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Sind Messen noch zeitgemäß?

| Redakteur: Florian Fraunholz

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 35/2018/II), Folge 625: Auch heute haut Florian Fraunholz in die Tasten und fungiert noch bis Ende nächster Woche als Urlaubsvertretung für Mister Motorrad. Die zwei größten europäischen Zweiradmessen, die Intermot in Köln und die EICMA in Mailand, stehen vor der Tür und…

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Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
(Bild: Vogel Communications Group )

…werfen bereits ihre Schatten voraus. Auf beiden Messen werden die wichtigsten Zweiradhersteller wie BMW, Ducati, KTM, Kawasaki, Yamaha, Honda, Harley-Davidson, Suzuki und Triumph sowie viele andere Marken, die Zubehörindustrie und Bike-Dienstleister zu Gast sein und ihre Neuheiten für das Jahr 2019 präsentieren. Auffällig ist in meinen Augen neben der immer mehr wachsenden Infrastruktur der Messen auch der Wandel des Inhalts. Natürlich sind die Premierenbikes und auch die Produkt-Neuvorstellungen der Ausrüster ein weiterhin wichtiger Bestandteil dieser Events, jedoch bemerkt man auch, welche Wege die Zweiradbranche in Zukunft gehen möchte.

Neue Technologien, die auch schon teilweise in der Automobilbranche verwendet werden, halten so langsam Einzug in die Zweiradbranche. Ein Beispiel dafür ist „Connectivity Vehicle to Vehicle“. Der Begriff beschreibt Kommunikationssysteme zwischen Motorrädern, sowie zwischen Motorrädern und anderen Fahrzeugen. Mit ihnen können sich Fahrzeuge beispielsweise im Verbund sogenannter kooperativer, intelligenter Transportsysteme (C-ITS) miteinander verbinden und sich jeweils frühzeitig erkennen. Dies ist für Motorräder besonders sicherheitsrelevant, da eine Vielzahl von Unfällen dadurch entsteht, dass das Motorrad vom Autofahrer nicht gesehen wird. Technische Innovationen wie diese werden auf der Intermot detailreich präsentiert. Somit haben aus meiner Sicht die Messen auch eine Art „Fortbildungsauftrag“ und wirken so aktiv an der Ausrichtung des Zweiradmarktes für die Zukunft mit.

Doch auch der Spaßfaktor stimmt bei den beiden kommenden Ausstellungen. Meiner Meinung nach ist ein großer Vorteil beider Zweiradmessen gegenüber Automobilausstellungen, wie beispielsweise der IAA, das vielfältige Eventprogramm. Besonders auf der Intermot kommen Messebesucher von jung bis alt auf ihre Kosten. Neben einer Stuntshow, einem Race-Track für Beschleunigungsrennen und verschiedensten Custom- und Showprogrammen, sind vor allem die vielen Parcours ein Zuschauermagnet. Hier kann sich jede Art Besucher an den Lenker eines Zweirads begeben. Egal ob E-Parcours, ein Testparcours für verschiedenste Motorräder, ein Parcours für Kinder oder sogar ein Parcours für Besucher ohne einen Motorradführerschein, auf der Intermot darf sich jeder Besucher wie ein Biker fühlen.

Wer von euch zieht einen Besuch bei einer der beiden Messen in Erwägung? Oder sind Messen dieser Art im Zeitalter von Internet und Smartphone überhaupt noch nötig? Lasst mir doch bei Gelegenheit mal eure Meinungen zu diesem Thema zukommen! Entweder per Mail an florian.fraunholz@vogel.de oder kommentiert am Ende des Speedlogs.

Ach ja, der Einsendeschluss für unsere Wettbewerbe Motorradhändler des Jahres und Bike Woman of the year ist der 7. September. Also haltet euch ran mit den Bewerbungen, vielleicht seid ihr am Ende die verdienten Gewinner. Nun wünsche ich euch allen aber erstmal ein erholsames Wochenende und bis Dienstag!

Fingers to the keyboard,

Florian Fraunholz

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