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Schuberth: Notrufsystem für Motorradfahrer

| Redakteur: Markus Lauer

Der Helmhersteller Schuberth bringt das weltweit erste Notruf- und Ortungssystem für Motorradfahrer „Rider-Ecall by Schuberth“ auf den Markt.

Die Helmeinheit wird an der Rückseite des Helms befestigt.
Die Helmeinheit wird an der Rückseite des Helms befestigt.
(Foto: Schuberth )

Das GPS-basierte Notrufsystem besteht aus einer Motorrad- und einer Helmeinheit, die insgesamt mit fünf Sensoren ausgerüstet sind. Mithilfe der neuen GPS- und GSM-gestützten Technik werden Unfälle automatisch erkannt, Notrufe zeitgleich abgesetzt und geeignete Hilfemaßnahmen damit schneller und zielgenau eingeleitet.

Das System ist nicht nur für Schuberth-Helme, sondern für Helme und Motorräder fast aller Hersteller einsetzbar.

Der RiderEcall ist ab sofort in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz einsatzbereit. Ab dem 15. Mai ist das Gerät ebenfalls in den Ländern Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien, Spanien und Großbritannien eins etzbar. Weitere europäische Länder sind im Laufe des Jahres geplant. Der Rider-Ecall kostet inklusive des 24-monatigen Sicherheitskomfortpakets 499 Euro und ist ab sofort im Fachhandel und in den Filialen der Handelskette Louis erhältlich.

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Fünf Sensoren kontrollieren die Fahrparameter

Das Rider-Ecall-System besteht aus einer Motorradeinheit und einer Helmeinheit, die über Funk miteinander gekoppelt sind. Das System ist nicht nur für Schuberth Helme einsetzbar, sondern kompatibel für Helme und Motorräder fast aller Marken. Die Motorradeinheit wird ähnlich wie ein Navigationssystem am Lenker angebracht. Die Helmeinheit wird an der Rückseite des Helms befestigt. Insgesamt fünf Sensoren, insbesondere Beschleunigungs- und Neigungssensoren, kontrollieren kontinuierlich die Parameter der Fahrbedingungen.

Die Motorradeinheit verfügt darüber hinaus über einen integrierten GPS-Empfänger, eine integriertes GSM-Modul inklusive SIM-Karte sowie ein eingebautes Mikrofon und einen Lautsprecher.

Das gesamte Sicherheits -komfortpaket basiert auf einem 24-monatigen Abonnement, das nach Ablauf um weitere 24 Monate verlängert werden kann.

Das Notruf-Szenario

Lösen gleichzeitig zwei oder mehrere Sensoren einen Alarm aus, wird eine Notruf-SMS an die Notruf- und Service-Leitstelle gesendet. Diese SMS beinhaltet bereits die GPS-Koordinaten und anhand der Rufnummer kann der Motorradfahrer sofort identifiziert werden.

Gleichzeitig baut die Motorradeinheit eine Telefonverbindung zum Disponenten der Notrufleitstelle auf. Über den Lautsprecher und das Mikrofon wird versucht, mit dem Motorradfahrer in Verbindung zu treten. Meldet dieser Hilfebedarf oder kann ggf. gar nicht antworten, werden die GPS-Koordinaten sowie alle anderen verfügbaren Daten über die Person und den Unfallhergang sofort an die nächste Rettungsleitstelle weitergegeben. Ein Rettungswagen oder -hubschrauber macht sich sofort auf den Weg zur Unfallstelle.

Bereits im Jahr 2009 wurde ein internes Entwicklungsteam bei Schuberth aufgestellt, mit dem Ziel, das erste GPS-basierte Notruf- und Ortungssystem für Motorradfahrer zu entwickeln. Anlässlich der Intermot 2012 wurde der Prototyp erstmals einem breiten Publikum vorgestellt und ist nun zum Saisonstart im Handel erhältlich.

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