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Startsysteme: Mach mal Pause

| Autor / Redakteur: Pistone / Martina Eicher

Ein motorisiertes Zweirad gewinnt im Stadtverkehr deutlich an Akzeptanz, wenn es unauffällig am Verkehrsgeschehen teilnimmt und nicht durch besondere Begleiterscheinungen negativ auffällt. Dieser Beitrag ist Teil der Aus- und Weiterbildungsserie »bike und business« Profi und erschien erstmalig in der Ausgabe 09-10/2015.

Start-Stopp-Schaltung von Rollern sind im Prinzip der erste Schritt zum Hybridfahrzeug.
Start-Stopp-Schaltung von Rollern sind im Prinzip der erste Schritt zum Hybridfahrzeug.
(Bild: Kolb)

Eine übelriechende Rauchfahne, gepaart mit einem nervigen, röhrenden Auspuff, kann selbst tolerante Zeitgenossen auf die Palme bringen, wenn sie dadurch im Eiscafé beim Genuss ihres Espressos gestört werden. Neue (und serienmäßig belassene) moderne Roller und Motorräder sind durch die strengen Abgas- und Geräuschvorschriften von Haus aus relativ leise und sauber. Aber am sparsamsten und emissionsärmsten ist der Motor, der nicht läuft – und gerade im Stadtverkehr mit den vielen erforderlichen Wartezeiten ist der Anteil an unproduktivem Motorlauf recht hoch. Was liegt also näher, als die Emissionen – und als positiven Nebeneffekt den Kraftstoffverbrauch – bei längerem Stillstand zu reduzieren, indem der Motor automatisch abgestellt und wieder angelassen wird? Das dafür notwendige sogenannte Start-Stopp-System sollte folgende Anforderungen erfüllen:

  • Einfaches und problemloses Wiederanlassen des Motors
  • Keine negativen Auswirkungen auf die Lebensdauer des Startsystems
  • Möglichst geringes Zusatzgewicht
  • Hohe Betriebssicherheit

Übliche Startsysteme

Ein herkömmliches Startsystem ist für ein Start-Stopp-System nur bedingt geeignet. In den üblichen Anlasssystemen von Motorrädern entsteht bauartbedingt ein gewisser mechanischer Verschleiß. Bei älteren Modellen spurte das Anlasserritzel mechanisch in den Zahnkranz am Schwungrad ein und nutzte sich dabei ab.