Stadler: "Ducati passt hervorragend zu Audi"

Große Kompetenz in Leichtbau und Motortechnik

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Audi stellt seinem Sportwagen R8 (rechts) nun die Ducati Panigale zur Seite.
Audi stellt seinem Sportwagen R8 (rechts) nun die Ducati Panigale zur Seite. (Foto: Audi)

Der Autohersteller sieht in Ducati nicht nur eine führende Motorradmarke, sondern schätzt auch die technischen Fähigkeiten der Italiener hoch ein – beispielsweise den Leichtbau und die Motortechnik.

Als es dem Automobilhersteller Audi einmal gar nicht gut ging, wurde er vom damals größten Motorradproduzenten der Welt aufgekauft und bildete zusammen mit ihm den Kern eines neuen Automobilkonzerns, dessen Markenzeichen vier ineinander verschlungene Ringe waren. Zugegeben: Das ist ein Menschenleben her – und heute sind die Vorzeichen vollkommen anders. Doch es schien den Audi-Verantwortlichen und vor allem dem Volkswagen-Patriarchen Ferdinand Piëch klar zu sein, dass der Marke mit den Ringen ohne Zweiräder etwas fehlte.

Den Mut, eine eigene Produktion aufzubauen und dazu eine Marke aus dem reichhaltigen Portfolio des eigenen Unternehmens zu nutzen (beispielsweise DKW oder NSU), brachten die Ingolstädter gleichwohl nicht auf. Doch als die italienische Edelmarke Ducati zum Verkauf stand, handelten sie schnell.

Ducati auf der Höhe des Schaffens

Die Firma aus Bologna ist in ihrer jetzigen Form aber auch ein Hauptgewinn: Sowohl technisch als auch unternehmerisch befindet sie sich auf der Höhe ihres Schaffens. Mit 42.200 Einheiten und 480 Millionen Euro Umsatz erzielte Ducati im Jahr 2011 die Rekordwerte seiner Geschichte und ist zudem nach eigenen Angaben der profitabelste Motorradhersteller seiner Klasse.

So war es nicht immer: Nach wechselvoller Geschichte ging das Unternehmen 2006 in den Besitz des italienischen Finanzinvestors Investindustrial über, der es konsequent auf Profitabilität trimmte. Gleichzeitig entstanden in dieser Zeit Motorradmodelle, die außerhalb der traditionellen Ducati-Marktsegments standen, gleichwohl aber Markenfans wie auch Neukunden überzeugten: etwa die Multistrada 1200 oder die Diavel. Als erster europäischer Konkurrent durchbrach Ducati 2007 zudem die jahrzehntelange Dominanz der japanischen Marken in der obersten Motorsportklasse Moto GP und ist Superbike-Serienweltweltmeister. „Die Übernahme bestätigt die positive Entwicklung, die Ducati seit der Übernahme durch die Investindustrial-Gruppe 2006 verzeichnen konnte“, fasst Ducati-Geschäftsführer Gabriele Del Torchio zusammen:

AMG wollte oder konnte nicht

Für den Inhaber konnte es also kaum einen besseren Zeitpunkt gegen, um seine Perle zum Verkauf anzubieten. Mögliche Interessenten gab es sicher noch mehr – beispielsweise den bisherigen Kooperationspartner AMG-Mercedes oder den indischen Mahindra-Konzern. Doch Audi ist ein mehr als geeigneter neuer Eigentümer: Mit Lamborghini haben die Ingolstädter bereits bewiesen, dass sie mit italienischen Edelmarken umzugehen wissen.

Investindustrial-Chef Andrea Bonomi erklärte: „Wir glauben, dass Audi der beste Partner ist, um den bereits eingeleiteten Globalisierungsprozess von Ducati weiterzuführen. Ich bin überzeugt, dass Audi ein verantwortungsbewusster Eigentümer sein wird, der die technischen Fähigkeiten der Ducati-Mitarbeiter bewahrt und die Firma in eine erfolgreiche Zukunft führt."

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