Intermot 2018: Jugend ist hungrig auf Premieren

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Communications Group)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 41/I), Folge 635: Nach der Intermot ist vor der Intermot. Die Messe Köln hat Bilanz gezogen und bereits den nächsten Termin bekanntgegeben: vom 30. September bis 4. Oktober 2020 soll...

...die nächste Aufführung der Kölner Motorradmesse über die Bühne gehen. Nachdem ich in meinem letzten "Werk braucht Feuer"-Speedlog meine Sicht der Dinge zur Intermot 2018 dargestellt habe, will ich nun die Intermot-Veranstalter selbst, Koelnmesse und Industrie-Verband Motorrad, zu Wort kommen lassen. Die offizielle Bilanz der Koelnmesse ging am Sonntag Nachmittag kurz vor 16 Uhr per E-Mail an die Redaktionen raus und landete um 15 Uhr 54 in meiner Mail-Box. Die Headline lautete: "Intermot 2018: Starker Besuch und faszinierende Erlebniswelt". Zu den Fakten: Rund 220.000 Fachbesucher und Motorradfans (so viel wie beim Rekord aus dem Jahr 2016) aus nahezu 100 Ländern hätten sich über das Angebot von 1.041 Anbietern aus 40 Ländern. Lesen Sie im folgenden in Auszügen aber unkommentiertem O-Ton der Pressemitteilung: "Sechs Tage lang, Presse- und Fachbesuchertag eingerechnet, prägten satte Motorengeräusche den Lebensrhythmus in Köln. Die internationale Branche – Handel, Bikerfans, aber auch der Zweirad-Nachwuchs in großer Zahl - strömten in die Kölner Messehallen und erlebten die faszinierende Motorradwelt der Intermot: die ganze Herstellerrange auf einen Blick, spektakuläre Action der Profis und ein Mitmachprogramm der Extraklasse. ,Noch wichtiger als der beachtliche Besucherzuspruch ist das klare Statement führender Branchenteilnehmer, dass die Intermot in Köln eine zentrale Rolle in der motorisierten Zweiradwelt spielt', so das Fazit von Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. Dies bestätigte Grant Bester, Vice President/General Manager EMEA, Polaris Industries EMEA in seiner Intermot-Analyse: ,Zum ersten Mal in der Historie von Indian Motorcycle haben wir eine Weltpremiere außerhalb der Vereinigten Staaten vorgestellt…Wir haben ganz bewusst für diesen Launch die Intermot in Köln ausgewählt – die Veranstaltung ist sehr international und Deutschland für Indian ein extrem wichtiger Markt. Die Resonanz, die wir von den internationalen Einkäufern und Journalisten für unsere neuen Modelle erhalten haben, ist überwältigend.'"

Und weiter im Text heißt es: "Der starke Branchenzuspruch auf Handelsseite unterstreicht die Bedeutung der Intermot als globale Business-Plattform. Deutschland ist für den europäischen Markt Gradmesser für die zukünftige Entwicklung und die Intermot spielt hier eine entscheidende Rolle als unverzichtbarer Impulsgeber', ergänzt Reiner Brendicke, IVM-Hauptgeschäftsführer. Und Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse, stellt fest: ,Neben den Branchenteilnehmern haben vor allem die Motorradfans ,mit den Füßen' abgestimmt – für ein internationales Neuheiten- und Motorradevent in Deutschland. Deutschland ist ein führender europäischer Motorradmarkt und die Community möchte die Premierenmodelle sehen und nicht ausschließlich aus den Zeitungen entnehmen. Der deutliche Anstieg der jungen Besucher bis 21 Jahre um 50 Prozent ist Beweis genug für die Dynamik der Intermot.'“ Soweit der auszugsweise wiedergegebene O-Ton der Pressemeldung.

Hersteller, hört die Signale

Ich finde, dass gerade vom letzten Absatz ein starkes Signal ausgeht: Die Koelnmesse-Geschäftsführerin Hamma appelliert an die Hersteller, in Zukunft wieder mehr Weltpremieren auf der Intermot zu zeigen und die Faktenlage ernst(er) zu nehmen. Wahrlich, man wünscht sich mehr solcher Pro-Intermot-Statements seitens der Volumenhersteller wie das von Indian-Europachef Gran Bester. Die US-Amerikaner sind mit gutem Beispiel vorangegangen und haben der Intermot eindrucksvoll den Rücken gestärkt. Leider kann man das von der überwiegenden Mehrheit der Fahrzeugmarken nicht behaupten. Dass die italienischen Marken wie Ducati und Piaggio eher ihre "Hausmesse" in Milano supporten als Köln ist verständlich. Doch zumindest BMW, KTM, Triumph & Co. sollten auf der Intermot, der wichtigsten internationalen Messe auf dem starken Motorradmarkt Deutschland, mit seinen kaufkräftigen Kunden, 2020 wieder mehr Flagge zeigen. Was meinen Sie? Wie haben Sie das diesjährige Messeevent in Köln wahrgenommen? Welchen Weg nimmt die Intermot beim nächsten Mal? Freue mich wie immer auf Ihre Rückmeldungen.

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