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Seit Jahren rentabel und stetig am wachsen

| Autor / Redakteur: Markus Lauer / Martina Eicher

Unternehmensportrait: Alex´s Bikeshop aus Bad Mergentheim belegt einen Platz unter den Top Five beim „Motorradhändler des Jahres 2012“

Alex´s Bikeshop: Top Five Betrieb auf Wachstumskurs.
Alex´s Bikeshop: Top Five Betrieb auf Wachstumskurs.
(Foto: Markus Lauer )

Alex´s Bikeshop aus Bad Mergentheim, der sympathische Familienbetrieb im Taubertal, ist mittlerweile ein alter Hase bezüglich „Motorradhändler des Jahres“. Der Betrieb hat 2012 Zuwachs bekommen und „spricht“ jetzt auch italienisch: Ducati è qui. Dass die roten Renner im Laden stehen, hat sich leider auch in Gangsterkreisen herumgesprochen, denn im Oktober 2012 klauten „shadow boys“ gleich fünf Ducs und eine Kawa. Shit happens! Zum Glück zahlt die Versicherung. Eine solche Aktion haut Alex Springer nicht gleich um, denn sein Blick ist stets nach vorn gerichtet. Er vermarktet seine bisherigen Award-Platzierungen nach wie vor sehr professionell mit Sonderdrucken und konnte seine hervorragenden Top-Five-Platzierung auch im diesjährigen starken Wettbewerbsfeld behaupten. Die Gründe für das gute Ergebnis sind vielfältig: Er hat einen schicken Laden und seine Ertragskurve weist immer nach oben. Cash ist da, sodass Springer in einen Neu- und Umbau investieren konnte. Zudem hat er gute und treue Mitarbeiter, die mit „ihrem“ Betrieb mitwachsen und jede Herausforderung annehmen. Alex Springer bietet seinem Team und dem Nachwuchs gute Aufstiegsperspektiven: So hat sich zum Beispiel die Zweiradmechanikerin Jule wegen ihrer tollen Werkstattarbeit für den Verkauf empfohlen und lenkt nun kompetent und charmant das Ducati-Business. Außerdem ist sie seit Mitte 2012 fürs Unternehmen sehr aktiv bei Facebook tätig und pflegt das digitale Angebot täglich. Somit hat Alex’s Bikeshop die junge Zielgruppe perfekt im Visier und mittlerweile 220 Fans. Über Facebook stellen die Fans auch Anfragen bezüglich Terminen für einen Kundendienst, fragen nach Ersatzteilen oder der Verfügbarkeit von Mietmotorrädern. Generell legt Alex viel Wert auf offene Kommunikation im Betrieb. Denn jeden Morgen findet eine Teambesprechung statt, in der der Werkstatteinsatzplan und eine To-do-Liste festgelegt werden und Was-steht-an diskutiert wird.

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Events für Ducati-Fahrer

Alex Springer ist seit 1998 selbstständig und erwirtschaftete in den letzten Jahren immer hohe Umsatzrenditen. Sie resultieren auch aus einem sehr effizienten Controlling: Der Chef ist in puncto Zahlen täglich up to date. An den hohen Umsätzen haben natürlich auch die Marken ihre Freude: Beispielsweise beträgt der regionale Marktanteil von Kawasaki etwa 25 Prozent – zweieinhalbmal so viel wie der Bundesdurchschnitt. Alex‘s Bikeshop vertreibt Quads von Kymco, Ape-Fahrzeuge von Piaggio und Motorräder der Marken Kawasaki, Ducati sowie Husqvarna. Letztere bringen zwar nicht die opulenten Verkaufszahlen, locken aber jüngere Kunden an, die sich für Motocross- und Supermotomaschinen interessieren. Springer erobert mit seinem Team die Kunden am liebsten off- und on-road. Die angebotenen Sicherheits- und Renntrainings mit den Klienten – beispielsweise auf dem Sachsenring – sind begehrt und immer ausgebucht.

Der Unternehmer kreiert zurzeit Events extra für Ducati-Besitzer. Denn er hat erkannt, dass Ducati-Eigner mehr Kilometer fahren als Biker anderer Marken. Daran will er teilhaben und den Ducatisti spezielle Ausfahrten anbieten. Da es weit und breit keine Filiale einer Bekleidungs- und Zubehörkette gibt, läuft das Klamottengeschäft sehr gut. Um neue Kunden in den Laden zu bekommen, hat Alex Springer mit den benachbarten Auto- und Fahrradhändlern die Werbegemeinschaft „Mobipark“ gegründet. Die Connection organisiert mindestens drei Events pro Jahr, darunter das mittlerweile überregional bekannte und gut besuchte Oktoberfest. Falls in der Werkstatt einmal etwas weniger zu tun ist, steht die Crew nicht herum und dreht Däumchen. Nein, sie kreiert dann ihre eigenen Umbauten. Zuerst erfolgt das sogenannte Brainstorming. Hierbei bringt jeder Mitarbeiter seine Ideen ein. Dann wird darüber diskutiert, was gut aussieht, zum Konzept passt, sich budgetmäßig umsetzen lässt und StVZO-konform ist. Außerdem repariert und wartet die Werkstatt die Piaggio-Ape-Fahrzeuge der Bundeswehr, und das ganzjährig. Springer hat kürzlich einen Mechaniker und einen Werkstatt-Azubi eingestellt und muss niemanden während der Wintermonate entlassen.

Keine Rabattschlachten

Alex Springer sagt, er ist kein Freund von Preisnachlässen bei Motorrädern. „Ich mache diese Rabattschlachten nicht mit. Ich biete dem Biker lieber ein Motorrad-Bekleidungs-Paket an. Das heißt, er kauft das Fahrzeug und erhält bei Bedarf die passenden Klamotten dazu, und das zu einem Preis“, erklärt er. Er arbeitet zudem mit diversen Fahrschulen zusammen, denen er Motorräder vermietet und die er mit den Fahrschülern zu Technikkursen in die Werkstatt einlädt. So stellt er erfolgreich und nachhaltig den Kontakt zum Bikernachwuchs her. Fazit: Das Kapital von Alex‘s Bikeshop sind seine ausgeprägte Phantasie, eine beeindruckende Buchhaltung, die tollen Mitarbeiter, die Servicequalität, der Spirit des gesamten Teams und die langjährige Kundenbindung. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren aufgrund geringer Lagerbestände und einer hohenquote sehr rentabel. Die Jury sagt: „Alex, mach weiter so!“

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