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Scholly´s Motorrad GmbH: Mein lieber Scholly!

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Martina Eicher

Nach dem Motto „Ein Betrieb, eine Marke – ist ja langweilig“ kocht Scholly’s Motorrad GmbH einen herrlich bunten Eintopf mit zwei- und vierrädrigen Fahrzeugleckereien. „Powersport in Motion“ steht auf der Karte, und man spürt: Die Jungs und Mädels haben was auf der Pfanne. Beim »bike und business«-Award „Motorradhändler des Jahres“ 2016 belegte er Platz 2.

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Nachhaltiger Erfolg kommt selten über Nacht. Bei Scholly’s hat hartes jahrelanges Beackern des Marktes dorthin geführt.
Nachhaltiger Erfolg kommt selten über Nacht. Bei Scholly’s hat hartes jahrelanges Beackern des Marktes dorthin geführt.
(Bild: Dominsky )

Be different“, empfiehlt der Unternehmensberater von heute. „Alter Hut bzw. Helm“, denkt sich da Scholly’s-Gründer Lüder Eckhoff. Bereits seit mehr als 30 Jahren kennt und lebt er in beruflicher Hinsicht diese Tatsache. Denn gestartet ist der heute 56-Jährige zusammen mit Frau Birgit keineswegs als klassischer Zweiradbetrieb, in dem neue Mopeds verkauft werden und an alten herumgeschraubt wird. Nein, die Geschäftsidee, die die zwei erfolgreich in die Tat umsetzten, war ein Secondhand-Laden, und zwar einer für Motorradklamotten. Darüber hinaus vertickten die beiden damals Ersatzteile und Zubehör ans bikende (Jung-) Volk. Doch dann, nach einer schöpferischen Unternehmerpause, bekamen sie anno 1994 die Gelegenheit, den lokalen Yamaha-Stützpunkt zu übernehmen. Und schwups mutierten sie, zusammen mit Partner und Mitgeschäftsführer Uli Bischoff, zu „richtigen“ Bike-Dealern.

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Und auch wenn sie nach wie vor der Marke mit den Stimmgabeln die Treue halten: Getreu dem Motto „Auch andere Mütter haben schöne Töchter“ hat sich das Scholly’s-Team im Laufe der Jahre ein illustres Markenportfolio zusammengesammelt – natürlich mit Bedacht! Eine der ­besten unternehmerischen Entscheidungen dürfte dabei die Hereinnahme von Can-Am gewesen sein. Schließlich sorgen die drei- und vierrädrigen Spaß- bzw. Nutzmobile am Stützpunkt Drakenburg für ordentlich Umsatz im Verkauf, Auslastung in der Werkstatt und damit gute Laune bei den Geschäftsführern.

Lüder nimmt kein Blatt vor den Mund. „Zwölf Prozent Grundmarge wie bei Yamaha ist einfach zu wenig. Das sieht bei Can-Am bzw. Victory“ – diese Marken hat Scholly’s am Standort Kirchlinteln im Programm – „ganz anders aus.“ Hinzu kommt, dass gerade Can-Am-Kunden gerne das eine oder andere Kreuz in der Aufpreis- bzw. Zubehörliste machen bzw. nach Umbauten manchmal nur so lechzen. Und Rabatte beim Verkauf? „Zwei, drei Prozent, finito“, sagt der Chef mit einem Lächeln.

Wer diese „Randgruppen“-Kunden mit ordentlich Herzblut und Kompetenz bedient, dem ist eine treue und solvente Klientel sicher. Dass das bei den Niedersachsen der Fall ist, zeigen folgende banale Fakten: Erstens ist Scholly’s einer von gerade einmal vier exklusiven „Powersport“-Händlern in ganz Deutschland. Und zweitens ist der Laden in Sachen Spyder-Verkauf die Nummer eins in Deutschland bzw. Nummer drei in Europa.

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