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Sicher versichert? Händlers Risikofolgenabschätzung

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Überschwemmungen sind die Gefahr Nummer eins

Die meisten Versicherungsfälle eines Motorradhändlers entstehen aber nicht etwa beim Vermieten von Fahrzeugen: „Die höchsten Versicherungssummen 2017 im Kfz-Gewerbe entfallen nicht auf Diebstähle oder Brände – die Nummer Eins bei den Versicherungsmeldungen war die Überschwemmung.“ Zitzmann liegt dieser Punkt sehr am Herzen. Denn in Gesprächen mit Kunden erlebt er immer wieder, dass es Wettbewerber gibt, die auf den ersten Blick Kraftrad-Versicherungen sehr günstig anbieten: „In dem Kleingedruckten der Verträge sind beispielsweise Versicherungssummen von fünf Millionen Euro für Diebstahl notiert – für Elementarschäden aber lediglich 250.000 Euro“, so der Versicherungskaufmann. „Da sprechen wir dann von schlimmsten anzunehmenden Fall, eine Art Super-GAU; denn man muss sich nur mal Bilder ansehen, wenn ein Händler wirklich einmal unter Wasser steht.“

Die Multiriskpolice Motoprotect unterscheidet sich hier von den üblichen Versicherungen. Sie legt sich nicht auf einen bestimmten Deckungsumfang fest. Die Summe ist auf jeden Händler individuell zugeschnitten und ergibt sich aus der Höhe Jahresumsätze. Liegt der Jahresumsatz eines Händlers zum Beispiel bei zwei Millionen Euro, so beträgt die Deckungssumme 1,5 Millionen Euro. „Das ist ein wichtiger Punkt, weil das die Schadenszahlung Nummer eins ist“, hebt Zitzmann hervor. „Da geht der Puls dann erst mal nach oben, wenn nicht klar ist, ob die Versicherung den gesamten Schaden auch wirklich übernehmen wird.“

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Dauervermietung in der Police integriert

Bei Müllers Händler normalisierte sich die Herzschlagfrequenz auch schnell wieder. Er hat eine Deckungszusage innerhalb von 24 Stunden erhalten, denn er ist einer von 158 Händlern in Deutschland, der durch die Multiriskpolice Motoprotect versichert ist. Sie deckt seit diesem Sommer auch den dritten Fall der Vermietung ab: die Dauervermietung. Diese Versicherung gewährleistet den kompletten Versicherungsschutz auch für eine Mietdauer über acht Tage hinaus. „Das haben wir im Juli 2017 in die Police integriert und damit ein absolutes Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt zu bieten!"

Diese Entscheidung orientiert sich vor allem an neuen Geschäftsmodellen wie Leasing- oder Pachtangeboten. Es bietet den Händlern neue Möglichkeiten. Der Kunde muss das Bike nicht zwangsläufig kaufen, sondern kann es sich, wie im Automobilbereich bereits weit verbreitet, mit Versicherung leasen. So wird auch die Versicherungsfrage aus Händlersicht leichter zu beantworten.

Müllers Fall zeigt: Sein Händler hat alles richtig gemacht. Denn im Ernstfall kann eine umfassende Versicherung Existenzen retten. An der Sicherheit sollte nicht gespart werden.

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