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Stadt Offenbach eröffnet Pedelec-Verleih

| Autor / Redakteur: Dieter Thurm / Martina Eicher

Offenbach - erste Kommune in Hessen mit „e-mobil-Station“

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( Archiv: Vogel Business Media )

Mit großem Aufwand und unter Medienpräsenz präsentierte und eröffnete die Stadt Offenbach Ende Mai als erste Kommune in Hessen eine „e-Mobil-Station“. Zu Beginn werden zwei e-Automobile und 15 Pedelecs zum Verleih angeboten. Bei den e-bikes der Marke Winora stehen drei Modelle zur Verfügung: Das e-Mobil City, das e-Mobil Classic und zuletzt das e-Mobil Sport. Die Leihgebühren sind gleich hoch. So kostet zum Beispiel ein Pedelec für 24 Stunden neun Euro, darin sind die Kosten für Strom und unbegrenzte Kilometer enthalten. Als Mieter eines e-Autos ist einmalig ein Rahmennutzungsvertrag mit der Stadt zum Preis von 25 Euro abzuschließen. Dafür erhält man eine Chipkarte, mit der die Türen des Wagens zu öffnen sind. Die e-Autos müssen vorher bestellt werden und kosten dann je angefangene Stunde sechs Euro. An der Ausleihstation in der Stadtmitte stehen je ein Terminal für Autos und Pedelecs.

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Das Pedelec.

Wer ein Pedelec leihen möchte, kann das, mit einer Chipkarte und einer PIN-Nummer bewaffnet, direkt an der Ausleihstation tun, am entsprechend eingerichteten Terminal das gewünschte Pedelec aus seiner Box entnehmen und nutzen. Nach der Tour das Bike wieder in die Box zurückstellen und an die Stromversorgung anschließen. Alle Pedelcs sind mit Nabenmotoren, Aufstellern und ohne Werkzeug zu handhabende Höhenverstellung der Sättel versehen. Die aus dem Hause Winora stammenden Pedelecs wurden über den Fachhändler „Lautlos durch Rhein-Main“ (Dreieich) bezogen. Es handelt sich dabei um die Modelle „Town“ sowie „C 1“ und „F 1“ teilweise als Tiefeinsteiger für die weibliche und ältere Klientel. Der Verleih empfiehlt, einen Helm zu tragen.

Das e-Auto.

Hier handelt es sich um das Modell „Think City A 306“, welches als erstes Elektro-Auto konstruiert in Serie ging und mit der M 1-Homologation EU-weit zugelassen ist. Dazu gibt es seit Dezember 2010 eine Nutzfahrzeug-Variante mit N1-Homologation welche eine erhöhte Zuladung erlaubt. Ähnlich einer konventionellen Automatikschaltung wird über einen Hebel in die Modi P-R-N-D-E geschalten.

Das „Think City“ ist ein norwegisches Fabrikat der Think Global As mit Sitz in Fornebu, das derzeit in Finnland gefertigt wird. Die wesentlichsten Merkmale des Fahrzeugs sind der Frontantrieb und ein Wendekreis von 9 Metern. Das Auto ist als 2+2-Sitzer ausgelegt. Klappt man die Rücksitzlehnen um, erhält man innen einen 350 Liter großen Gepäckraum, ansonsten ist dieser Bereich eher dürftig bemessen. Die Kapazität beträgt 23 kWh, es kann über jede Steckdose mit 230 V/16 A mittels einer im Zubehör enthaltenen Ladevorrichtung geladen werden. Die maximale Ladezeit beträgt acht Stunden. Das Think City beschleunigt von 0 - 50 km/h in 6,5 und von 0 - 100 km/h in 16 Sekunden. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h darf man auch auf die Autobahn. Die Serienausstattung umfasst ABS/ESP/F&BF-Airbag sowie Lautsprecher, Funkfernbedienung und Klimaanlage. Die beiden Think City der Stadt Offenbach wurden von der Bremer Firma Mouve About GmbH angemietet.

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