Reise zu den Top-Händlern 2018 (Teil 5 und Schluss): Grande finale in Franken

Anmerkungen zu aktuellen Branchenthemen

| Autor: Stephan Maderner

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin. (Bild: Vogel Communications Group)

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (KW 44/II), Folge 641: Am Freitag vor zwei Wochen standen die beiden letzten Kandidaten auf dem Programm, die sich für den Award „Motorradhändler des Jahres“ beworben hatten. Die Fahrt führte uns einmal quer durchs schöne Frankenland, und zwar zunächst nach Mittelfranken...

...ins schöne Nürnberg. Dort ist der Name Auto Herold seit 1956 ein Begriff; das Unternehmen setzt seit 1982 auch auf das emotionale Produkt Zweirad. 1994 übernahmen die Geschwister Jörg und Beate den elterlichen Betrieb. Jörg Herold kümmert sich seither ums Vierrad und Beate Winkler ums Zweirad. Von Anfang an war Kawasaki die erste Wahl, ergänzt um Kymco, Peugeot Scooters, Mondial, Quadro (und von 2010 bis zur Trennung 2017 Victory). Mit Johanna Winkler (Eintritt ins Autogeschäft m März 2010) und Katharina Winkler (Motorrad, seit November 2015) mittlerweile die vierte Generation „der Herolds“ am Start. So geht frühzeitige Nachfolgeregelung!

Zwei Powerfrauen und ein Europameister

Was zeichnet das Motorradgeschäft in Nürnberg aus? Nun, von außen ist es ziemlich unscheinbar und für Nicht-Ortskundige nicht gerade leicht zu finden; eher versteckt in einem Innenstadtkomplex neben einem Aldi-Supermarkt gelegen. Doch kaum hat der Kunde die Schwelle zum Laden überwunden, taucht er in eine faszinierende Welt des Motorrads ein. Jahreszeitgemäß ist in Sachen Dekoration Halloween befohlen: bunte Kürbisse, jede Menge Masken à la Joker und Superman aus dem Marvel-Comic-Universum, Spinnennetze und Fledermäuse an der Wand. Der Showroom ist gerüstet für die nächste Halloween-Party, in Nürnberg legendär, die Kunden kommen in Kostümen. „Bei uns ist nicht jeder Tag gleich, für uns ist jeder Kunde, der unseren Verkaufsraum betritt, eine neue – positive – Herausforderung“, sagt Katharina Winkler. Sie ist der Kreativkopf und Werbestratege der Company. Die studierte Medien- und Eventmanagerin hat nach der Alma Mater noch einmal die Berufsschulbank gedrückt und eine verkürzte Kaufmannslehre zu ihrer Ausbildung drauf gesattelt. Der viel beachtete Radiospot mit der fränkelnden Susi geht auf ihr Konto.

„Für unsere Kunden stellen wir uns gerne auf den Kopf“, beschreibt Beate Winkler ihr Motto. „Die Unterschrift auf dem Kaufvertrag bedeutet bei uns nicht das Ende, sondern den Anfang einer Beziehung.“ Völlig tiefenentspannt plant die Chefin, ihre agile Tochter an der Seite wissend, ihren aktiven Unruhestand mit ihren Pferden, der nach dem Business und der Familie ihre Liebe gilt. Die beiden Powerfrauen im Verkauf können sich von schreiben, dass es auch in der Werkstatt wie am Schnürchen läuft. Dafür sorgt Philipp Weber, der Europameister der Zweiradmechaniker von 2012. Alles in allem hat die Jury ein begeisterndes Team erlebt, das vor Ideen nur so sprüht.

Das Drei-Generationen-Haus

Das letzte Jury-Kapitel schlagen wir im unterfränkischen Sennfeld auf, gelegen im Hafen der Industriestadt Schweinfurt, unweit fließt der Main vorbei. Wir besuchen unseren letzten Kandidaten auf unserer langen Reise zu den Top-Händlern: Motorrad-Witzel. Das Multi-Generationen-Haus bietet einen gesunden Mix aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das Geschäft gibt es seit über 50 Jahren. Der BMW-, Yamaha- und Husqvarna-Händler zelebrierte 2017 sein goldenes Jubiläum. Das hat man wirklich selten – ein Motorradbetrieb, unter dessen Dach alle drei Generationen harmonisch miteinander an der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Unternehmens arbeiten: Fritz, Volker und Steven Witzel. Der 86-jährige Seniorchef Fritz sitzt immer noch im Sattel von Motorrädern und macht für die Kunden den Tourguide, zuletzt unterwegs auf der neuen BMW R 1250 GS. Der ehemalige Fichtel und Sachs-Mitarbeiter mit Drang zur Selbstständigkeit zählt mit 214 Goldmedaillen zweifelsohne zu den erfolgreichsten deutschen Motorrad-Offroadern.

Schon seit vielen Jahren lenkt Volker Witzel das Geschäft in zweiter Generation. Die Übergabe auf seinen Sohn Steven Witzel, der schon aktiv im Geschäft mitarbeitet und die Prozesse aus dem Auohandelsbereich dort implementiert, ist vorprogrammiert. Steven hat ein Faible für Sonderumbauten und Veredelungen und ist der große Hoffnungsträger bei der Forcierung der eigenen Social-Media-Strategie des Händlers auf dem Weg in die digitale Zukunft. Die ganze Familie ist vom Virus Motorrad infiziert. Das spürt man nicht nur in Gesprächen mit den Familienmitgliedern sondern auch wenn man sich im Team umhört und sich in Werkstatt und dem tollen Showroom (700 Quadratmeter Verkaufsfläche) mit dem Bekleidungs- und Helmprogramm von BMW, Yamaha, Shark und Modeka umschaut. Was diesen Leuchtturm der Branche noch auszeichnet und auf welchem Platz er am Ende in unserem Ranking landet, verrät Ihnen die Jury auf der Preisverleihung am 29. November in Würzburg. Die Spannung steigt...

Fazit

Wer hat an der Uhr gedreht, ist schon wieder alles vorbei? Es war uns eine Ehre, für die Branche auf Tour zu gehen. Nach 2512,4 Kilometern und einer Nettofahrzeit von 31 Stunden, 29 Minuten und 43 Sekunden endet unsere Reise zu den Top-Händlern des Jahrgangs 2018. Wir haben tolle Unternehmen gesehen, für ihren Beruf brennende Menschen, die allesamt Spaß daran haben, mit viel Emotion und Empathie Kunden für das Produkt Motorrad zu gewinnen. Allesamt Siegertypen und Mutmacher für die Branche.

Fachtagung – jetzt anmelden

Wir freuen uns jetzt schon, unsere besuchten Top-Ten-Betriebe auf der Bühne des Vogel Convention Centers zu zelebrieren. Sie können alle Teams auf dem Networking-Event des Jahres kennenlernen, auf der Fachtagung „bike und business“ am 29. November in Würzburg. Loggen Sie sich auf der Landingpage mit dem Aktionscode „bike2018“ ein, dann kommen Sie kostenlos rein. Noch 27 Tage bis zum Zukunftstag der Zweiradbranche.

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