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Santander macht mobil(e) gegen Autoscout24 & Co.

Santander Deutschland launcht am 15. Juli die Autobörse.de zunächst als Pilotprojekt in NRW mit rund 200 Handelspartnern. Die neue Mobilitätsbörse ist zunächst nur für Autos verfügbar, später auch für Motorräder und Freizeitfahrzeuge.

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Die Santander-Unternehmenszentrale in Mönchengladbach.
Die Santander-Unternehmenszentrale in Mönchengladbach.
(Bild: Santander Consumer Bank)

Die Santander Consumer Bank startet demnächst eine eigene Online-Fahrzeugbörse. Wie Mobilitätsvorstand Thomas Hanswillemenke am Mittwoch vor Vertretern der Fachpresse erläuterte, richtet sich das Angebot zur Teilnahme nicht nur an den Fabrikatshandel, sondern auch an den freien Fahrzeugmarkt.

Die Vision von Autobörse.de ist es, bis Ende 2021 unter den Top-3 bis fünf relevanten Börsen in Deutschland aufzusteigen und als einziger Wettbewerber auf dem Markt eine händlerindividuelle Mobilitätsbörse für den Endkunden darzustellen. Die Autobörse.de gehe über das normale Angebot an Neu- und Gebrauchtwagen hinaus und biete dem Endkunden zukünftig alle Services der Mobilität rund um Autos, Motorräder und Freizeitfahrzeuge an. Die angeschlossenen Handelspartner sollen durch die vertriebsübergreifende digitale Plattform eine höhere Anzahl an gleichzeitig besser qualifizierten Leads bekommen als beim Wettbewerb.

Ziel ist es, ein vollumfängliches Angebot an Mobilitäts-Services für den Endkunden online abzubilden – auf einer einzigen Plattform. Autobörse.de biete dabei mit der „Eco-Suche“ und dem „Budgetrechner“ direkt zu Beginn zwei besonders userfreundliche Features für die Fahrzeugsuche an. Ebenfalls integriert ist der bekannte Finanzierungsrechner Santander Kredit inklusive unverbindlichem Finanzierungsangebot und Vorabbonitätscheck in Echtzeit. Für Händler bietet Autobörse.de automatisierte Dealer-Landing-Pages an, die direkt mit dem ersten Login im System angelegt werden. Diese sind besonders für Händler ohne eigene Website wichtig, aber auch für Händler mit bestehender Website, jedoch ohne Fahrzeugbestandsintegration. Selbstverständlich können auch mehrere Standorte abgebildet werden. Die Pflege erfolgt dabei direkt im Autobörse.de-System.

„Wir haben den Markt eine längere Zeit beobachtet und uns aufgrund vieler Anfragen und Anregungen unserer Handelspartner dazu entschieden, eine eigene Autobörse auf den Weg zu bringen. Die Autobörse von Santander wird aber keine normale Autobörse werden. Unsere Idee und Vision ist es, eine einzigartige Mobilitätsbörse mit offenem Ökosystem anzubieten, die sich durch ihre vielen onlinebasierten Mobilitäts-Services deutlich von anderen Fahrzeugbörsen abhebt und im Ergebnis deutliche Vorteile gegenüber anderen Börsen auf dem Markt bietet. Gleichzeitig unterstützt Santander damit die notwendige Digitalisierung im Handel. Bei der Preisgestaltung haben wir uns für eine leadbasierte Variante entschieden. Das bedeutet, dass der Händler erst für die Nutzung unseres Systems bezahlen muss, wenn ein Lead eingegangen ist – das ist transparent und fair“, sagt Thomas Hanswillemenke, Vorstand Mobilität bei Santander Deutschland.

Bezahlen sollen die teilnehmenden Händler nicht für das Ausspielen der Inserate, sondern für die konkreten Leads. Für die Kontakte soll es zwei Preiskategorien geben. Ist der Lead durch eine Bonitätsprüfung von Santander in Bezug auf das Finanzierungsangebot des jeweiligen Händlers vorqualifiziert, kostet der Lead mehr. Festlegen will sich Thomas Hanswillemenke diesbezüglich erst nach der für die Händler kostenlosen Pilotphase – allerdings deutete der Manager einen „niedrigen zweistelligen Betrag“ an.

Ziel: 3.000 Händler bis 2021

In einer späteren Ausbaustufe des Plattform sollen auch Motorräder und weitere Fahrzeugklassen über den Marktplatz angeboten werden können. Endkunden können schon ab der Pilotphase im Börsenbestand suchen. Im kommenden Jahr sollen diese auch die Möglichkeit haben, Fahrzeuge kostenfrei auf Autobörse.de anzubieten.

Bis Ende 2021 will die Santander 3.000 Händler an Bord und 150.000 Fahrzeuge im Angebotsbestand haben. Zum Vergleich: Juhu Auto (BDK) hat nach über einem halben Jahr rund 120.000 Fahrzeuge in der Datenbank.

Für die technische Umsetzung der Onlinebörse arbeitet Santander mit dem IT-Dienstleister Modix zusammen.

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