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Spezial-Reifen für mehr Performance

| Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Nika-Lena Störiko

Vorschriften bei der Reifenwahl gibt es für Pedelecs nicht. Doch für E-Bike-Nutzer gibt es einige gute Gründe, nach optimierten Reifen-Typen Ausschau zu halten. Mittlerweile bieten einige Hersteller speziell auf den E-Bike-Einsatz optimierte Reifen, die einige Vorteile versprechen.

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Mit dem E-Wild bietet Michelin einen für den Einsatz bei E-Mountainbikes optimierten Reifen an.
Mit dem E-Wild bietet Michelin einen für den Einsatz bei E-Mountainbikes optimierten Reifen an.
(Bild: Michelin)

Von Seiten des Gesetzgebers werden jedenfalls keine speziellen Anforderungen an Pedelec-Reifen gestellt. Insofern hat der Kunde hier freie Wahl. Allerdings sind Reifen an Pedelecs höheren Belastungen, Gewichten sowie Beschleunigungs- und Bremskräften als an normalen Rädern ausgesetzt. In der Regel werden von den Fahrradherstellern in der Erstausstattung deshalb bereits Reifen montiert, die diesen besonderen Umständen Rechnung tragen. Viele Reifenmodelle, die man auch an normalen Fahrrädern findet, bieten bereits gute Voraussetzungen für den Einsatz an E-Bikes. Deshalb kennzeichnen einige Reifenhersteller diese auch als speziell für diesen Einsatzzweck geeignet. Wer also einen neuen Reifen für sein E-Bike benötigt, sollte beim Kauf auf solche Hinweise achten. Hersteller wie Michelin kennzeichnen diese Modelle mit dem grün hinterlegten Label „E-Bike ready“.

Neben den sowohl für Fahrräder als auch Pedelecs geeigneten Reifen gibt es mittlerweile auch einige für den Einsatz an E-Bikes optimierte Modelle. Für die weitverbreiteten Touren- und Stadt-Pedelecs eignen sich zum Beispiel Reifen, deren Gummimischung einen geringeren Rollwiderstand versprechen, da sich dies positiv auf den Stromverbrauch und damit die Reichweite auswirkt. Bei Michelin heißt ein entsprechendes Modell Energy, bei Schwalbe Energizer Plus. Diese Typen sorgen dank ihrer speziellen Profilgestaltung und einer optimierten Gummimischung für reduzierten Rollwiderstand. Zugleich können sich solche Reifen noch durch erhöhten Grip, Robustheit und Langlebigkeit auszeichnen.

Mittlerweile gibt es auch optimierte Pedelec-Reifen für spezielle Fahrradtypen. Für den Einsatz auf E-Rennrädern hat Schwalbe den E-One entwickelt, der neben mehr Grip noch höheren Pannenschutz bietet. Auch für E-Mountainbikes gibt es spezielle Reifenlösungen wie etwa den Eddy Current Front & Rear. Dieses Modell zeichnet sich durch einen extra breiten Hinterreifen mit dicken Stollen aus, was im Offroadeinsatz mehr Griffigkeit verspricht. Entsprechend lässt sich die Motorkraft im Gelände besser in Vortrieb umsetzen. Michelin setzt bei seinem E-MTB-Reifen E-Wild ebenfalls auf bessere Traktion, zugleich sollen eine härtere Gummimischung für weniger Rollwiderstand und mehr Reichweite sowie weichere Reifenschultern für Extragrip bei Schräglage sorgen.

Während es bei den 25-km/h-Pedelecs keine speziellen Auflagen für Reifen gibt, müssen diese für schnelle S-Pedelecs explizit auf diesen Einsatz ausgelegt sein. In der Regel zeichnen sich diese durch verbesserten Rollwiderstand und erhöhten Pannenschutz sowie Robustheit und erhöhten Grip in Kurven aus. Entscheidend ist jedoch die Zulassungsfähigkeit dieser Reifen, welche das ECE-R75-Prüfzeichen signalisiert. Ohne diesen Hinweis dürfen die Reifen gar nicht an einem S-Pedelec montiert werden. Fehlt es, verliert das starke E-Bike die Zulassung zum öffentlichen Straßenverkehr.

Unabhängig von der Wahl des Reifens sollte man als Pedelec-Nutzer noch auf den Reifendruck achten. Idealerweise wird der einmal im Monat überprüft. Der Luftdruck hat immer einen großen Einfluss auf den Rollwiderstand und natürlich auch auf die Sicherheit beim Fahren. Am besten wählt man den vom Hersteller des Fahrrads und der Felge empfohlenen Wert. Dabei sollte man weder den Maximaldruck überschreiten noch den Minimaldruck unterschreiten. Meist empfiehlt sich ein Mittelwert, denn wer mit Maximaldruck unterwegs ist, muss Abstriche beim Komfort hinnehmen.

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