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SFM will mehr Händler unter Strom setzen

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Die Nürnberger SFM GmbH forciert das E-Bike-Business und sucht noch engagierte Zweiradhändler, mit denen man gemeinsam in die Zukunft geht.

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Dieter Scholz, Geschäftsführer SFM Bikes, will das Strombike-Business im Handel forcieren.
Dieter Scholz, Geschäftsführer SFM Bikes, will das Strombike-Business im Handel forcieren.
(Foto: Stephan Maderner)

Im Jahr eins nach dem 125-jährigen Unternehmensjubiläum der SFM GmbH, dem Rechtsnachfolger der Hercules-Werke, ist in Nürnberg wieder der Businessalltag eingekehrt, erzählt Dieter Scholz, Geschäftsführer SFM GmbH, anlässlich seines Redaktionsbesuches bei „bike und business“.

Mit jungen, modernen und alltagstauglichen Fahrzeugen geht das Traditionsunternehmen in die Zweiradsaison 2012. Zur (benzin-)motorisierten Angebotspalette zählen die 50er-Roller MadAss (1.799 Euro), Speedjet RS (1.599 Euro), Speedjet R 50 (1.349 Euro), Speedjet (1.199 Euro), SX 50 (1.399 Euro) und Speedforce (1.399 Euro), die 125er-Modelle MadAss (1.999 Euro), ZZ und ZX (jeweils 2.299 Euro) und Futuro (1.599 Euro) sowie die E-Scooter Prima E (1.399 Euro) und Oliver 500 (999 Euro). Diese Modelle laufen alle unter der Marke „SFM“.

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Im Pedelec-Programm hören die Modelle auf den Namen „Saxonette“. Hier unterscheiden die Nürnberger in Pedelecs (mit Tretunterstützung) und Electras (selbstfahrend und Tretunterstützung). In der Antriebstechnik bietet das Unternehmen gleich drei verschiedene Motoren an: angetrieben vom Vorder- oder Hinterrad sowie den Mittelmotor. Auf die Panasonic-Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von 396 Wattstunden (Wh) und 324 Wh gibt es zwei Jahre Garantie. Drind sind 1.000 Ladezyklen oder umgerechnet ca. 50.000 Kilometer Reichweite. Zu haben sind die Modelle Beast 250 (1.999 Euro), Spirit 250 (2.399 Euro), Deluxe 250 (2.099 Euro), Comfort 250 (1.799 Euro), Beatrix 250 (1.199 Euro), Amsterdam 2590 (1.199 Euro), X-Road 250 (1.899 Euro), Everest (1.799 Euro) und Kobold (Faltrad, 1.199 Euro). Der Zusatzakku kostet 549 Euro.

Kunden unter Strom

Bei den selbstfahrenden Bikes schicken die Nürnberger die Beast Electra 350 (2.199 Euro) mit 350-Watt-Motor, die Deluxe Electra 350 (2.199 Euro), die Comfort Electra 350 (1.399 Euro) und das X-Road 350 (1.999 Euro) ins Verkaufsrennen.

Mit diesem Angebotsspektrum erweist sich SFM als Komplettanbieter im Benzin- und Elektrozweiradbereich, der zugleich die längste Erfahrung mit dem Stromsektor hat (die Saxonette mit einem Fichtel & Sachs-Motor kam bereits 1938 auf den Markt).

„Der Pedelec- und Elektroboom im Handel hat gerade erst angefangen", ist sich Dieter Scholz sicher. Branchenexperten gehen davon aus, dass 2011 bereits 350.000 Pedelecs in Deutschland verkauft wurden. Ein Trend, der auch 2012 für deutliches Wachstum sorgen soll.

Für Scholz steht dieses Jahr auch ganz im Zeichen der Qualifizierung seines Händlernetzes. Derzeit arbeiten rund 530 Fahrzeughändler (Roller und Pedelecs) mit SFM zusammen und insgesamt 2.300 Händler bestellen Ersatzteile. Gegenwärtig läuft ein Pilotprojekt mit drei Händlern, an denen Scholz ein Premiumhändlersystem ausprobiert. Motto: Wie muss sich ein motorisierter Zweiradhändler umstrukturieren, um in Zukunft erfolgreich Pedelecs zu verkaufen und dadurch Alternativumsätze im eher stagnierenden „Benziner“-Bereich zu generieren.

Networking und Einflussnahme

Die Nürnberger SFM GmbH ist über die Investmentgesellschaft Sunrise Ltd. Teil der chinesischen Goodbaby Group in Kunshan. „Unser Hauptanliegen ist es, das Qualitätsmanagement der Produktion in Fernost nach vorne zu treiben“, sagt Dieter Scholz.

Die SFM GmbH ist Mitglied im Industrieverband Motorrad (IVM) und ordentliches Mitglied des Bundesinnungsverbandes Deutsches Zweiradmechaniker-Handwerk (BIV).

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