Saisonstart: Auto contra Bike oder der siebte Sinn

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Foto: Ducati/Collage: Elisabeth Haselmann)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (Kalenderwoche 11/2016/I). Ein aktuelles Stimmungsbarometer aus Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV – ein Radar, das Branchentrends von morgen auf dem Schirm hat.

Würzburg, den 15. März 2016 – Jetzt, wo die Sonnenstrahlen langsam wieder die Oberhand gewinnen und immer mehr Motorradfahrer aus dem Winterschlaf erwachen und die Straßen bevölkern, beginnt alle Jahre wieder eine höchst gefährliche Zeit für Motorradfahrer. Der Grund ist immer wieder der selbe: die Autofahrer haben nach der langen Winterabstinenz das Medium Motorrad einfach noch nicht so richtig auf dem Radarschirm und übersehen ihren Verkehrskollegen Biker leider allzu häufig. Nicht selten sind schlimme und allerschlimmste Unfälle die Folge. Wir Biker sollten in dieser Zeit unsere sieben Sinne noch weiter schärfen und uns noch stärker in der Praxis des vorausschauenden Fahrens üben, die die Fehler anderer antizipiert. Dazu gehört auch, bei den ersten Ausfahrten des Jahres die rechte Gashand erst einmal sehr dosiert einzusetzen. Denn unser Gehirn muss sich wieder an die komplexen Bewegungsabläufe beim Fahren eines Zweirades erinnern, die Synapsen müssen wieder lernen, die richtigen Steuerbefehle zum richtigen Moment weiterzuleiten, um das Motorrad auf der Ideallinie zu halten.

Zum Saisonstart 2016 lautet deshalb mein eindringlicher Appell an Auto- und Motorradfahrer: Nehmt Rücksicht aufeinander! Was mich allerdings zur Weißglut treibt ist, wenn die Medien, wenn es dennoch kracht, die Tatsachen einseitig zuungunsten der Motorradfahrer verdrehen. So geschehen zum Beispiel im Sommer 2015 am Forggensee. Eine 31-jährige Wohnmobilfahrerin übersah beim Abbiegen einen 26-jährigen Motorradfahrer. Er hatte keine Chance, den Aufprall trotz angepasster Geschwindigkeit zu überleben. Und welche Schlagzeile müssen wir lesen? Horror-Unfall: Biker kracht in Wohnmobil – tot! Dabei hätte die Headline genau andersrum lauten müssen!!!

Liebe Kollegen vor allem der Tages- und Boulevardpresse: Ich wünsche mir in der Saison 2016 mehr Objektivität und Aufklärung bei Motorradunfällen. Klar, schwarze Schafe gibt es auch unter Motorradfahrern: zu schnell, zu aggressiv, zu drängelnd. Aber die überwältigende Mehrheit der Biker ist verantwortungsbewusst und vorausschauend auf der Piste unterwegs. Das sollten wir von allen vernünftigen Auto-, Wohnmobil- und Lkw-Fahrern ebenso erwarten dürfen. Im Falle eines Falles haben wir halt keine Knautschzone und keinen Airbag, der unser Leben schützt. Diese Sorgfalts- und Obachtspflicht sollten die Medien bei der Vierradfraktion stärker ins Bewusstsein rücken und den mahnenden Zeigefinger nicht immer nur den Bikern entgegenrecken.

Was sonst noch geschah zu Wochenbeginn? Am Montag Abend großes Schaulaufen der Branche im Stuttgarter Renitenztheater. Die Motorpresse Stuttgart wuppte zum 18. Mal die Preisverleihung anlässlich der Wahl des „Motorrads des Jahres“ über die Bühne. Am gleichen Ort wurden zum elften Mal die „Best Brand“-Marken in 21 Kategorien gekürt. Mehr dazu im nächsten Newsletter-Editorial.

Zwei Top-Events der Branche

Noch 16 Tage bis zum Einsendeschluss des Awards „Motorradhändler des Jahres“ 2016. Nutzen auch Sie noch die relativ ruhige Vorsaisonzeit und bewerben Sie sich; geht auch per Online-Qualifier und unserem Quick-Check. Nicht vergessen: Am Ende füllen Sie bitte auch noch den Kasten mit den Kontaktdaten aus. Es kommt tatsächlich immer wieder vor, dass Kandidaten, die am Check mitgemacht haben, es versäumen, uns zu sagen, wer sie sind. Das ist doch echt blöd! Gerne können Sie auch gleich die Bewerbungsmappe anfordern, dann kennen wir Ihren Namen von Anfang an. Infos dazu gibt es auch auf der frisch upgedateten Homepage.

Letzter Hinweis in eigener Sache, weil es so schön zum Saisonstart und den kletternden Temperaturen passt: Bis zu unserer 11. »bike und business«-Motorradtour sind es gerade mal noch 129 Tage. Tourziel: Saarland, Luxemburg und die Ardennen. Wie immer gibt es auf unserer Ausfahrt Business-Input und Support unserer Sponsoren Santander Consumer Bank, KÜS, CarGarantie Bike und Magura. Zu den Tourförderern zählen bisher Stadler und Rukka (Bekleidung) sowie BMW Motorrad (weitere Unterstützer stehen in den Startlöchern). Basiscamp für die Motorradtour 2016 ist das Hochwälder Wohlfühlhotel am See in Losheim mit atemberaubendem Ausblick und Wellnessoase. Reservieren Sie sich jetzt Ihren persönlichen Platz im siebten Businessbiker-Himmel.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 43933756 / Speedlog)