Suchen

Quad Stadel Schwab: Vier gewinnt!

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Martina Eicher

Quad Stadel Schwab gewann beim »bike und buiness«-Award „Motorradhändler des Jahres 2014“ in der Kategroie Quad/ATV.

Firma zum Thema

Nische in der Nische: Mit Quads und ATVs haben sich Joachim Schwab und seine Frau ein veritables Standbein geschaffen – Glückwunsch!
Nische in der Nische: Mit Quads und ATVs haben sich Joachim Schwab und seine Frau ein veritables Standbein geschaffen – Glückwunsch!
(Foto: Steffen Dominsky)

Nicht nur die Wege des Herrn sind oftmals unergründlich: Auch wie man Anfang der neunziger Jahre auf die Idee kommt, aus den fernen USA eine Fahrzeuggattung zu importieren, die hierzulande offenkundig niemand braucht, ist nicht ganz einfach nachvollziehbar. Angefangen hatte alles mit der Liebe zu einem in unseren Breitengraden scheinbar ebenso nutzlosen Vehikel namens Pick-up. Einen solchen suchte Joachim Schwab in den Staaten für einen Kumpel – nebst Deko für die große leere Ladefläche. Der Zufall wollte es, dass ihm bei seiner Suche ein merkwürdiges Ding ins Auge stach. Ein Ding, auf dem man „reiten“ kann, das jede Menge Bumms hat und zugleich nach Easy Rider riecht! Vier Räder auf vier Rädern: Das passt viel besser als historischer Westernsattel und Strohballen, sagte sich der Franke.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Am Anfang herrschte echte Goldgräberstimmung

Das Problem: Schwab hatte nicht nur eine Idee gehabt, er hatte sich mit dieser gleich mit dem Quad-Virus infiziert. Und: Er wollte sofort missionieren, andere verbrennungsmotoraffine Menschen mit dem Ritt auf vier Rädern anstecken. Die Lösung: Kaum wieder zu Hause angekommen, schnappte sich der Speditionsinhaber kurzerhand 100.000 Dollar und kehrte flux zurück ins Land der unbegrenzten Shoppingmöglichkeiten. Die Einkaufstournee nahm ihren Lauf. Während Schwab sein Zimmer mit Motoren und anderen „Kleinteilen“ auffüllte, belegten immer mehr Quads am Stück den Hotelparkplatz. Schnell war der erste Container voll.

1993 kamen die ersten neuen Fourwheeler in der Nähe von Nürnberg an. Was mit „zaghaften“ 63 Stück begann, entpuppte sich kurzerhand als Erfolgstsunami. „Das war wie mit Autos nach der Grenzöffnung. Wir haben die Dinger nicht verkauft, wir haben sie verteilt“, blickt der Selfmade-Umsatzmillionär zurück. An einem Samstag verkaufte er gleich sechs neue Can-Am-Modelle. Nachschub holte er sich aus dem „nahegelegenen“ Saint-Tropez; nur dort standen noch welche dieses Typs. Doch auch sie waren am darauffolgenden Wochenende gleich wieder „aus“. Also wieder nach Frankreich ...

(ID:43419889)