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T-Maxs Aquaplaningabenteuer bei den Powerfrauen

Aus dem Tagebuch des »bike und business«-Chefredakteurs (Kalenderwoche 33/2014/II). Ein aktuelles Stimmungsbarometer aus Handel und Industrie rund um Motorrad, Roller und Quad/ATV – ein Radar, das Branchentrends von morgen auf dem Schirm hat.

Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis.
Rasender Reporter: An dieser Stelle redet »bike und business«-Chefredakteur Stephan Maderner regelmäßig Benzin und gibt redaktionelle Hintergrundinfos preis.
(Foto: Ducati/Collage: Elisabeth Haselmann)

Würzburg, den 15. August 2014 – Bevor ich gleich zur letzten Amtshandlung vor meiner kleinen sommerlichen (Urlaubs)-Auszeit schreite – nämlich den Outlook-Assistenten zu programmieren und die Rufumleitung meines Telefons auf meine Assistentinnen zu aktivieren, bin ich Ihnen noch die Erlebnisse meiner Geschäftsreise von vorgestern schuldig. Unterwegs war ich ja mit dem kraftvollen Großroller Yamaha T-Max 530. Ihm möchte ich an dieser Stelle eine Liebeserklärung machen. Wie kommt das?

Normalerweise unternehme ich Dienstfahrten in einem Radius von über 150 Kilometern um Würzburg nur mit dem Pkw. Autobahnfahrten und ein enger Terminplan mit Hast im Hirn sind normalerweise Gift für den Zweiradfahrer. Diesmal habe ich das Experiment ganz bewusst gewagt und steige auf den T-Max. Die Sonne strahlt, als ich am frühen Mittwochmorgen nach Remagen zu meinem Treffen mit den Tykesson-Brüdern der E-Bility GmbH (Kumpan Electric) aufbreche. Rauf auf die A3 und lass laufen das Teil. Flüssig schwimme ich im Autobahn-Verkehr mit. Die Beinhaltung total bequem, die Sitzposition komfortabel und alles andere als ermüdend. Mit 140 bis 160 Sachen lasse ich den Roller mit dem immens langen Radstand dahingleiten. Cooles Ziehen am Gashahn, zwischendurch mal von hinten herannahende Pkw keck beeindruckend mit kurzen Zwischenspurts. Überraschung an der Tanke: gleichwie ich den Motor auch plage und jage, mehr als viereinhalb Liter Sprit auf 100 Kilometer schluckt der sparsame Roller einfach nicht. Als sich am Nachmittag das Tiefdruckgebiet Verena entschließt, den Himmel zu öffnen und wahre Sturzbäche auf meinen Roller und mich niederprasseln, beweist der T-Max in den Fahrspuren der A 61, die zeitweise veritablen Flussläufen gleichen, erstaunlicherweise klasse Aquaplaningqualitäten. Beim nächsten Stopp das Regencape über die Lederkombi gezogen und der Kampf gegen die Naturgewalten, die im Hunsrück ganz schön fies werden, geht in die nächste Runde.

Kurz nach dem Kreuz Alzey entdecke ich in der Gischt den richtigen Ortsnamen auf dem Ausfahrtschild: Gau-Odernheim. Dort schlage ich authentisch als rasender Geschäftsbiker bei Agnes Friedlmeier, Chefin von der Rockoil Vertriebs GmbH, auf. Sie hat dort mit ihrem neuen Geschäftspartner und Lebensgefährten Erik Hittinger ihr neues Headquarter aufgeschlagen - mit Showroom und modernem Logistiklager. Tolles Gebäude und tolle Frau. Lange unterhalte ich mich angeregt mit der langjährigen Branchenplayerin für das übernächste Porträt der »bike und business«-Serie „Powerfrauen der Branche“. Voller intensiver Eindrücke ob des schillernden, interessanten und Motorradadrenalin-getränkten Lebenslaufes von Agnes Friedlmeier steuere ich den T-Max dann nach den nächsten Regenduschen in Mainz und am Frankfurter Flughafen gen Heimat. Im Spessart klart es dann ein wenig auf und ich lasse den T-Max fliegen. Rolling home at its best. Selten bin ich so entspannt von einer Dienstreise nach Hause gekommen. Daumen hoch für ein tolles Fahrzeugkonzept! Kein Wunder, dass der Yamaha T-Max 530 das meistverkaufte Zweiradmodell Europas ist.

Was sonst noch an Branchennews in dieser Woche auf der Agenda stand, etwa die überraschende Trennung Bimotas von Benny Wilbers, lesen Sie an gewohnter Stelle in unserem Newsletter. Sie wissen ja, wie es geht. Wir sehen uns an dieser Stelle wieder am 5. September, in alter Frische. Versprochen.

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