Saisonratgeber: So holt man das Bike aus dem Winterschlaf

Bis zur ersten Motorradtour gibt es noch einiges zu tun

| Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Stephan Maderner

Vor dem Saisonstart: Bis zur ersten Motorradtour gibt es noch einiges zu tun.
Vor dem Saisonstart: Bis zur ersten Motorradtour gibt es noch einiges zu tun. (Bild: Ergo Group)

Bis zum Start der Motorradsaison dürfte es noch ein wenig dauern. Biker sollten die Zeit nutzen. Denn bis zur ersten Ausfahrt gibt es noch einiges zu tun.

Einfach anwerfen und los! So einfach sollten es sich Motorradfahrer nicht machen, wenn sie das Bike aus dem Winterschlaf holen. Vielmehr bieten sich die Wochen vor dem Zweiradfrühling für ein besonders sorgsames Erwecken an.

Zunächst empfiehlt sich eine erste optische Überprüfung. Haben sich Teile gelöst? Sind Spiegel und Anbauteile noch unversehrt? Danach startet man einen genauen Rundum-Check. An den Reifen dürfen keinerlei Beschädigungen sichtbar sein, das Profil sollte noch mindestens 1,6 Zentimeter tief sein. Auch wenn alles ok scheint: Sind die Reifen älter als sechs Jahre, sollten sie in jedem Fall getauscht werden. Beim Kauf neuer Pneus ist darauf zu achten, ob ein bestimmtes Reifenfabrikat in den Fahrzeugpapieren vorgeschrieben ist. Zum Schluss wird der Luftdruck kontrolliert. Der für das Motorrad vorgeschriebene Wert steht in der Betriebsanleitung, bei zehn Jahre alten oder älteren Bikes sollte man aber lieber beim Reifenhersteller nachfragen, ob die Empfehlung noch aktuell ist.

Zweiter wichtiger Punkt auf der Checkliste sind die Bremsscheiben und Beläge. Ist das Bike aufgebockt, können diese leicht auf Rost oder Schäden untersucht werden. Auch die Kontrolle der Bremsflüssigkeit lässt sich schnell erledigen. Ein Austausch ist spätestens dann nötig, wenn die Flüssigkeit nicht mehr gelb sondern braun wirkt.

Bei einem aus dem Winterschlaf geholten Motorrad ist die Kontrolle des Motoröls Pflicht. Auch die mit Öl gefüllten Dämpfer müssen noch absolut dicht sein, um einwandfrei arbeiten zu können. Lohnend ist auch ein Blick auf die Gelenke und Seilzüge. Sie sollten gegebenenfalls geölt, eingefettet und nachgespannt werden.

Bevor man den Motor das erste Mal anlässt, wird die Batterie geprüft. Stimmen Wasserstand und Spannung? Wenn nicht, müssen die Kammern mit destilliertem Wasser nachgefüllt und die Batterien geladen werden. Wer sich eine Einschätzung nicht zutraut, kann zu einer Werkstatt oder einer Prüfstelle gehen – am besten noch vor dem großen Ansturm. Bevor die im Herbst abgeklemmte Batterie wieder eingesetzt wird, sollte man zudem die Pole einfetten, raten etwa die Motorradexperten der Ergo-Versicherung. So lässt sich Rost vermeiden.

Ist das Motorrad schließlich fit, sollte man an sich selbst denken. Die richtige, unbeschädigte Schutzkleidung ist besonders wichtig. Passt diese noch, sollte man es nach der Winterpause erst einmal langsam angehen lassen. Nach der kurzen Kontrollfahrt kann dann endlich der große Ausritt folgen.

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