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So sehen Zweiradmeister aus

| Autor / Redakteur: Dieter Thurm / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Die Bundesfachschule Zweiradtechnik Frankfurt ehrte am 30. März, in der Nacht zum Ostersonntag, 47 frisch gebackene Zweiradmechanikermeister des Jahrgangs 2013. Die Feier fand zum 20. und letzten Mal in der Stadthalle Bad Camberg statt.

Die jeweils frischgebackenen drei besten Fahrrad- und Motorrad-Meister der Bundesfachschule Frankfurt des Jahrgangs 2013 auf der Meisterfeier, die zum 20. Mal und letztmalig in Bad Camberg stattfand.
Die jeweils frischgebackenen drei besten Fahrrad- und Motorrad-Meister der Bundesfachschule Frankfurt des Jahrgangs 2013 auf der Meisterfeier, die zum 20. Mal und letztmalig in Bad Camberg stattfand.
(Foto: dt-press/Dieter Thurm )

Kurz nach Abschluss der letzten Prüfungen zum Zweiradmechanikermeister fand in der Stadthalle zu Bad Camberg schon die große Feier mit Übergabe der Meisterbriefe statt. Es war die 20. und zugleich die letzte Veranstaltung dieser Art an diesem Platz, mehr dazu später. Vor der Meisterprüfungskommission hatten 18 Studenten im Bereich Motorradtechnik und 29, davon eine junge Dame, im Bereich der Fahrradtechnik die Prüfung bestanden.

Weil es müßig ist, über Beweggründe groß Worte zu verlieren sei lediglich vermerkt, dass diesmal so viele Absolventen wie nie zuvor der Feier ferngeblieben waren.

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Darüber hinaus ließ der Veranstalter, die Landesinnung Hessen der Zweiradmechaniker und die Bundesfachschule für Zweiradtechnik Frankfurt keine Abschieds-Stimmung aufkommen. Nur wer Gesten zu deuten vermochte, war dann auch nicht überrascht zu erleben, warum nach 20 Jahren ausgesprochen spezielle Ehrungen durchgeführt wurden. Und zwar nach Einleitung und Grußworten war es Ernst Brehm als Bundesinnungsmeister(BIM) a.D., der Bad Cambergs Bürgermeister Wolfgang Erk und Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus zu Ehren-Gesellen im Zweiradmechanikerhandwerk ernannte. Er würdigte damit die hohen Verdienste der genannten, welche es ermöglichten, die Meisterfeier in eben dieser Stadt gestalten zu können. Dafür müsse man schon selbst ein Stück Zweiradmechaniker in sich tragen, um etwa die Stadthalle mietfrei zu überlassen, betonte Ernst Brehm.

Bürgermeister Erk blickte auf die 20 Jahre Meisterfeier in Bad Camberg zurück und lobte in diesem Zusammenhang besonders den Einsatz von Jürgen Hunkeler, den ehemaligen Leiter der Bundesfachschule.

Klaus Nennhuber, Vizepräsident der Handwerks-Kammer Frankfurt-Rhein-Main, wandte sich an die „frisch gebackenen“ Meister. Den mehr als sechs Monate währenden Vorbereitungskurs bezeichnete er als steinigen Weg, welcher trotz mancher Probleme begangen worden sei. Der Erhalt des Meisterbriefes sei keine kurzfristige Sache, erworbenes Wissen und Kenntnisse gelte es zu vertiefen und weiterzugeben. Nennhuber sagte dazu „nicht die Asche bewahren, sondern das Feuer am Leben erhalten“. Nur wer selbst gut ausgebildet ist, könne andere ausbilden.

Auf die frischen Meister kämen zum Beispiel mit der E-Mobilität zusätzliche neue Anforderungen zu, welche den Markt erweitern und die es zu meistern gelte.

Die Übergabe der Meisterbriefe geschah auf der Bühne einzeln nach Aufruf. Danach wurden die Kursbesten beider Fachrichtungen noch besonders vorgestellt und ausgezeichnet. Es waren dies im Sektor Motorrad Sebastian Fath (Contwig) auf Platz drei, Steffen Heckmann (Obergimpern) auf Platz zwei und an der Spitze auf Platz eins Kevin Strohmenger (Offenbach).

Im Sektor Fahrrad gab es zwei dritte Plätze, die an Marvin Esser(Tauberbischofsheim) und an Alexander Müller (Oberursel) gingen. Platz zwei belegte Benjamin Ulm (Hüttenberg) und den ersten Platz nahm Christian Fett (Karlsruhe) für sich in Anspruch.

Econ stiftet den Gewinnern wertvolle Werkzeuge

Diese sieben Platzierten wurden zusätzlich überrascht. Vom Hause Econ Werkstattausrüstung und durch dessen Geschäftsführer Kurt Peil persönlich übergeben erhielten sie Geräte und Werkzeuge, welche sie in der Praxis gut gebrauchen können.

1. Preis Motorrad: Werkzeugwagen Alu Line Gedore/Carolus Gruppe,

2. Preis Motorrad: Ratschenkasten der Firma Sonic,

3. Preis Motorrad: Motorradrucksack von IXS mit verschiedenen Motul-Pflegemitteln.

1. Preis Fahrrad: Transportabler Kompressor der Firma Aerotec,

2. Preis Fahrrad: Zentrierständer der Firma Unior,

3. Preis Fahrrad: Li-Ionen Akkuschschrauber Fabrikat Einhell.

Noch ein Glanzlicht leuchtete an diesem Abend. Bei Beginn der Meisterausbildung war Norbert Schatten der erste und damals zugleich der einzige, der als Meister im Zweiradmechaniker-Handwerk seinen Meisterbrief in Frankfurt erhalten hatte. Sohn Stefan hat jetzt den Vater quasi eingeholt und ebenfalls seinen Meisterbrief erworben. Norbert Schatten hielt dazu eine kurze Ansprache. Er schilderte wie sich die Verhältnisse damals darstellten und dass manchmal improvisiert werden musste. Er würdigte, dass heute umfassend und bestens eingerichtet auf hohem Niveau der Unterricht stattfindet.

Die Rock'n-Roll-Formation der Limburger Tanz-Schule Schöffl sorgte mit mehreren Auftritten von vier Paaren musikalisch wie optisch für Schwung und Unterhaltung.

Es war dies, wie weiter oben schon ausgeführt, zwar die 20. aber auch die letzte Meisterfeier in Bad Camberg. Die Stadt liegt im Bereich der HWK Wiesbaden. Die nächste Feier mit Übergabe der Meisterbriefe wird aller Voraussicht nach in Frankfurt am Main, soll aber auf jeden Fall im Einzugsgebiet der HWK Frankfurt-Rhein-Main stattfinden.

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