Schweizer Motorradmarkt fällt um 3,2 Prozent

Redakteur: Andreas Grimm

Schlechtes Wetter und die Nachwirkungen der Wirtschaftskrise haben sinkende Neuzulassungen in der Schweiz ausgelöst. Damit blieb der Markt zum zweiten Mal nach 2009 hinter den Erwartungen zurück.

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Nur Sonne macht so richtig Bock auf Bike. Weil den Käufern in der Schweiz eben diese in diesem Jahr stark abging, ist der dortige Motorrad- und Rollermarkt um 3,2 Prozent rückläufig.
Nur Sonne macht so richtig Bock auf Bike. Weil den Käufern in der Schweiz eben diese in diesem Jahr stark abging, ist der dortige Motorrad- und Rollermarkt um 3,2 Prozent rückläufig.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Schweizer Motorrad- und Rollermarkt hat von Januar bis Juli ein Minus von 3,2 Prozent verbucht. Insgesamt wurden in der Schweiz 30.536 motorisierte Zweiräder neu zugelassen. Ursache ist nach Angaben der Schweizerischen Fachstelle für Zweiradfragen (SFZ) das verregnete Wetter. Im Mai und Juni hätten Wintergefühle geherrscht, Kälte und Dauerregen das Motorradfahren zu einer nassen Angelegenheit gemacht. Die Händler würden über viele zwar bezahlte, aber noch nicht abgeholte Motorräder/Roller klagen, bilanziert die SFZ.

Wegen des Wetters seien die Motorradfahrer zu Hause geblieben, gefahren sei wenig bis nichts geworden. Entsprechend mager sei der Umsatz mit Verschleißteilen ausgefallen. Sehr gut sei hingegen das Geschäft mit normalen Service- und Instandsetzungsarbeiten an Motorrädern gelaufen, die (noch) nicht gefahren wurden.

Dass der Markt nicht weiter abgesackt ist, führt die SFZ auf den einsetzenden wirtschaftlichen Aufwärtstrend zurück. Für das Gesamtjahr rechnet die Branche mit einem Minus, da sich „die nicht getätigten Verkäufe lassen erfahrungsgemäß im Spätsommer und Herbst nicht mehr kompensieren lassen“.

Große Tourer, Chopper und Enduros im Plus

Negative Zulassungszahlen verzeichneten vor allem die Kategorien der mittelklassigen Tourenmotorräder und Straßensport-Maschinen, während die großvolumigen Touringmodelle sowie die Enduros und Chopper ein Verkaufsplus erzielten. Mit einem kleinen Minus von 0,7 Prozent überstanden auch die Roller den allgemeinen Nachfrageschwund schadlos.

Angesichts des anhaltenden wirtschaftlichen Aufwärtstrends rechnet die SFZ mit einem Absatzplus im kommenden Jahr. „Falls keine weltwirtschaftlichen Negativmeldungen die Käuferschaft verunsichern, ist mit einer deutlichen Nachfragesteigerung zu rechnen“, heißt es in einer Mitteilung. Wünschenswert sei zudem ein für die Zweiradbranche besseres Wetter im nächsten Jahr.

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