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Stephan Schaller ist der oberste europäische Motorrad-Lobbyist

| Autor / Redakteur: Stephan Maderner / Dipl. sc. Pol. Univ. Stephan Maderner

Stephan Schaller, Leiter BMW Motorrad, löst Hendrik von Kuenheim (ebenfalls BMW) als Präsident des europäischen Motorrad-Industrie-Verbandes Acem ab (Association des Constructeurs Européens de Motocycles). Außerdem neu aufgenommen in den Verband in Brüssel wurde wegen des Modells „Twizzy“ der französische Autobauer Renault.

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Stephan Schaller (BMW) löst Stefan Pierer (KTM) als Acem-Präsident ab.
Stephan Schaller (BMW) löst Stefan Pierer (KTM) als Acem-Präsident ab.
(Foto: BMW, Collage: Elisabeth Haselmann )

Die Generalversammlung des europäischen Motorrad-Industrie-Verbandes Acem (Association des Constructeurs Européens de Motocycles) hat am 21. März seinen neuen Präsidenten gewählt. Es ist der Deutsche Stephan Schaller, Leiter BMW Motorrad. Er löst in dieser Funktion den BMW-Mann Hendrik von Kuenheim ab, der diesen Job seit 2011 in Brüssel versehen hat.

Schaller ist 1957 in Erbach (Odenwald) geboren. Seit 1. Juni 2012 ist er Leiter BMW Motorrad und löste auch hier Hendrik von Kuenheim als Leiter der BMW-Motorradsparte ab. Schaller war bereits von 1981 bis 1999 bei der BMW Group tätig. Der gelernte Maschinenbau-Ingenieur begann seine berufliche Laufbahn als Trainee im damaligen Ressort „Technik“. Im Laufe seiner Karriere bekleidete er unterschiedliche Führungsfunktionen, darunter auch die Leitung der Produktion im BMW Werk Rosslyn (Südafrika). Schaller war vor seinem Wechsel zu BMW stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Schott AG, Mainz.

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Anlässlich seiner gestrigen Wahl im Rahmen der Acem-Generalversammlung sagte Stephan Schaller: „Unser Ziel ist es, die Vorteile von Scootern, Motorrädern und anderen Fahrzeugen dieser Kategorie in punkto Verbrauchseffizienz zu Gewinn von Lebensqualität zu unterstreichen. Unsere Fahrzeuge bieten ein hohes Maß an Mobilität und sollten dementsprechend in der Verkehrspolitik beachtet werden. Heute gibt es in Europa rund 37 Millionen motorisierte Zweiräder und immer mehr Menschen nutzen diese täglich, um die städtische Verkehrs- und Parksituation in ihrem privaten und beruflichen Umfeld zu managen.“

Darüber hinaus betonte der neue Acem-Präsident Stephan Schaller: „In den vergangenen Jahren hat die europäische Motorradindustrie die enormen Herausforderungen der Finanz- und Wirtschaftskrise gemeistert und dabei die Ziele, nachhaltige und sichere Mobilität anzubieten sowie wieder auf die Wachstumsspur zurück zu gelangen und so Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen, nie aus den Augen verloren.“

Renault mit an Bord

Die Acem-Mitgliederversammlung stimmte außerdem der Aufnahme des Autobauers Renault zu, der mit dem Modell Twizzy (von der Definition her ein Quad) zur Branche zählt, ebenso wie Trikes und andere Dreirad-Fahrzeuge.

Acem repräsentiert damit insgesamt 14 Hersteller von motorisierten Zweirädern („Powered two Wheelers“) , die über 30 Marken produzieren und 15 nationale Verbände aus 13 europäischen Ländern, die über 127.000 Menschen beschäftigen. Der kumulierte Umsatz dieses Sektors (Herstellung, Handel, Service und Zubehör-Industrie) betrug im Jahr 2010 26 Milliarden Euro, davon entfielen sieben Milliarden Euro auf die Hersteller.

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