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Rhönmotor: Big bikes, nice business

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Martina Eicher

Tagelang kein einziger Kunde im Showroom, keine 100 Neumaschinen im Jahr – und das macht Spaß? „Na klar!“, sagt man da bei Rhönmotor. Man muss eben nur auf die richtige(n) Marke(n) setzen und diese mit seinen Kunden intensiv leben, dann kommt der Erfolg wie von allein – fast. Seine Strategie bescherte Axel Wieden und seinem Team beim »bike und business«-Award „Motorradhändler des Jahres“ 2016 einen Platz unter den Top Five.

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Vor nicht allzu langer Zeit noch das Verkaufshaus eines Raumausstatters, jetzt die Heimat von Familie Wiedens Bike-Store für Kunden mit amerikanischem Geschmack.
Vor nicht allzu langer Zeit noch das Verkaufshaus eines Raumausstatters, jetzt die Heimat von Familie Wiedens Bike-Store für Kunden mit amerikanischem Geschmack.
(Bild: Steffen Dominsky)

Wer als Quereinsteiger einen Zweiradbetrieb übernimmt, im Jahr 400 Maschinen verkauft und letztendlich draufzahlt, der hat entweder keine Ahnung vom Geschäft oder auf’s falsche Pferd gesetzt bzw. dem wurde ein lahmer Gaul angedreht. Bei Axel Wieden war wohl Letzteres der Fall. Denn dass der 52-Jährige sich sowohl mit der Technik als auch mit dem Verkauf von Fahrzeugen auskennt, davon zeugen seine Ausbildung und langjährige Erfahrung als Kfz-Meister sowie als Verkaufsleiter bei einer deutschen Premium-Automobilmarke. Die sammelte er bis 2009. Dann beschloss er, die Leidenschaft zum Beruf zu machen, und wurde Bike-Händler.

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Auch wenn die Zweiradwelt groß ist, passt nicht alles zu jedem

„Da quasselst du dir im Verkaufsgespräch den Mund fusselig, nur damit der Typ am Ende einen Internet-Ausdruck aus der Tasche holt und sagt: ‚Hier krieg ich 25 Prozent, für 28 nehme ich sie!‘ – da hast du nicht nur irgendwann keinen Bock mehr drauf, das bringt dich auch wirtschaftlich nicht weiter“, blickt Meister Wieden zurück – auf eine Zeit, die er sowie Frau Melli und Tochter Anna nicht wirklich missen. Selbst der neben der japanischen Hausmarke hinzugenommene Vertrieb von Quads und ATVs, der anfangs sehr gut lief, ebbte schnell ab, sobald der regionale Grundbedarf gedeckt war, und machte somit auch nicht glücklich.

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