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Specialized: Knusperleicht und reichweitenstark

Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Viktoria Hahn

Pedelecs gehören mittlerweile auch bei Rennradspezialisten zum guten Ton. Specialized hat jetzt ein besonders edles Schummelrad entwickelt, das bis fast 200 Kilometer sportlichen Fahrern die Beinarbeit erleichtern kann.

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Neben einer kompakten Bauweise soll sich der SL 1.1 genannte Antrieb durch geringe Geräuschentwicklung sowie eine konstante und gleichmäßige Leistungsabgabe von 240 Watt auszeichnen.
Neben einer kompakten Bauweise soll sich der SL 1.1 genannte Antrieb durch geringe Geräuschentwicklung sowie eine konstante und gleichmäßige Leistungsabgabe von 240 Watt auszeichnen.
(Bild: Specialized)

Zwölf Kilogramm Gewicht, fast 200 Kilometer Reichweite und bis zu 14.000 Euro teuer – so lauten die Eckdaten des neuen E-Rennrads Turbo Creo SL von Specialized. Optisch ist das Schummelrad als solches kaum erkennbar, denn in den elegant geformten Carbon-Rahmen wurden ein eigens von Specialized entwickelter Mittelmotor sowie eine 320-Wh-Batterie sehr unscheinbar integriert.

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Natürliches Treten in drei Modi

Neben einer kompakten Bauweise soll sich der SL 1.1 genannte Antrieb durch geringe Geräuschentwicklung sowie eine konstante und gleichmäßige Leistungsabgabe von 240 Watt auszeichnen. Laut Hersteller fühlt sich das Treten natürlich an. Wählen kann der Fahrer zwischen den drei Unterstützungsmodi Eco, Sport und Turbo. Unterstützt wird bis maximal 25 km/h. Schnelleres Fahren ist jedoch kein Problem, da sich jenseits der 25 km/h der Motor entkoppelt, weshalb der Fahrer nicht gegen einen Widerstand des E-Antriebs antreten muss.

Reichweite von 135 Kilometern

Per Smartphone lässt sich die Motorunterstützung in einer App, Mission Control genannt, personalisieren. Wer seine geplante Strecke und deren Länge kennt, kann diese zudem der Mission Control mitteilen, was diese wiederum dazu veranlasst, die Akkulaufzeit automatisch zu verwalten. Die Reichweite der Standard-Batterie beträgt beachtliche 135 Kilometer, mit Hilfe eines optionalen, für die Basisvarianten rund 370 Euro teuren Range-Extenders mit 160 Wh, kann die Reichweite auf 195 Kilometer steigen. Die Zusatzbatterie kommt wie eine Trinkflasche in eine am Sattelrohr befestigte Halterung. Die Ladezeit der Standardbatterie gibt der Hersteller mit 2,5 Stunden an.

Vier Varianten des Schummelrads

In vier Varianten bietet Specialized das Turbo Creo SL an. Expert Evo heißt die 13,3 Kilogramm schwere und 8.500 Euro teure Gravel-Version, die sich durch eine gegenüber Schotterpisten tolerantere Bereifung auszeichnet. Alternativ gibt es zum gleichen Preis das 13,1 Kilogramm schwere Evo, das eindeutiger auf Asphalt-Performance ausgelegt wurde. Die nur 12,2 Kilogramm schwere Highend-Variante heißt S-Works Turbo Creo SL und kostet rund 12.500 Euro. Unter anderem bietet es Edelkomponenten wie ein XTR-Schaltwerk und den Range-Extender. Letzteres gilt auch für das auf lediglich 250 Exemplare limitierte S-Works Turbo Creo SL Founder’s Edition, welches dank spezieller Leichtbaumaßnahmen nur 11,9 Kilogramm wiegt und sich unter anderem durch Goldakzente auszeichnet.

Alle Turbo-Creo-Modelle haben übrigens ein Dämpfersystem im Lenkrohr integriert, welches Erschütterungen des Fahrers und entsprechende körperliche Ermüdungserscheinungen reduzieren soll. Angesichts des Reichweitenpotenzials keine schlechte Idee.

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