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Reevu: die Zukunft im Kopf

Die Markteinführung des ersten Motorradhelms mit der Zukunftstechnologie „Head-up-Display“ rückt in greifbare Nähe. Die Entwicklungsabteilung von Reevu, dem britischen Produzenten von Helmen mit integriertem Rückspiegel-System, hat bereits einige Funktionsmodelle gebaut.

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Die britische Helm-Marke Reevu kümmert sich intensiv um moderne Technologien.
Die britische Helm-Marke Reevu kümmert sich intensiv um moderne Technologien.
(Foto: Reevu)

Der Start des ersten, noch dazu bezahlbaren, Motorradhelms mit der Zukunftstechnologie Head-up-Dsplay rückt in greifbare Nähe. Walter Koelemann vom deutschen Importeur Reevu Deutschland mit Sitz in Remscheid teilt mit, dass die Entwicklungsabteilung von Reevu, dem britischen Produzenten von Helmen mit integriertem Rückspiegel-System, bereits einige Funktionsmodelle gebaut hat. Dabei greifen die Entwickler auf die eigenen bestehenden Patente zurück und nutzen das optische System der aktuellen Reevu-Helme zur Projektion relevanter Informationen aufs Visier.

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In den bereits erhältlichen Reevu MSX1-Integral- (299 Euro) und FSX1-Systemhelmen (399 Euro) wird das durch eine Öffnung im hinteren Helmbereich einfallende Bild mehrfach durch die Helmschale projiziert und fällt schließlich auf eine kleine Spiegelfläche oberhalb des eigentlichen Sichtfelds. Über diese bestehende optische Konstruktion können natürlich auch andere Daten projiziert werden. Die müssten zukünftig nicht mehr im kleinen Spiegel betrachtet werden, sondern könnten gleich im oberen Teil des Visiers sichtbar sein.

Mögliche Anwendungsgebiete sind vor allem Navigation, aber auch telemetrische Daten des eigenen Motorrads. Im Rennsport ergeben sich ebenfalls ganz neue Perspektiven, denn Rundenzeiten und Abstände könnten dann dauerhaft vom Fahrer eingesehen werden ohne den Blick von der Strecke nehmen zu müssen.

Noch ist die Entwicklung nicht abgeschlossen, aber das Unternehmen ist zuversichtlich nach dem Rückspiegel, den auch zunächst niemand für möglich hielt, nun das erste Head-up-Display in einem Helm schon bald zur Marktreife zu bringen. Dabei ist ein Preis von unter 1.000 Euro für einen solchen Helm angestrebt.

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