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SIP Scootershop: Asphaltabenteuer im Süden

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Nachdem wir die Autobahn hinter uns gelassen hatten, ging es auf den Spuren der Tour de France nach Mormoiron. Ziel war das Treffen des Scooter Club de Sud Est und das mitten im Weinberg gelegene Anwesen unseres Freundes Henry, der uns wie beim letzten Besuch sehr gastfreundlich empfing und unterbrachte. Vive le President!

Die folgenden zwei Tage verliefen entspannt. Wir besuchten das gelungene Treffen, fuhren den örtlichen Joyride mit, bestaunten das Geschick von Nicola „l´Impennatore“ Campobasso und relaxten am Pool. Natürlich durfte auch die obligatorische Weinprobe bei Tonton nicht fehlen und wir verkosteten reichlich, doch mit Bedacht.

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Die Entscheidung, die Tour nicht quer nach Nizza fortzuführen, sondern die etwas längere Route an die Côte d’Azur (genauer Marseille) zu nehmen, fiel spontan. Käffchen am beschaulichen Hafen, weiter nach Cassis. Arschbombe ins Meer, weiter nach La Ciotat. Abendessen bei bester Adresse. Vermutlich wäre letzter Programmpunkt und auch die Übernachtung etwas weniger erfreulich verlaufen, hätten nicht auch der Zufall bzw. die überragende Gastfreundlichkeit der Franzosen ihre Finger im Spiel gehabt. Vespa verbindet, und so boten uns Arnaud, der Bootsbauer und Windsurfer, den wir auf dem Treffen in Mormoiron kenngelernte hatten, und seine Gattin ihr Zuhause als Station für diese Nacht. Merci beaucoup, Arnaud!

Technische Probleme auf dem Weg nach Italien

Am nächsten Tag sollte es planmäßig über Cannes, Nizza und San Remo weiter nach Genua gehen. Erreicht haben wir leider nur Menton. Ein Wellendichtring hatte sich verabschiedet und lies den Motor der betroffenen PX nicht nur munter Falschluft schnorcheln, sondern hatte auch den Sitz im Motorgehäuse so weit ausgeschliffen, dass eine Behebung des Problems zunächst unmöglich erschien. Dennoch wagten wir die Operation. Es wurde gekörnt, geklebt, gebetet und nach nur drei Stunden brachten wir das Gefährt souverän zurück auf die Straße nach San Remo, wo wir die Nacht verbrachten.

An Genua vorbei führte uns die Landstraße Richtung Piacenza und am Lago di Garda entlang, wo wir am frühen Abend in der Speck-Stube bei Malcesine strandeten und den erfolgreichen Tag in der Windsbar begossen. Der Rest der Strecke war Routine. Über Trient nach Bozen ging es nicht weiter auf der A22, sondern auf einer sehr empfehlenswerten Strecke über das Penser Joch nach Sterzing. Von dort – bei Regen – über Innsbruck, Zirler Berg und Garmisch-Partenkirchen zurück zum SIP-Scootershop-Headquarter in Landsberg am Lech, wo die Motoren schließlich verstummten.

Warum macht man sowas?

Auf die Frage, warum man es sich antut, 2.600 Kilometer in sieben Tagen auf 30 Jahre alten Kisten kreuz und quer durch Südfrankreich und Norditalien zu fahren, fällt mir nur eine Gegenfrage inklusive Antwort ein: Warum springen Menschen an kleinen Fallschirmen hängend aus Flugzeugen? Weil sie´s geil finden!

Vespafahren verbindet. Auf der ganzen Welt gibt es Mensch, die den Mythos Vespa leben und uns fällt auf, wie leicht es ist, überall Gleichgesinnte zu finden. Egal ob Rennsportler oder Nostalgiker, Alltagsnutzer oder zufälliger Besitzer: Alle lieben sie, die Wespe aus Blech."

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