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Schweiz: Töff-Fahren längst keine Männerdomäne mehr

| Redakteur: Jan Matzke-Volk

460.000 Motorräder rollen über das Schweizer Straßennetz, bei rund 15 Prozent davon sitzt eine Frau am Lenker, bei Rollern sogar rund 20 Prozent – Tendenz steigend, besonders ab 2021, wenn das Einstiegsalter der 125er-Klasse auf 16 Jahre gesenkt wird.

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Von den in der Schweiz registrierten 275.000 Stadtflitzern werden etwa 50.000, also rund 20 Prozent, von Frauen gesteuert.
Von den in der Schweiz registrierten 275.000 Stadtflitzern werden etwa 50.000, also rund 20 Prozent, von Frauen gesteuert.
(Bild: motosuisee.ch)

Die Zeiten, als Motorradfahrer stark und technisch versiert sein mussten, sind schon lange vorbei. Moderne Motorräder und Roller sind einfach zu bedienen, zuverlässig und individuell anpassbar. Deshalb hat auch das weibliche Geschlecht das Töff- und Rollerfahren längst für sich entdeckt und vom Sozius- in den Fahrersattel gewechselt. Zehntausende Schweizerinnen jeglichen Alters sind heute im Alltag oder in der Freizeit auf motorisierten Zweirädern aller Größen und Klassen unterwegs, laut Angaben des Schweizer Branchenverbandes motosuisse.

Motorräder: Leicht, attraktiv, sicher und einfach zu bedienen

Die Motorradindustrie hat an dieser Entwicklung einen wichtigen Anteil, natürlich neben einer grundsätzlich selbstbewusster agierenden Weiblichkeit im Zeichen der Gleichstellung von Mann und Frau, indem sie die Zugänglichkeit und Bedienung von Motorrädern entscheidend vereinfacht hat. Dazu gehören etwa: Niedrige und individuell anpassbare Sitzhöhen für einen sicheren Stand; individuell einstellbare, leichtgängige Hand- und Fußhebel; ein extrem vielfältiges, technisch und optisch attraktives Modellangebot in der Mittelklasse, sowie hohe Sicherheitsstandards. Auch die Zubehörbranche hat sich auf das Thema Frau am Lenker eingestellt. Speziell für die Bedürfnisse und Ansprüche der Frauen designte, modische Motorradbekleidung lässt Frau von Heute adrett und dennoch sicher fahren.

Roller: Vor allem bei Frauen zwischen 20 und 30 Jahren beliebt

Noch höher als bei den Motorrädern ist die Frauenquote bei den Rollern, vor allem bei den 20- bis 30-Jährigen. Von den in der Schweiz registrierten 275.000 Stadtflitzern werden etwa 50.000, also rund 20 Prozent, von Frauen gesteuert. Bei den Rollern sind ein elegantes Design, eine spielerisch einfache Bedienung dank Automatik-Getrieben und niedrigem Gewicht, das Vorhandensein eines Helmstaufachs, niedrige Anschaffungs- und Unterhaltskosten sowie die Multifunktionalität in Stadt- und Agglomeration die zentralen Anziehungspunkte für die weibliche Kundschaft.

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