Krank feiern, Benchmark-Club, Trump und der Handelskrieg

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Business Media)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 10/2018/II), Folge 578: Diese Woche hätte eigentlich das Motto "Krank-sein-zu-dürfen-ist-Luxus-hurra-ich-arbeite-von-zuhause-aus" über meiner Kolumne stehen müssen. Seit vielen Jahren hat es mich nämlich mal wieder so richtig erwischt: Grippevirus, irgendso ein H1N1-...

...-oder-ein-vielfaches-davon-Virus sorgt für allgemeine Mattigkeit, Schwindel, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen und kalten Husten. Da hat wohl die Menschenansammlung und das viele Händeschütteln auf der Messe Motorräder Dortmund in der vergangenen Woche das Influenzavirus sauber verbreitet. Das zweistündige Zwangswarten in der Arztpraxis tat sein Übriges und stellte meine Kondition hart auf die Probe. Später dann in der Apotheke starrt mich ein ehemaliger Verlagskollege aus dem Layout an der Nebentheke ungläubig an, als er meine aufgehäufte Arzneibatterie zu Gesicht bekam: "Deutsche Eiche wankt?", fragte er schelmisch. Wohl wissend, dass ich als Roßnatur bekannt bin, die so schnell nichts umhaut und ein krankheitsbedingtes Fernbleiben von der Arbeitsstätte für mich eigentlich nur ein theoretisches Konstrukt ist.

Aber was, wenn doch? Als Führungskraft kennen Sie die Antwort. Man bleibt schweren Herzens und auf Anraten des Arztes zuhause und gönnt sich wenigstens ein bisschen Ruhe in den eigenen vier Wänden. Ganz abschalten und sich ungestört auskurieren ist natürlich nicht! E-Mails abrufen von der Couch, eingehüllt in warme Decken, ein paar wichtige Telefonate noch, einen Vortrag vorbereiten, den Redaktionspraktikanten mit Nachrichten versorgen, die Assistentin muss noch die Zugverbindungen der nächsten Geschäftsreise organisieren...

Und wie steht es gerade um Ihre eigene Gesundheit? Die Influenzawelle bisher unbeschadet überstanden - oder schon hinter sich? Wie sieht es bei Ihnen gegenwärtig beim Krankenstand in Werkstatt und Verkauf aus? Kann das gesunde Team den Ausfall der Kollegen kompensieren? Wie organisieren Sie Ihre eigene durch Krankheit erzwungene Auszeit? Haben Sie die Muße, sich ohne jeglichen Gedanken ans Geschäft oder jedwede operative Aufgabe im Krankenstand völlig auszukurieren? Oder ist und bleibt dies auch für Sie ein Wunschtraum?

Bei mir mussten jedenfalls knapp sechs Tage (inklusive Wochenende) Rekonvaleszenz ohne gedankliches Abschalten und Teilzeitarbeit im Home Office ausreichen. Seit gestern Nachmittag bin ich also wieder auf der Piste. Zu wichtig war und ist das Workshop-Treffen der Benchmark-Club-Mitglieder in Köln. Die tollen Gespräche und ein informationsreicher und fabrikatsübergreifender Erfahrungsaustausch unter Händlerkollegen sind einfach nur gesundheitsfördernd - in jeglicher Beziehung. Das bringt Saft und Kraft in die Zellen.

Empfehlen möchte ich Ihnen an dieser Stelle die Lektüre der Antworten der Branche auf meinen letzten Speedlog. Sind wieder einige interessante Anregungen und Denkanstöße darunter.

Bootet der Direktvertrieb der Hersteller den Handel aus?

Bootet der Direktvertrieb der Hersteller den Handel aus?

06.03.18 - Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 10/2018/I), Folge 577: Ducati testet das Internet als Verkaufskanal: Buy now, online only. Im Angebot: die Scrambler #Hashtag. Brechen jetzt alle... lesen

Außerdem stand diese Woche ein heraufziehender Handelskrieg zwischen der EU und den USA im Newsletterfokus. Wenn Donald Trump und die EU ernst machen in Sachen Zölle und Strafen bei Stahl und Aluminum, droht der Motorradindustrie nichts Gutes. Wie der Acem die Sache sieht, lesen Sie in meinem vom Krankenbett aus verfassten Beitrag!

Acem: Trump, die Zölle und Harley-Davidson

Acem: Trump, die Zölle und Harley-Davidson

07.03.18 - Acem-Präsident Stefan Pierer und mit ihm die gesamte europäische Motorradindustrie äußern sich besorgt über eine mögliche Eskalation der Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU, die sich auf den Motorradsektor auswirken könnten. lesen

UMFRAGE
Zukunft des Motorradrennsports – in der Autofahrerhochburg Deutschland führen internationale Motorradrennsport-Großevents ein Schattendasein.
Bitte kreuzen Sie alles Zutreffende an!
Foto: Yuasa

Der Rennsportzirkus ist auf Dauer zu teuer für den Standort Deutschland und nicht mehr finanzierbar.

20 %

Die Motorradevents verlagern sich in die „Emerging Markets“ Asien und Südamerika.

17 %

Die Motorrad-Fanbasis ist stabil – Moto-GP und IDM haben auch in Zukunft eine sichere Heimat in Deutschland.

58 %

Moto-GP, IDM & Co. erleben hierzulande eine Renaissance.

5 %

Spamschutz:

Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein:

Eine gute Sache für die Branche ist zweifellos mein Award „Motorradhändler des Jahres“, der 2018 zum 14. Mal ausgeschrieben wird. Machen Sie mit an diesem professionellen Wettbewerb um die Zukunft des Handels und bewerben Sie sich. Der Stichtag für die erste Bewerbungsrunde ist der 6. April. Stellen Sie sich auf den Prüfstand und nutzen Sie die Chance, durch unsere „Zertifizierung“ besser zu werden. Öffnen Sie das Zukunftsfenster. Wenn Sie uns lieber einen tollen Händler oder eine professionelle freie Werkstatt vorschlagen möchten, dann können Sie hier Ihren Vorschlag einreichen

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