Suzuki: Großer „Modell“-Befreiungsschlag auf der Intermot 2014

Motorradbosse blicken in die Kristallkugel (Teil 11)

| Redakteur: Stephan Maderner

(Foto: Suzuki / Collage: Lissy Haselmann)

»bike und business« befragte die Motorradhersteller und Importeure nach ihren Vertriebserwartungen für das Jahr 2014. Lesen Sie, wie die einzelnen Marken die kommende Motorradsaison einschätzen und welche individuellen Ziele sie haben. Diesmal dran: Jan Breckwoldt von Suzuki International Europe.

Mit welchen Vertriebserwartungen (Neufahrzeuge, Gebrauchtfahrzeuggeschäft) gehen Sie in die neue Saison 2014? Auf welchem Modell ruhen die stärksten Verkaufshoffnungen?

Die Situation für Suzuki in 2014 bleibt angespannt. Die neue V-Strom 1000 ist sehr gut im Markt platziert worden, das bisherige Interesse macht uns zuversichtlich, dass wir dieses Modell in 2014 sehr gut verkaufen werden können. Unser klares Ziel für dieses Modell sind die Top 10 der am meisten verkauften Modelle in Deutschland. Erst mit der Intermot 2014 wird sich die Situation in unserer Modellpalette deutlich entspannen.

Wie viele Händler haben Sie gegenwärtig im Portfolio und sind in diesem Jahr wichtige Änderungen im Händlernetz geplant?

Zurzeit sind keine Änderungen im Händlernetz geplant. Wir haben momentan 284 Motorradhändler unter Vertrag. Veränderungen gibt es natürlicher Weise über eine Saison immer, wir suchen aber aktiv keine Händler. Wir haben jedes Jahr zusätzlich auch initiativ Bewerbungen von Händlerbetrieben, wenn das gut passt oder ein größeres Gebiet frei ist setzen wir hier auch zusätzlich Händler ein.

Wie hat sich die Renditesituation Ihrer Händler in den Bereichen Verkauf, Service/Werkstatt und Zubehör entwickelt?

Im Neumotorradgeschäft ist die Renditesituation angespannt, dies betrifft aber nicht nur Suzuki. Weiterhin gute Renditechancen bestehen im Handel bei Gebrauchtmotorrädern, hier unterstützen wir unsere Händlerbetriebe auch mit Material und in der Werkstatt. Sehr gute Renditen werden im Original-Teilegeschäft und beim Original-Zubehör von Suzuki erwirtschaftet. Hier planen wir für 2014 auch Zuwächse, um unsere Position in diesen Segmenten zu stärken.

Welche Hausaufgaben müssen ihre Händler 2014 in Angriff nehmen, um sich zu verbessern?

In vielen Betrieben mangelt es an einem modernen Ambiente. Der Kunde erwartet heute ein aufgeräumtes und übersichtliches Ladenlokal. Das Einkaufserlebnis muss stimmen, damit sich der Kunde wohl fühlt. Hier gibt es noch deutliche Defizite, aber auch einige gute Beispiele. Wir werden jetzt natürlich nicht mit einem kompletten Innen-CI-Konzept bei den Händlern vorstellig werden, da diese Investition im Moment nicht amortisiert werden kann. Wir arbeiten aber in kleinen Schritten an einer besseren Darstellung im Handel. Ein zweiter Punkt ist die Online-Darstellung und Kommunikation. Hier gibt es noch viel zu tun und zu verbessern im Handel. Auch in diesem Punkt unterstützen wir den Handelsbetrieb auf breiter Front. Die Einsicht etwas verändern zu wollen muss allerdings vorhanden sein.

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