßenreifen. Die robuste Optik mit dem großen Negativanteil beeinträchtigt die Asphalteigenschaften also nicht – jedenfalls, solange man die Straße nicht mit einer Rennstrecke verwechselt. Einzige Eigenheit: In Schräglage gibt es einen kleinen Kippeffekt, wenn der Reifen von der durchgehenden Mittelrippe in das Stollenprofil wechselt.

Nassgrip, Geländeeignung und Laufleistung konnten wir zwar nicht testen, aber hier sei auf eine Vielzahl von Reiseblogs und Internetseiten verwiesen, in denen Motorradfahrer über ihre Erfahrungen berichten. Der Hersteller arbeitet aktiv mit privaten Weltreisenden und Reiseanbietern zusammen. Auf www.heidenau.com sind deren Internetseiten verlinkt.

Im Vertrieb setzt der sächsische Anbieter voll und ganz auf den Großhandel und liefert nicht direkt an Internetshops. Für seinen Service hat das Werk schon viel Lob von den Motorradhändlern erhalten, beispielsweise mehrfach den ersten Platz bei der »bike und business«-Händlerumfrage Best Brands.

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