Straßenverkehrsunfälle 2018: Das Risiko des Motorradfahrens

Insgesamt kamen 3.275 Menschen um, davon 697 auf dem Kraftrad

| Redakteur: Stephan Maderner

Motorradfahrer können ihr Unfallrisiko minimieren, wenn sie regelmäßig an Fahrsicherheitstrainings teilnehmen.
Motorradfahrer können ihr Unfallrisiko minimieren, wenn sie regelmäßig an Fahrsicherheitstrainings teilnehmen. (Bild: ADAC / Nils Hendrik Müller)

Das Statistische Bundesamt hat die Verkehrsunfallbilanz 2018 vorgelegt: 697 Kraftradfahrer starben, 7,9 Prozent mehr als im Vorjahr, aber 1,7 Prozent weniger im Vergleich zu 2010.

Im Jahr 2018 sind in Deutschland 3.275 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 95 Menschen mehr als 2017 (plus 3 Prozent). Weitere 396.000 Menschen wurden bei Verkehrsunfällen verletzt, das waren 5.706 Verletzte mehr als 2017 (plus 1,5 Prozent).

57 Prozent starben auf Landstraßen

Wie in den Vorjahren ereigneten sich auch 2018 die meisten Unfälle mit Personenschaden innerhalb von Ortschaften (69,0 Prozent), jedoch wurden hier nur 30,0 Prozent der Getöteten registriert. Auf Landstraßen fanden 24,3 Prozent der Unfälle mit Personenschaden statt, allerdings kamen hier 57,0 Prozent der Verkehrsunfallopfer ums Leben. Auf den Autobahnen wurden 6,7 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden und 12,9 Prozent aller Getöteten gezählt. Unfälle auf den Straßen außerhalb von Ortschaften haben unter anderem wegen der höheren Fahrgeschwindigkeiten schlimmere Folgen als auf Straßen innerorts. Auf Landstraßen kommen weitere Risikofaktoren wie die fehlende Trennung zum Gegenverkehr, schlechte Überholmöglichkeiten, Kreuzungen oder ungeschützte Hindernisse wie Bäume neben der Fahrbahn hinzu.

Zahl der Motorradtoten seit 2010 um 1,7 Prozent gesunken

Im Vergleich zu 2010 ist die Zahl der Verkehrstoten um 10,2 Prozent gesunken. Dabei gibt es deutliche Unterschiede hinsichtlich der Art der Verkehrsbeteiligung: Die Zahl der getöteten Pkw-Insassen lag 2018 um 22,6 Prozent niedriger. Bei Fußgängern sowie Menschen, die auf einem Kraftrad wie einem Mofa oder einem Motorrad ums Leben kamen, fielen die Rückgänge mit 3,8 Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent deutlich geringer aus. Dagegen ist die Zahl der getöteten Fahrradfahrer im Vergleich zu 2010 um 16,8 Prozent gestiegen.

Dennoch waren die meisten Verkehrstoten im Jahr 2018 Pkw-Insassen: 1.424 Menschen verunglückten in einem Pkw, 697 auf einem Kraftra, 458 der Verkehrstoten waren im Jahr 2018 Fußgänger, 445 Fahrradfahrer und 174 waren Insassen von Güterkraftfahrzeugen. Weitere 77 Menschen kamen anderweitig ums Leben, zum Beispiel mit landwirtschaftlichen Zugmaschinen (20) oder als Businsasse (9). Zum Vergleich: 2017 wurden 642 Motorradtote beklagt, also 7,9 Prozent weniger als jetzt für das vergangene Jahr bilanziert wurden. Davon entfielen damals 583 auf Fahrzeuge mit amtlichen Kennzeichen und 59 auf Krafträder mit Versicherungskennzeichen wie Roller oder Mokicks.

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