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Rock-e-Roller: Rollerfeeling und La Dolce Vita in Leipzig

| Redakteur: Melissa Mager

Kürzlich hat in Leipzig der Rock-e-Roller Store eröffnet. Er ist der erste seiner Art in Deutschland, der ausschließlich E-Roller, E-Scooter und Pedelecs im Angebot habe, so Inhaber Lutz Förster. Zusammen mit seiner Frau Katrin vermittelt er Kunden das Rollerfeeling, das auch sie selbst antreibt.

La Dolce Vita und Rollerfeeling: Wer das möchte muss nur nach Leipzig fahren und dem Rock-e-Roller Store einen Besuch abstatten.
La Dolce Vita und Rollerfeeling: Wer das möchte muss nur nach Leipzig fahren und dem Rock-e-Roller Store einen Besuch abstatten.
(Bild: Agentur ro:stoff media)

Lutz Förster ist schon seit vielen Jahren im Zweirad-Business unterwegs. Sein neues Projekt ist Rock-e-Roller. Und dafür haben er und seine Frau sich etwas ganz besonderes überlegt: In dem erst vor kurzem eröffneten Store in Leipzig werden nur E-Roller, E-Scooter und Pedelecs verkauft. Denn er sehe, dass die Menschen der E-Mobilität sehr positiv gegenüber stünden, das Angebot aber nicht da sei. Es gebe kaum Händler und Werkstätten, die sich an das Thema E-Roller trauen. In Berlin gebe es ein paar gemischte Sachen, aber nichts, wo nur E-Roller und E-Scooter mit Straßenzulassung angeboten würden. Daher dieses besondere Konzept.

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Insgesamt wurden bislang über 100 Fahrzeuge verkauft. Momentan werden Fahrzeuge von sieben verschiedenen Herstellern angeboten: Trinity, Twike, Charly, Kumpan, Tinbot, Lohner und Moovi. Bei den Pedelecs findet man nur eine einzige Marke, genauer gesagt ein Pedelec: Das Stromer Retro-Zweisitzer Pedelec von Lohner. Laut Förster ist Rock-e-Roller momentan der einzige Händler in Deutschland, bei dem man es erwerben kann.

Eine Boutique für E-Roller

Rock-e-Roller ist wie eine Boutique. Nur dass man sich komplett auf den Verkauf von E-Rollern, Scootern und Pedelecs spezialisiert hat. Direkt vor dem Geschäft befindet sich eine Ladesäule, außerdem gibt es noch eine Werkstatt und ein Café.

Der Laden umfasst 296 Quadratmeter auf drei Etagen: Oben gibt es eine Empore mit dem Büro und einem Besprechungsraum. Der Laden befindet sich im Erdgeschoss und im Souterrain die Werkstatt. Demnächst soll der Besprechungsraum auch für Schulungen geöffnet werden.

Weitere Mitarbeiter haben die Försters noch keine. „Ein 24-Stunden Job“, meint Förster, „aber die Kunden sind immer begeistert.“

Im Café bekommen die Kunden echten italienischen Kaffee sowie Pasta. Beides kommt direkt aus Italien und sei in Deutschland nicht zu kaufen. Daneben gibt es individuellen Schmuck, eigens von einer Goldschmiede entwickelt: Halsketten und Ohrringe für die Damen, Revers-Anstecker für den Herrn. Alles aus echtem Silber. Sogar Rollersocken kann man kaufen.

Dieses Jahr hat der Store auch bei der Nacht der Kunst in Leipzig mitgewirkt. Das scheint den Försters so gut gefallen zu haben, dass sie jetzt beschlossen haben, in ihrem Shop vierteljährlich eine Vernissage zu veranstalten. Immer von unterschiedlichen Künstlern. Denn buchen kann man die Räume auch – für Geburtstagsfeiern zum Beispiel.

„Bei Rock-e-Roller wird die Welt um den Roller herum gebaut“, so der Unternehmer. Während des Interviews spricht er mit purer Begeisterung von seinem Laden und den Rollern.

La Dolce Vita

Die ganzen Details des Ladens, der Kaffee, die Veranstaltungen – das alles soll das Gefühl von „La Dolce Vita“ kreieren. Es ist so etwas wie das Motto des Ladens. Denn Roller sind eine Stilsache. Sie sind schön leise und bringen einen dennoch schnell vorwärts. Es ist die Kombination von Modernem und Schönem. Oft kämen auch Personen in den Store, die in ihren Jugendjahren Roller gefahren sind und dieses Gefühl von damals wieder erleben wollen. „Wir möchten erreichen, dass die Menschen das Rollerfahren wieder genießen“, meint Förster.

Die Werkstatt

In der Werkstatt wird sich nicht nur um eigene, sondern auch um Fremdroller gekümmert. Es werden Durchsicht, Reparatur und Pflege angeboten, damit das Fahrzeug auch über Jahre schön bleibt. Momentan arbeiten auch Praktikanten in der Werkstatt und man ist am Überlegen, ob man auch ausbilden soll.

Die Aufnahme neuer Fahrzeuge ins Sortiment ist für den Unternehmer eine persönliche Angelegenheit. Dabei ist ihm die Auswahl des Herstellers sehr wichtig. Er legt Wert darauf, dass er die Fahrzeuge selbst auf Herz und Nieren testet, bevor er den Händlervertrag unterschreibt. Dabei bevorzugt er seriöse Hersteller, die auch den technischen Background ihrer eigenen Händlerpartner checken. Damit geht er sicher, seinen Kunden nachhaltige Produkt anbieten zu können, die sich langfristig am Markt behaupten können. Im Moment stehe er mit weiteren Marken in Verhandlungen.

Pläne für 2020 existieren ebenfalls bereits: Man möchte den Store in Leipzig weiter ausbauen und eventuell in andere Städte expandieren.

E-Scooter als Alternative zum Roller

Diesen Sommer wurde eine große Debatte um die E-Scooter laut. Da stellte sich auch die Frage, ob sie wirklich eine Alternative zu Roller und E-Bike darstellen können. Laut Förster können sie es: Denn es läge nicht an den Scootern sondern an den Fahrern. Viele wüssten nicht, dass in Deutschland erst einige E-Scooter zugelassen sind, was auf die meisten im Handel nicht zuträfe. Die E-Scooter bei Rock-e-Roller haben jedoch alle eine Straßenzulassung. Eine obligatorische Helmpflicht lehnt er ab. Wie beim Fahrrad solle das jeder für sich selbst entscheiden.

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