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Sabine Holbrook: Botschafterin des Bikes

| Autor / Redakteur: Mirella Sidro / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Im Rahmen unserer Serie „Powerfrauen der Branche“ werfen wir dieses Mal ein Auge auf Sabine Holbrook, nebenberufliche Motorradrennsportlerin, Markenbotschafterin von BMW und Midland sowie Marketing-Fachfrau in Sachen Wein.

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Vollgas mit Vollblut: Sabrine Holbrook ist eine echte Powerfrau der Branche.
Vollgas mit Vollblut: Sabrine Holbrook ist eine echte Powerfrau der Branche.
(Foto: Markus Hofmann (white-photo.com))

„Für Mode und Beauty gebe ich kaum Geld aus, weil ich keines habe“, lacht Motorrad-Rennfahrerin Sabine Holbrook, der man eine große Zukunft voraussagt. Das geht nämlich komplett für den Rennsport drauf. Ausgezahlt hat es sich allemal. „Ich fahre als einzige Frau in der Superbike-Klasse. Man kann Frauen, die auf diesem hohen Niveau Motorradrennen fahren, weltweit an zwei Händen abzählen“, sagt sie.

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Die 175 cm große Blondine, die derzeit im Kanton Schaffhausen lebt, ist ein Tausendsassa. Sabine Holbrook erblickte am 18. Februar 1980 in Heidelberg das Licht der Welt. Sie fährt derzeit im Sabine3racing-Team auf einer BMW S 1000 RR um die Alpe Adria Road Racing Championship (AARR) und schlägt sich wacker gegen die starke männliche Konkurrenz. Für diesen Erfolg muss sie auf vieles verzichten. Zeitlich und finanziell ist Urlaub nicht mehr drin. Nebenher arbeitet die Schweizerin im Marketingbereich einer Weinhandlung, kümmert sich um ihre beiden Kinder und den Lebensgefährten. Außerdem ist sie Produktbotschafterin der Marke BMW in der Schweiz sowie für Midland und seit kurzem Instruktorin für Frauen im Töff-Sport, wie die Schweizer ihre Motorräder liebevoll nennen.

„Der Motorsport und alles damit verbundene benötigt fast meine gesamte Zeit. Die Prioritäten haben sich komplett verschoben. Ich finde es fantastisch, dass mich meine Familie dabei unterstützt. Doch wer nicht an sich und seine Fähigkeiten glaubt, kann auch nicht so viel erreichen.“ Zum Motorradsport kam sie indirekt. „Ich wollte schon als Kind Motorrad fahren, durfte es aber von Zuhause aus nicht. Als ich alt genug war, erfüllte ich mir den Traum und kaufte ein Motorrad. Durch ein Fahrsicherheitstraining bin ich auf die Rennstrecke gekommen. Von da an war ich mit dem Racing Virus infiziert.“

Angst hat sie öfters, aber nicht vor dem Motorradfahren. Davor hat sie Respekt. „Ich arbeite sehr hart an mir und an meinen Zielen, damit ich diese erreichen kann. Ich habe schon immer Sport und jahrelang Leistungssport betrieben. Von daher liebe ich den Wettkampf.“ „The greatest glory in living lies not in never falling, but in rising every time we fall“ – diesen Spruch von Nelson Mandela gibt sie jeder Frau mit auf den Weg.

Obwohl die 35-jährige Racerin erfolgreich ist, muss auch sie um Anerkennung in der Männerdomäne Motorsport kämpfen: „Würde man die Namen der besten Motorradsportlerinnen in männliche umwandeln, müssten sie nicht mehr nach einem einzigen Sponsor oder Partner suchen. Da wir uns immer noch mit Männern messen und vergleichen müssen, ist unsere Leistung leider etwas verzerrt. Ich bin tagtäglich konfrontiert mit dem enormen Druck, körperlich in eine ähnliche physische Form wie meine männlichen Kollegen zu kommen. Das ist sehr schwer, weil ein Frauenkörper einfach anders tickt. Dennoch fühle ich mich stark, weil ich weiß, dass ich meine Ziele mit viel Fleiß, Zielstrebigkeit und Ausdauer erreichen kann. Daher rate ich allen Frauen, stetig und ausdauernd an ihren Träumen zu arbeiten. Habt keine Angst davor! Auch nicht vor dem Motorradfahren. If the dream is big enough, the facts don’t count any more.“

Award „Bike Woman of the year“

Hinweis in eigener Sache: In diesem Jahr zeichnen die Fachmedienmarke »bike und business« und Fembike.de, das Portal für die intelligente Bikerin, zusammen mit den Branchenpartnern BMW Motorrad, Hermann Hartje KG und Harley-Davidson die Powerfrauen der Motorradbranche aus. Wir loben den Award Bike Woman of the year aus. Gesucht werden Frauen, die haupt- oder nebenberuflich im motorisierten Zweiradbusiness unterwegs sind.

Im Fokus der Bewertung stehen die Persönlichkeit, die individuellen Akzente im Motorradgeschäft, ihre Vernetzung in der professionellen Motorrad-Community, ihr Social-Media-Wirken sowie der Einklang von Beruf und Familie.

Zeigen Sie uns, mit welch inspirierendem und individuellen Engagement Sie Ihren persönlichen Weg im Zweiradbusiness bisher gegangen sind und weitergehen wollen, wie Ihre Ziele lauten und wo Sie sich auch außerhalb des Berufslebens engagieren.

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