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Super, die kleine Duke!

| Redakteur: Jan Rosenow

Mit einem überzeugenden Angebot macht KTM den Platzhirschen auf dem 125er-Markt Konkurrenz. Die kleine Duke ist leicht, stark und handlich – eine typische KTM eben.

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Mit der topmodernen Duke 125 greift KTM in der Leichtkraftradklasse an.
Mit der topmodernen Duke 125 greift KTM in der Leichtkraftradklasse an.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Erwachsen“ sollte sie wirken, die erste 125er KTM mit Viertaktmotor – darauf wies der österreichische Hersteller bei der Präsentation am Montag in Stuttgart gleich mehrfach hin. Ein vorhandenes Fernostmodell zu importieren, ein paar neue Plastics und das Markenlogo dranzuschrauben kam deshalb nicht infrage. KTM betrieb für die 125 Duke den gleichen Entwicklungsaufwand wie für seine großen Modelle. Und das sieht man dem Motorrad auch an.

Schon im Stand beeindrucken die Dimensionen der Fahrwerkselemente: Eine Upside-Down-Gabel mit 43 Millimetern Tauchrohrdurchmesser hat auch die RC 8, und der 150er Hinterreifen würde locker ein Mehrfaches der Leistung der Duke übertragen. Das Federbein hat KTM‘s Hausmarke WP Suspension entwickelt, weshalb es stolz die weiße Farbe auf der Feder trägt. Das sieht alles sehr cool aus.

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Wie ernst es KTM mit der 125 Duke meint, zeigt auch der Motor. Ein selbst entwickeltes wassergekühltes DOHC-Triebwerk mit 11 kW/15 PS treibt die 125 Kilogramm leichte Maschine kräftig voran. Eine Ausgleichswelle unterdrückt Vibrationen, die mit einem diamantharten Kohlenstoffmaterial beschichteten Schlepphebel verringern die innere Reibung und damit den Verbrauch. Das ist einmal mehr Technik wie bei den Großen.

Konzeptionell hat der Hersteller sein Einsteigermodell an die Zweizylinder-Superduke angelehnt und weniger an die 690er Variante. Ein sportlicher Allrounder, so glaubt KTM, wird mehr Kunden ansprechen als eine zugespitzte Supermoto. Mit immerhin 810 Millimetern Sitzhöhe ist die „Kleine“ trotzdem nichts für Kurzbeinige. Sehr große Fahrer klagten nach der Testfahrt allerdings über wenig Platz für die Beine und einen spitzen Kniewinkel.

Mehr Ausstattung als bei den Großen

Mit einer ungewöhnlich kompletten Ausstattung sammelt die Duke weiter Punkte. Das LCD-Display liefert eine Informationsfülle, die selbst in den größeren Klassen nur wenige Motorräder bieten: Tacho/Drehzahlmesser, Tankuhr, Ganganzeige und ein Bordcomputer, der Werte wie Durchschnittsverbrauch, Fahrzeit und vieles mehr anzeigt.

Die Verarbeitung kann sich ebenfalls sehen lassen: Die einteilige Gussschwinge gleicht ebenso wie die Motorhalterungen und der aufwendig geschweißte Gitterrohrrahmen dem Standard der großen Modelle. Und das alles für einen Einstandspreis von 3.995 Euro – wie kann das gehen?

In Indien gefertigt

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