Suchen

Schicksalsschläge

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Valeria Schulte-Niermann

Als ich am vergangenen Freitag erfahren habe, dass mein Kollege Jens Badstübner, verantwortlicher Redakteur für das Technik-Ressort der Zeitschrift „Automobilindustrie“, verstorben sei, wollte und konnte ich nicht dran glauben.

Firma zum Thema

(Bild: ©evan_ers/Fotolia.com [M] – Haselmann)

Jens tot? Das kann doch nicht wahr sein. Vor kurzem hatten wir uns noch über unseren nächsten Skatabend unterhalten, zu dem wir uns regelmäßig im Café Klug in Würzburg treffen.

Mit gerade mal 42 Jahren so plötzlich aus dem Leben gerissen zu werden, das ist ein schwerer Schicksalsschlag. Vor allem seine Familie und seine Lebensgefährtin brauchen jetzt Kraft für die Zukunft. Doch auch mir macht Jens allzu früher Tod sehr zu schaffen und ist äußerst schmerzlich für mich. Jens war für mich nicht nur ein liebenswürdiger und geschätzter Kollege, sondern fast schon ein Freund, mit dem ich viele unvergessliche Tischkicker-Runden im Verlag erlebt habe und mindestens ebensoviele geistreiche Skatpartien im Kreis der Kollegen. Jens hatte es in den beiden Sportarten richtig drauf und er hat mich mit seiner natürlichen Art und seinen intelektuell ansprechenden Bemerkungen immer begeistert. Er war eine Quelle der persönlichen wie beruflichen Inspiration. Jens konnte mitreißen und ansteckend fröhlich sein. Ich habe ihn sehr gemocht und werde ihn sehr vermissen. An dieser Stelle halte ich noch einmal inne, denke an meinen verstorbenen Kameraden und seine Familie und wünsche mir im Berufsleben wie im Privaten mehr solche liebens- und glaubwürdige Menschen wie Jens. Wir haben ein echtes Vorbild verloren.

Wie vorbereitet sind wir alle auf einen solchen plötzlich und unerwartet eintretenden Schicksalschlag? Wenn der Familenvater oder Unternehmenschef bei einem Unfall oder durch Krankheit ums Leben kommt – können Sie einen Notfallplan aus der Schublade ziehen? Haben Sie Vorsorge getroffen, dass der Betrieb ohne Gefahr weiterlaufen kann? Wurde rechtzeitig ein Nachfolger gesucht – und gefunden? Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken über die Zukunft, sonst reißt das Schicksal schnell ein tiefes Loch ins Unternehmensfundament.

Anmerkung der Redaktion: Wir freuen uns über jede Kritik oder Anmerkung zu unseren Artikeln. Leserbriefe und andere ernst gemeinte Beiträge per E-Mail bitte an stephan.maderner@vogel.de (Bitte mit Betreff: „Leserbrief“). Für eine Veröffentlichung muss der Redaktion zudem die Identität des Autors bekannt sein. In Absprache gewähren wir Anonymität und kennzeichnen den Leserbrief mit „Name der Redaktion bekannt“. Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge oder andere Blog-Beiträge in der Rubrik „Zündfunken“ spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe und Artikel zu kürzen.

(ID:44130199)