Schweizer Geld rettet New Hein Gericke

Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Hein Gericke bekommt eine neue Chance und will mit dem neuen Investor nun wieder durchstarten

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Blicken wieder zuversichtlich in die Zukunft ihres Unternehmens (v. l. n. r.): Ralf Baches, Christoph Hansen und Achim Wirths, das Management-Team von Hein Gericke.
Blicken wieder zuversichtlich in die Zukunft ihres Unternehmens (v. l. n. r.): Ralf Baches, Christoph Hansen und Achim Wirths, das Management-Team von Hein Gericke.
(Foto: Hein Gericke)

Der angeschlagene Filialist Hein Gericke bekommt die Chance für einen Neuanfang. Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Hein Gericke Deutschland GmbH ist ein neuer Investor gefunden worden. Es handelt sich dabei um einen institutionellen Investor aus der Schweiz, der ungenannt bleiben möchte und der nach Insiderinformationen nicht aus der Motorradbranche stammt.

Die operative Führungsgesellschaft der europäisch aufgestellten Gruppe, Hein Gericke Deutschland GmbH mit Sitz in Düsseldorf, war durch ein auf dem britischen Markt ausgelöstes Problem in eine schwierige Finanzlage geraten. Dort ist Hein Gericke seit vielen Jahren Marktführer, seit September 2012 neu aufgestellt und mit eigenen Stores sowie im Online-Handel etabliert.

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Das Management hatte bereits Anfang November 2012 einen Sanierungsplan zur Restrukturierung des Unternehmens beim Amtsgericht Düsseldorf eingereicht; Deloitte Corporate Finance Advisory wurde beauftragt, den Prozess der Investorensuche zu begleiten. Es wurden Verhandlungen mit mehreren Interessenten über eine Beteiligung geführt, am Ende erhielten die Schweizer den Zuschlag. Seitens der Investoren wurde die Transaktion durch Pinstripe Management in Hamburg und die englische Großkanzlei BIRD & BIRD begleitet.

Die bisherigen Eigentümer geben die Mehrheit an die Schweizer Investoren ab. Das Management-Team bleibt an Bord und ebenfalls am Unternehmen beteiligt.

Am vergangenen Freitag verabschiedete die Gläubigerversammlung nahezu einstimmig den Insolvenzplan der Hein Gericke Deutschland GmbH und machte damit den Weg frei für einen erfolgreichen Neustart.

Alle Beteiligten, besonders auch der zuständige Sachverwalter, Rechtsanwalt Georg F. Kreplin, Düsseldorf, zeigen sich zufrieden mit dem Verlauf des Verfahrens, das innerhalb weniger Monate abgeschlossen werden konnte.

Für den künftigen Aufsichtsrat von Hein Gericke konnten u. a. Thomas Fox, Ex-CEO von Karstadt und Praktiker, das Vorstandsmitglied eines bekannten internationalen Mode-Konzerns, und Peter Mark, Europa-Präsident von Pandora Jewelry eingebunden werden.

„Es ist gelungen, für unsere vielen treuen Kunden, Mitarbeiter, Handelsvertreter und allen eng mit dem Unternehmen verbundenen Partnern eine zukunftsfähige Plattform zu schaffen“, betonte Geschäftsführer Achim Wirths.

Unter der Bezeichnung „New Hein Gericke“ arbeiten die Mitarbeiter, das Management sowie beauftragte Experten des Investors an einem Expansionsprogramm, das nacxh eigenen Angaben bereits erste Erfolge zeigt. „Alle Signale stehen somit auf Wachstum“, so Wirths.

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