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Schweiz erlebt Bike-Boom

Die Zweirad-Neuzulassungen der Schweiz legten von Januar-September 2011 deutlich zu.

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Der Schweizer Töff-Markt boomt.
Der Schweizer Töff-Markt boomt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Perfektes Motorradwetter im Frühling und Herbst bescherte der Töff- und Rollerbranche in der Schweiz bei den Neufahrzeugverkäufen ein sattes Stückzahlplus von 7,7 Prozent, die Motorräder legten gar um 13,1 Prozent zu.

Zuletzt drückten zwar die verregneten Sommermonate auf die Stimmung der Zweiradbranche, Importeure und Händler befürchteten einen massiven Einbruch nach dem gut angelaufenen Frühlingsgeschäft. Doch die zweite Augusthälfte und der schöne September brachten die Motorrad- und Rollerkäufe zurück auf die Erfolgsspur.

Motorrad-Business: Gute Verkäufe, gute Werkstattauslastung

Das Geschäft mit dem luftigen Motorrad/Roller-Vergnügen ist stark abhängig von Petrus’ Launen. Die Erfolgsformel „Schönes Wetter = viele Motorrad-Ausfahrten und mehr Neuverkäufe“ bewahrheitete sich einmal mehr. Zudem boten Sonderaktionen und Preisanpassungen diverser Anbieter im Rahmen der Euro/Franken-Thematik Kaufanreize. Doch nicht nur die Neuverkäufe bewegten sich auf hohem Niveau, auch die Werkstattauslastung bei den Händlern war gut. Service, Reparaturen und der Verkauf von Ersatzteilen sind ein wichtiges Standbein des Handels. Der Umsatz hängt direkt ab von der Kilometerleistung der Kundschaft, der schöne Herbst brachte die erhoffte Werkstatt-Kundenfrequenz.

Elektro-Roller kommen

18.198 neue Roller mit Verbrennungsmotoren und 991 Elektro-Scooter wurden abgesetzt, das sind 1,9 Prozent bzw. 10 Prozent mehr als in der gleichen Zeitperiode 2010. Der Markt der Elektro-Roller legt kontinuierlich zu, bewegt sich aber im Vergleich mit den „normalen“ Scootern noch auf einem bescheidenen Niveau.

Frauen entdecken Motorrad und Scooter

Je nach Marke werden heute acht bis zwölf Prozent der 390.000 in der Schweiz gemeldeten Motorräder von Frauen pilotiert, bei den Scootern sind es ein Viertel. „Emanzipation, handliche Fahrzeuge, problemlose Technik und die Lust, das Vergnügen Motorrad bzw. Roller selbst zu erfahren, haben der Branche dieses neue Kundinnen-Segment beschert“, sagt Roland Fuchs von der Schweizerischen Fachstelle für Zweiradfragen.

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