So sieht Europa die Zukunft des motorisierten Zweirads

35 Millionen motorisierte Zweiräder auf dem Kontinent

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Stephan Maderner

Die Gastgeber der 13. Jahreskonferenz europäischen Industrieverbandes: Stefan Pierer, Acem-Präsident (KTM Sportmotorcycle AG) und sein Vize Michele Colaninno (Piaggio).
Die Gastgeber der 13. Jahreskonferenz europäischen Industrieverbandes: Stefan Pierer, Acem-Präsident (KTM Sportmotorcycle AG) und sein Vize Michele Colaninno (Piaggio). (Bild: Acem)

„Nachhaltiges Motorradfahren in Europa“ – unter diesem Motto fand die 13. Annual Conference des europäischen Verbandes Acem statt. 250 Teilnehmer kamen nach Brüssel, um sich über die Rolle der Motorradindustrie im Transportwesen der Zukunft auszutauschen.

Stefan Pierer, amtierender Acem-Präsident und CEO des Motorradherstellers KTM, betonte auf der 13. Annual Conference des europäischen Verbandes am 24. Januar in Brüssel, dass sich die Motorradindustrie der Nachhaltigkeit verpflichtet hat. Mit vor Ort dabei war natürlich der deutsche Industrieverband Motorrad (IVM), dessen Online-Newsletter „Performance“ die wichtigsten Ergebnisse der hochkarätig besetzten Konferenz zusammenfasst.

„Die Nachhaltigkeit der Motorradbranche zeige sich nicht nur in der ökologischen Performance der Fahrzeuge und deren Verkehrssicherheit, sondern auch in der Wirtschaftlichkeit der einzelnen Abläufe. Auch weist er darauf hin, wie sauber die Fahrzeuge auf dem Weg von Euro 0 zur aktuellen Euro 4-Norm geworden sind: im Laufe der Entwicklung wurden die Grenzwerte für den Kohlenmonoxid-Ausstoß um 91 Prozent reduziert und auch die Ruß- und Stickstoffemissionen gingen um 92 Prozent zurück.

Pierer appellierte dringlich an die Vertreter der Europäischen Kommission: Zwar würden die Entwickler in den kommenden Monaten bereits mit der Umsetzung der Richtlinien für die Euro 5-Abgasnorm beginnen, da aber der Fahrzeugbau in seinen Abläufen einer sehr komplexen Planung unterlegen ist, werden seitens der EU Kommission unbedingt Informationen zu technischen Vorgaben sowie die Zeitschiene zur Einführung der zukünftigen Euro 5-Abgasnorm benötigt.

Im weiteren Verlauf der Podiumsdiskussion tauschten sich Antonio Perlot (Acem-Generalsekretär) und Erwin Segers (Acem Komitee für technische Angelegenheiten) mit Bernd Lange (MEP) und Claire Depré (Europäische Kommission - Verantwortliche für die Abteilung Nachhaltigkeit und intelligentes Transportwesen bei DG Move), Ramon Gouweleeuw (Europäische Kommission, Politikbeauftraugter bei DG Grow) sowie Greg Archer (Direktor der Abteilung „Clean Vehicles“ bei Transport and Environment) und Silvio Manicardi (FIM-Vizepräsident) über die Zukunft des Motorradfahrens und die damit verbundenen Aufträge für Industrie und Politik aus.

35 Millionen motorisierte Zweiräder sind auf Europas Straßen unterwegs. Gerade im urbanen Raum sind sie oft die Antwort auf das Mobilitätsbedürfnis der Menschen. Um diesen Ansprüchen weiterhin gerecht zu werden, wird die Branche auch in Zukunft in Fortschritt und Know-how investieren – und weiterhin auf eine intensive Zusammenarbeit mit den Kollegen der verschiedenen EU-Institutionen setzen, so Antonio Perlot in seinen Schlussworten.“

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