Rabattlos Motorräder verkaufen: „Es gibt nix, was es it scho amol gea hat“

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Communications Group)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 32/II), Folge 713: Philosophiert habe ich am vergangenen Freitag zum Thema „Alle Fahrzeuge zum selben Preis, egal wo man sie kauft. Erst einmal eine gute Idee? Oder ein Albtraum?“ Die Reaktion kam prompt, von einem Urgestein...

der Branche: Stefan Harisch, Leiter Schmierstoffe/Motorrad der Elchinger Meneks AG (Marken: Bel-Ray, Ipone). Übrigens: Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle auch an eine weitere Branchengröße: Kurt Peil von Econ Werkstattausrüstung. Er feiert in diesen Augusttagen seinen 70. Geburtstag. Doch zurück zum Eingangssujet „Der Traum vom rabattlosen Motorradverkauf“.

Der Traum vom rabattlosen Motorradverkauf

Der Traum vom rabattlosen Motorradverkauf

02.08.19 - Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 31), Folge 711: Bei meiner letzten Sonntagslektüre stach mir folgende Überschrift ins Auge: Mercedes-Benz testet in Schweden den rabattlosen Autoverkauf. „Der Preis ist fix“, egal ob beim Online-Verkauf oder beim klassischen Vertrieb... lesen

Dazu schrieb mir eben der Ölmanager Stefan Harisch: „Servus Stephan, so ein ähnliches System hat es bereits Anfang der 80er Jahre bei Suzuki Motorrad gegeben, das sogenannte „Agentursystem“. Die Motorräder wurden direkt von Suzuki, über den Händler, an den Endkunden verkauft, immer zu den gleichen Preisen. Dies musste durch Einsendung des Kaufvertrags nachgewiesen werden.

Der Händler hat als Agent funktioniert und dafür eine Provision erhalten. Klingt in der Theorie sehr gut und einfach. Aber funktioniert nicht, denn die Händler haben sich sehr schnell Tricks einfallen lassen, um an die Provision zu kommen, sie haben zum Motorrad einfach einen Helm, einen Lederkombi oder einen Gutschein für die Werkstatt dazugegeben, um den Endkunden zu animieren, bei ihnen zu kaufen. Insgesamt hat dieses System weder dem Händler noch dem Endkunden etwas gebracht. Dies war auch das Erste, was die Japaner abschafften, als sie 1984 die Motorradabteilung wieder selbst übernahmen.

Wie so oft funktionieren gute Ideen nur in der Theorie, sobald der Faktor Mensch mit eingreift, nimmt dies eine eigene Dynamik an. Eine alte schwäbische Weisheit sagt: ,Es gibt nix, was es it scho amol gea hat'. Viele Grüße, Stefan.“

Danke lieber Stefan für diesen Beitrag. Da hast du uns an Deinem Branchenwissen und deinem in über 40 Jahren in der Zweiradbranche erarbeiteten Wissens- und Erfahrungsschatz teilhaben lassen. Prima und weiterhin viel Power und Erfüllung im Business, es ist dein Lebenswerk!

In eigener Sache

Persönlich ans Herz legen möchte ich Ihnen an dieser Stelle zwei Dinge: Zum einen die Premiere meiner Classic Bike Days vom 27. bis 29. September in Eibelstadt bei Würzburg (Hotel Kapellenberg). Das wird ein Fest für Old- und Youngtimerfans! Wie gewohnt kombinieren wie bei diesem Event fachlichen Input, Technik, Spaß am Fahren, Kultur und Netzwerken. Eine einmalige Chance, sich über die Trends in einem immer wichtiger werdenden Geschäftszweig der Zweiradbranche auf den neuesten Stand zu bringen.

Das wird ein fachliches Fest für jeden Oldtimer-Profi

Das wird ein fachliches Fest für jeden Oldtimer-Profi

26.07.19 - Wertschätzung für die Schätzchen auf zwei Rädern: »bike und business« organisiert einen hochkarätigen Branchenaustausch zum Thema Oldtimer – mit Ausstellung, Fachkongress, Workshops, Diskussionen sowie All-Inclusive-Unterhaltungs- und Eventprogramm. lesen

Dazu haben wir ein fachliches Vortragsprogramm vom Allerfeinsten vorbereitet. Es sprechen u.a. Stephan Lehnen, Präsident des Deutschen Oldtimer Clubs und Andy Schwietzer, Kurator beim PS.Speicher Einbeck. Seine beiden Vorträge lauten: „Meilensteine der Motorradgeschichte: Streifzug durch die Motorradhistorie entlang der wichtigsten Modelle“ und „Klassische Motorräder: Zeiträuber oder Garagengold? Kategorien, Einordnung, Typen und Marken: Wertzuwächse oder Verluste?“ Außerdem hat Klaus Limbächer von Limbächer & Limbächer sein Kommen zugesagt. Er wird sich meinen Interviewfragen auf der Bühne stellen und über seine Aktivitäten in der Klassikabteilung zu berichten. Selbstverständlich nimmt er auch an der Oldtimerausfahrt am Samstag teil.

Weitere Themen auf der einzigartig organisierten B2B-Motorrad-Old- und Youngtimerausfahrt mit fachlichem Rahmenprogramm: Worauf ist zu achten bei der Hereinnahme dieser alten Schätzchen? Welche rechtlichen Fallstricke bei Kaufverträgen gilt es zu beachten? Spezielles Augenmerk legen wir auch auf die Youngtimer (Baujahr 1999 und älter) und das Thema Wertgutachten. Seien Sie mit dabei und verbunden Nützliches mit Schönem. Man kann auch auf Mopeds mitfahren, die im 21. Jahrhundert geboren sind (nimmt dann nur nicht an der Oldtimer-Wertung teil). Der arbeitsame Teil der Veranstaltung wird mit einer wunderschönen Ausfahrt durch Mainfranken und den Steigerwald sowie kulinarische Köstlichkeiten aus der fränkischen Küche abgerundet. Eine Weinprobe darf bei einer solchen Location natürlich auch nicht fehlen.

Powerfrauen gesucht

Wie immer können Sie die Kosten für die »bike und business«-Veranstaltungen von der Steuer absetzen. Das Finanzamt wertet die Teilnahme als betrieblich bedingte Weiterbildung und damit als Sonderausgabe. Hier geht's zur Anmeldung.

Und die zweite Herzensangelegenheit ist mir der Award „Bike Woman of the year“, den wir dieses Jahr im November zum fünften Mal an starke Frauen aus der Branche verleihen. Am 30. August ist Einsendeschluss für die Bewerberinnen (ich drücke auch ein Auge zu, wenn das Bewerbungsfilmchen und der mit Leben gefüllte Fragenkatalog erst am 2. September bei mir ankommt).

Was Sie tun müssen, um aufs Treppchen zu kommen, finden Sie auf unserer Landingpage. Vor allem lesen Sie dort auch, welche Vorteile eine Teilnahme für Sie hat und welche mediale Außenwirkung diesem Wettbewerb in seinem fünften Jahr inzwischen innewohnt. Es lohnt sich. Also frisch ran ans Werk: Zeigen Sie uns Ihre beruflich wie persönlich motivierte Begeisterung fürs Zweiradbusiness. Film ab!

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